15Abschlusstreffen StreuobstprojektKreis Ravensburg – Kommunale Entwicklung ist angesagt, um dringend benötigte Wohn- und Gewerbeflächen zu schaffen. Oftmals geht diese Entwicklung gerade in den ländlichen Kommunen aber zu Lasten der Streuobstanlagen, die nicht nur stark landschaftsprägend sind, sondern auch in einem hohen Maß Wohn- und Brutstätte vieler Vögel und Insekten sind und so der Sicherung der Artenvielfalt dienen. Bild: Markus Thiel, Bürgermeister Daniel Steiner, Antje Schnellbächer-Bühler, Alexandra Müller, Katrin Ehrhartsmann, Josef Sterk, Rüdiger Liche, Erwin Mozer, Werner Bärenweiler und Thomas Heitele (von links) ziehen ein positives Resümee zum Streuobstprojekt 2018/ 2019

 

Diesem stillen Verschwinden eines „ökologischen Hotspots“ will das Ravensburger Landratsamt mit dem Streuobstprojekt „1000 schnittige Obstbäume“ entgegen wirken. Im Rahmen des Projekts wurden von Dezember 2018 bis April 2019 in den Gemeinden Achberg, Baienfurt, Ebenweiler, Fronreute, Waldburg, Wilhelmsdorf und Wolpertswende zahlreiche Streuobstbestände gepflegt. Einige der Projektbeteiligten trafen sich dieser Tage zu einer ersten Bilanzierung auf einer Streuobstwiese in Wolpertswende.


„Mit dem Projektnamen hatten wir uns ein hohes Ziel gesetzt, welches wir leider nicht ganz erreicht haben. Dennoch können wir auf ein beachtliches Projektergebnis zurückblicken“, erläuterte Markus Thiel vom Bau- und Umweltamt des Landratsamtes Ravensburg. Auf 20 Streuobstbeständen wurden in der letzten Schnittperiode insgesamt 776 Bäume fachgerecht geschnitten. Über 1.100 Arbeitsstunden haben die beauftragten Fachwarte für Obst und Gartenbau nach seinen Worten dafür aufgebracht. Die Kosten haben sich die Streuobsteigentümer, Gemeinden und Landkreis geteilt.


Voll des Lobs war auch der Wolpertswender Bürgermeister Daniel Steiner, dem es „ein großes Anliegen ist, sich nachhaltig für diese Hotspots der Artenvielfalt einzusetzen“. „Ungepflegte Bäume sind nicht nur krankheitsanfälliger, sondern auch ein leichtes Opfer von Stürmen“, erklärte Obstbauberater Erwin Mozer. Ein regelmäßiger fachmännischer



Baumschnitt trage dazu bei, die oftmals überalterten Streuobstbestände zu verjüngen und diesen wieder eine Zukunft zu ermöglichen. Lässt sich aus Streuobstprodukten eine Wertschöpfung erzielen, dann ist dies der sicherste Weg zur Erhaltung der Streuobstanlagen, sind sich Streuobsteigentümer Thomas Heitele und die Vertreter des Fachwartevereins für Obst- und Gartenbau sowie des Landratsamtes einig.



„Das Projekt wird weitergehen und zwar künftig für Streuobstbesitzer in allen kreisangehörigen Gemeinden“, kündigte Markus Thiel an. Anmeldeformulare und weitere Infos gibt es bei den Gemeinden und auf der Homepage des Landkreises Ravensburg (www.rv.de).



Presseinformation und Foto: Landratsamt


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