12Stiftung Liebenau Sommerfest 2018 FanfarenMeckenbeuren-Liebenau – Zwei Tage lang feierte die Stiftung Liebenau ein Sommerfest für alle. Besonders im Fokus stand in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen der Liebenauer Arbeitswelten. Bild: Der Fanfarenzug Rauenspurg mit seiner Einlage reißt das Publikum jedes Jahr aufs Neue buchstäblich von den Bänken



Gartentrödelei
Am Samstag hatte das Liebenauer Landleben zur Gartentrödelei für ein großes Publikum eingeladen, während sich auf dem benachbarten Sportplatz engagierte Kicker mit und ohne Behinderungen zum Fußballturnier trafen. Ein Marktstand reihte sich an den anderen, bis in die hintersten Reihen der Gewächshäuser. Es war eine Fülle von Rosen, Keramik und alles, was Gartenfreunde lieben. Die Zirkusakademie Friedrichshafen beeindruckte, die Landleben-Kapelle machte gute Laune und Jürgen Ardelt, Leiter der Landwirtschaft, führte durch die Gewächshäuser und erklärte wie Menschen mit Unterstützungsbedarf in die Arbeit integriert werden.


Fußballturnier
Parallel dazu hatte die Stiftung Liebenau zum Fußballturnier geladen. Die Bürgermeister aus Bodnegg, Wolfegg und Vogt schlüpften beim Promi-Spiel ins Trikot und überzeugten auf dem Platz mit Ausdauer und Balltechnik. Wie hoch der Fußball in der Stiftung Liebenau angesiedelt ist, zeigten die engagierten Kicker der Liebenau Teilhabe, der St. Lukas-Klinik und des Berufsbildungswerks (BBW). Zum ersten Mal stellte die inklusive Sportgruppe „Rakete“ des TSB Ravensburg eine Mannschaft und begeisterte zudem mit einer Show-Einlage. Das Turnier gewonnen haben die Strass Kickers. Nach der Siegerehrung durch Dr. Berthold Broll, Vorstand der Stiftung Liebenau, mit Medaillen für alle, war der Tag noch lange nicht zu Ende. Im Festzelt wurden Fans und Spieler von der Live-Band „Brighter Side“ begleitet.


Gottesdienst
Die Liebenauer Kirche St. Maria war voll am Sonntagmorgen. Prälat Michael H. F. Brock hielt den Gottesdienst und ging in seiner Predigt auch auf das Jubiläum der Arbeitswelten ein. Vom Liebenauer Chor begleitet, stimmten die Besucher sich auf den sommerlichen Tag ein.


Liebenauer Arbeitswelten
Über 1 000 Menschen sind in die Liebenauer Arbeitswelten integriert. Alle, unabhängig von ihrem Unterstützungsbedarf, schauen schon während der Schulzeit in alle Arbeitsbereiche. „Es ist unser Auftrag, für sie interessante Arbeitsplätze zu gestalten“, bestätigte Michael Staiber, Geschäftsführer der Liebenau Gebäude- und Anlagenservice GmbH (LiGAS). Die Vielfalt der Arbeitswelten zeigte sich beim Sommerfest. „Wir arbeiten personenbezogen und sehr individuell“, informierte Doris Kaiser, Leitung Tagesstruktur Liebenau, bei ihrer Führung durch die Werkstatt. „Was kann ich?“ „Wo finde ich meinen Arbeitsplatz?“ „Kann ich auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeiten?“ Alle werden beim Suchen und Finden unterstützt und begleitet „und bei Bedarf entwickeln wir einen ganz neuen Arbeitsplatz“, erklärte Doris Kaiser.


Vielfalt in der Arbeit
Nach Vielfalt - danach muss man beim Sommerfest nicht lange suchen. Die LiSe (Liebenau Service GmbH) hat mit ihrem Upcycling in der Nähwerkstatt ganz neue Kooperationen mit Firmen von außen geschaffen, die mit ihren Aufträgen attraktive Arbeitsplätze für Menschen mit Unterstützungsbedarf ermöglichen. In den grünen Bereichen, wie dem Liebenauer Landleben, dem Holzhof oder der Gärtnerei, die beim Sommerfest großzügig 1 000 Sommerblumen, Kräuter und Stauden verloste, sind sie integriert. Auch der Berufsbildungsbereich (BBB) stellte sich vor, eine 27-monatige Vorbereitungsmaßnahme auf das Arbeiten in der Werkstatt. Schnittstellen sind immer gegeben. „Ich habe in der LiSe gelernt und arbeite jetzt in der Technik“, berichtete der WfbM-Beschäftigte Benjamin Rost.


Sommerfest
Das Sommerfest macht eine Begegnung möglich - ein Kennenlernen außergewöhnlicher Art. Da gibt es keine Vorbehalte. „Es ist normal, hier zu sein“, bestätigte die Musikkapelle Obereisenbach, die mit ihren flotten Rhythmen die zahlreichen Besucher zum Bummeln über das Gelände anregte. Der Garten der St. Lukas-Klinik lud zum Entspannen ein. Firmen präsentierten sich und Kinder hämmerten, fischten, kletterten in luftige Höhen, beteiligten sich erfolgreich am Torwandschießen, durften mit dem Quad fahren und waren von Käpt’n Blaubär begeistert. Der Liebenauer Chor lud zum Mitsingen ein und der Fanfarenzug Rauenspurg verlockte die Besucher zum Tanzen.



Pressemitteilung und Bild Stiftung Liebenau

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