03vobaLeutkirch - Regionalmarktdirektor Berthold Natterer, zuständig für die Region Leutkirch und Bad Wurzach, konnte rund 400 Anteilseigner in der Festhalle Leutkirch. Vorstand Georg Kibele konnte im ersten kompletten Rechenschaftsbericht auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr der Bank zurückblicken. Bild: Stargast Jörg Löhr mit seiner gelben 21% Negativ-Brille und der grünen 79% Optimismus-Brille bei seinem Vortrag

Natterer erklärte in seiner Einführung, dass die VBAO immer versucht, dem nötigen und sinnvollen Wirtschaftswandel einen Schritt voraus zu sein. Sichtbares Zeichen dafür sei die Einladung zu den Mitgliederforen über die Mitgliederzeitung und nicht mehr per Brief. „Das neue Vorgehen hat wohl funktioniert“, stellte er angesichts der vollen Halle erfreut fest. Wichtig ist dem Regionalmarktleiter auch, dass die Bank von den Mitgliedern ein Feedback bekommen, unabhängig davon ob positiv oder auch kritisch.


Mit einem nachdenklich stimmenden Zitat des deutschen Astronauten Alexander Gerst, der im vergangenen Jahr viele Monate in der ISS lebte und arbeitete, eröffnete Georg Kibele seinen Rechenschaftsbericht. Er konnte darin von einem sehr guten Geschäftsverlauf berichten. Doch unter die Freude über die sehr guten Geschäftszahlen mischte sich auch die Trauer über den Verlust von Vorstandsmitglied Stefan Scheffold und der Immobilienmaklerin Susanne Zentner innerhalb weniger Wochen zum Jahresbeginn 2019.


Der Verlust von Stefan Scheffold machte eine neue Aufgabenversteilung innerhalb des Vorstandes erforderlich, nachdem eine Neubesetzung der Stelle nicht zur Debatte stand. Vorstandssprecher Josef Hodrus wird zukünftig die Regionalmärkte, den Bereich Privat- und Gewerbekunden, Baufinanzierung und Immobilien sowie Marketing und Vertrieb verantworten. Georg Kibele wird für Firmen- und Vermögenskunden sowie Mitgeschäftsführung bei der VBAO Projektentwicklung verantwortlich zeichnen, während Werner Mayer die Bereiche Organisation, IT , Sanierung/Abwicklung und Kreditrecht leiten wird.


Der erste Geschäftsbericht für ein komplettes Geschäftsjahr der Genossenschaftsbank Volksbank Allgäu-Oberschwaben wies mit einer Bilanzsumme von 2.324,9 Mio. € ein Plus von 7,3 % und ließ die Bank auf Rang 14 von 171 Genossenschaftsbanken in Baden-Württemberg klettern. Mit Ausnahme des Zinsüberschusses, bei dem die Bank einen Rückgang von 4% zu zeichnen hatte, lagen alle Parameter im grünen Bereich. Mit den 601Neumitgliedern, die sich 2018 für eine Mitgliedschaft bei der Genossenschaftsbank entschieden haben, hatte die VBAO zum 31.12.2018 53.345 Anteilseigner. Positiv für sie: Die Bank wird auch in diesem Jahr 4% Dividende – vorbehaltlich der Zustimmung der Mitgliederversammlung – ausschütten können.


Stolz berichtete Kibele von Spenden, Sponsoring und Crowdfunding mit dem die Bank nach dem Motto „Für die Menschen. für die Heimat“ Projekte in der Region unterstützt. 545.000 € wurden aus dem Gewinnspartopf dafür ausgeschüttet. 100.000 € wurden beim Spenden Adventskalender vergeben. 130.000 € flossen in die Crowdfunding-Plattform, über die 791.112 € bisher gesammelt wurden. Mit 24.196 Unterstützer und 247 Projekten ist die Bank dabei sehr erfolgreich.


Im wirtschaftlichen Umfeld erwartet Kibele für 2019 leicht steigende Zinsen, eine positive Entwicklung bei den Aktienmärkten, allerdings auch eine Abschwächung des Wirtschaftswachtums. Mitverantwortlich dafür sieht er den Brexit, die folgen des VW-Dieselskandals, das Verhalten von US-Präsident Donald Trump und die nach wie vor überall schwelenden Krisenherde wie z.B in Afrika oder Südamerika.


Bei Vermögensanlagen rät die VBAO seinen Kunden, die Anlage breit zu fächern. Auch die Zukunftsvorsorge im Alter und ein sinnvolles Generationenmanagement durch die Berater legte Kibele den Mitgliedern ans Herz. Zum Abschluss dankte er den Mitgliedervertretern und dem Aufsichtsrat für die gute Zusammenarbeit, den Mitarbeitern für ihre das Jahr über geleistete Arbeit sowie Berthold Natterer und seinem Organisationsteam für die Vorbereitung und Durchführung des Forums.
Natterer erklärte in seiner Überleitung zum Unterhaltungsteil selbstbewußt: „Wo die Volksbank Allgäu-Oberschwaben ist, da ist vorne!“ Er betonte auch den großen Anteil, den die Mitarbeiter zum Erfolg beigetragen hatten.


