10Abschlussfahrt2018Aulendorf - Ganz nach dem Leitbild der Schule „gemeinsam stark“ fuhren die Abschlussklassen der Real- und Werkrealschule der Schule am Schlosspark aus Aulendorf zum ersten Mal zusammen auf die Abschlussfahrt nach Berlin, begleitet von den Klassenlehrern Sybille Bebendorf, Lajos Lehotkay, Frank Mühlbauer sowie den Lehrerinnen Sabrina Allmer und Claudia Kösler.



Für viele Jugendliche war die Bundeshauptstadt erst einmal ein Kulturschock, als Kinder vom Land, in einer derart großen Stadt. Dafür aber fanden sich die Großstadtbesucher hervorragend zurecht.
Die Schülerinnen und Schüler hatten vom ersten Tag an ein volles Programm, und die Klassenlehrer sorgten dafür, dass die Schüler bis spät abends unterwegs waren und so die Nächte überwiegend ruhig verliefen. Sofort nach Ankunft im Hotel und dem Bezug der Zimmer erkundeten die Realschüler die nähere Umgebung des Hotels, das in unmittelbarer Nähe zum Kurfürstendamm liegt. Bei den Werkrealschülern stand eine Wanderung zum Brandenburger Tor und dem Holocaust-Denkmal an.


Sichtlich bewegt, mit dem Wissen aus dem Geschichtsunterricht, verbrachte die Gruppe längere Zeit am Denkmal und diskutierte über die Sinnlosigkeit und den Schrecken des Dritten Reiches und der umstrittenen Architektur des Mahnmals. Nach der typischen Aktivität eines jeden Touristen, der bildnerischen Festhaltung vor dem Brandenburger Tor folgten dann wieder alle Schüler ihrem, in dieser Woche übermäßig starken Instinkt und suchten typische Futterstellen der Großstadt auf. „Wie kann man nur so viel essen?“ fragten sich die Lehrer in dieser Woche des Öfteren.


Am Dienstagmorgen stand das Pflichtprogramm für jede Abschlussklasse in der Hauptstadt auf dem Programm, der Besuch des Bundestags und der Glaskuppel. Ganz zum Leidwesen der Werkrealschüler war diese während der ganzen Woche für außerplanmäßige Besuche geschlossen, da sich in der Nacht von Sonntag auf Montag Fremdpersonal Zutritt verschafft hatte. Zur Freude der Schüler/innen, die so zu ihrem wohlverdienten „Freigang“ kamen. Das Realschüler hatten den Kuppelbesuch mitgebucht und konnten am Mittwochabend in den Reichstag, so auch die Kuppel besteigen und einen herrlichen Ausblick über die Bundeshauptstadt einfangen. Zurück am Dienstagvormittag wurde die Hauptstadt durch die Realschüler/innen in einer Stadtrallye unsicher gemacht, die Werkrealis bewegten sich etwas bequemer mit einem City-Tour-Bus.


Hier führte der Weg, beginnend im Nobelviertel Kurfürstendamm, wo die Frage „dürfen wir hier nachher shoppen?“ wie folgt beantwortet wurde „nein, mit eurem Taschengeld nicht“. Sehr informativ ging die Reise weiter durch das Botschaftsviertel, vorbei am Checkpoint Charlie, wo sich beide Schularten des Öfteren über den Weg liefen, bzw. fuhren, durch das Regierungsviertel, Siegessäule, Tiergarten und viele interessante Orte mehr. Den Abend gestalteten die Gruppen sportlich bei drei Runden intensivem Lasertec, mitten im Bezirk Neukölln, wo man uns auf Grund unserer Aussprache sofort als „Stuttgarter“ erkannte und in der Schülerdisco D-Light, wo man abrocken und Kontakte knüpfen konnte.


Dafür stylten sich die Jugendlichen richtig auf. Der Mittwoch begann mit der East-Side-Gallery und einem kleinen Schock beim Hütchenspiel in Abwesenheit des Klassenlehrers, der anschließend bemerkte, dass diese Abzocke eine sehr gute Lektion bedeute, wenn man dem Lehrkörper nicht Folge leiste. Die zweite Gruppe spazierte durch den Tiergarten und führte ein persönliches Gespräch mit einem Abgeordneten im Paul-Löbe-Haus.


Mittags besuchte die WRS-Gruppe einen Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg mitten in Berlin-Kreuzberg. Hier trafen wieder zwei ganz unterschiedliche Welten aufeinander und die Einsicht der Schüler/innen, dass unsere Schule doch ein sehr schöner und sicherer Ort ist. Weiter ging die Bildungsreise, einerseits am Mittwochmittag und andererseits am Donnerstag zur Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße, wo die Geschichte der DDR nochmals eindrucksvoll erzählt wurde und mit einem noch bestehenden Mauerabschnitt untermalt wurde.


Auf den Spuren des legendären James Bond reisten die Jugendlichen der Werkrealschulklasse nachmittags durch die geheimnisvolle Geschichte der Spionage, im Deutschen Spionagemuseum, mit dem Versuch einen Lichtschranken-Parkour zu überwinden. Die Realschüler gingen auf enge Tuchfühlung mit den Weltstars im legendären Madame Tussauds, wo interessante Bildbeweise eingefangen wurden. Anschließend ging die Gruppe, im wahrsten Sinne des Wortes, in den Knast.


Beim Besuch der Gedenkstätte „Stasi-Gefängnis“ konnten Einblicke erhascht werden, wenn die Gegenstände und Mittel des Spionagemuseums nicht zum Greifen kamen. Den letzten Abend in Berlin ließen die Aulendorfer Straßenkids im Kino ZooPalast und im Chamäleon Theater, wo Träume war zu werden scheinen, ausklingen und waren froh am nächsten Morgen wieder gemeinsam im Bus zu sitzen, mit dem Ziel „Kleinstadt-Heimat Aulendorf“.




Presseinformation und Bild Frank Rotte Schule am Schlosspark Aulendorf

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