„Wir alle leben in einer Zeit der Veränderung. Wie wir darauf positiven Einfluss nehmen können, zeigt uns unser Stargast des Abends, Jörg Löhr“ , erklärte der Regionalmarktleiter, als er diesem die Bühne überließ. Löhr ist ehemaliger Handballnationalspieler, Motivations-Coach von Sportlern Trainern und Autor mehrerer Bücher. Er war u.a. Mentalcoach der siegreichen Handball-Weltmeistermannschaft 2007 im eigenen Land, deswegen nannte er sein Bühnenprogramm auch „Projekt Gold“.


Wie stark sich das Berufsleben verändern wird, erklärte Löhr so: „70-80 % der Kinder von heute wird einmal in Berufen arbeiten, die heute noch gar nicht gibt.“ Anhand von verschiedenen Beispielen zeigte er, wie groß der Unterschied von Anspruch und Wirklichkeit oft ist: Aufgrund des auf jeder Ebene tobenden Preiskampfes – oft müssen sogar Marktführer ums Überleben kämpfen – kann eine Dienstleistung sich deutlich von seinem Vorbild unterscheiden. In Zeiten unsicherer Märkte riet er den Unternehmern, den Preis nicht nach unten zu drücken: „Den kriegen sie sonst nichtmehr hoch.“
„Wie sie wirken, macht ihren Erfolg aus. “ Als Beispiel liess er das Publikum den eigenen Zahnarzt beschreiben. Die Bewertung erfolge auf emotionaler Ebene, die damit weit vor der fachlichen Qualität liegt. Denn Entscheidungen werden nie ohne Emotionen gefällt.


Er typisierte die Mitarbeiter einer Firma: 24% der Mitarbeiter seien Mitreisser, 43% Mitmacher, 27 % Zaungäste mit geringem Engagement und 6% seien „innerlich schon weg“. Wichtig sei auch dass jemand mehr von einem verlangt als man selbst: Er selbst hatte als junger Handballer bei seinem ersten Bundesligaclub unter Weltmeistern und Europameistern den Anspruch gehabt, dazu zu gehören, etwa als „Bälleaufpumper“. Sein Trainer hatte anderes mit ihm vor: Bis zum Ende der Hinrunde erwartete er von ihm, dass er 20 Minuten spielte, zum Ende der Rückrunde sollte er gar 50 Minuten spielen. Nur so habe er es zum Nationalspieler gebracht.


Ein anderes Beispiel: Nokia war bis 2007 Weltmarktführer bei den Handys, bis Steven Jobbs von Apple erklärte, er habe „das Handy neu erfunden“ und mit dem iPhone rasend schnell aus den Startlöchern kam. Kommentar Löhr: „Wenn Veränderung nicht weh tut, tut es manchmal richtig weh!“ „Wir müssen die Ansprüche erhöhen!“ Denn : Kleine Ansprüche setzen im Gehirn kleine Energien frei, große Ansprüche entsprechend auch große Energie. Dafür brauche es auch eine Initialzündung. Beispiel: 2013 war der FC Augsburg in der Fußballbundesliga mit nur 9 Punkten nach der Hinrunde Tabellenletzter, am Ende musste die Mannschaft damals eines der Besten Rückrundenteams nicht einmal in die Relegation, und das nur weil sie das erste Spiel in der zweiten Saisonhälfte – mit Glück zwar – gewonnen hatte. Und das mit demselben Personal mit dem die Hinrunde so schlecht verlaufen war...


Es gelte hier einfach die Handbremse zu lösen und limitierende Überzeugungen zu ändenr, denn die könnten viel kaputt machen. Sehr großen Einfluss auf unser Handeln hat das Unterbewusstsein. Löhr vergleicht es mit einem Eisberg, dessen größter und entscheidender Teil unter der Wasseroberfläche liegt, während unser Bewusstsein nur einige Handbreit daraus hervorragt. Nur 15% Fachkompetenz trage zum Erfolg bei, 85% aber mache die persönliche Kompetenz aus. Denn nur bei Win-Win Situationen, also wenn beide Seiten profitieren, stelle sich Erfolg ein. „Optimismus ist keine Erbanlage“ , nur wer nach vorne schaut, kann Gelegenheiten beim Schopf packen. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist Begeisterung. Dies bewiesen die Isländischen Fußballer bei der EURO 2016, wo sie es bis ins Viertelfinale schafften. Ein Sechstel der Isländischen Bevölkerung war damals ihren Helden nach Frankreich gefolgt und hatte dort gemeinsam mit den Kickern viel Spaß gehabt.


Seinen Vortrag beendete er mit dem wohl berühmtesten Werbespot aller Zeiten: Der Actiondarsteller Jean Claude van Damme balancierte auf den Rückspiegel zweier Volvo LKW´s, die im Laufe der Fahrt immer weiter auseinandertrifteten, bis der Schauspieler im kompletten Spagat balancierte. Sein Kommentar, als ihm der Art- Director erklärt hatte, was da auf ihn zukam: „Ok let´s do it!“
„Fangen auch Sie an!“ gab er den Forumsbesuchern mit auf den Weg.


Nach diesem Motivationsschub war es Zeit für weltliche und vor allem lukullische Genüsse: Bei gutem Essen und Trinken ergab sich so noch manch nettes Gespräch unter den Mitgliedern, aber auch mit den Vorständen und dem Stargast.

 

 

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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