Seibranz - Erschließungsträger realisiert beeindruckende Maßnahmen zum Hochwasserschutz in der Baugebietserweiterung Seibranz-Oberdorfstraße. Für die neue Baugebiets-Erweiterung Seibranz-Oberdorfstraße, deren Baubeginn am 19.03. 2018 erfolgte, fand jetzt eine spektakuläre Aktion zur Verlegung der Betonröhrensegmente des Stauraumkanals statt. Der Projektleiter des Erschließungsträgers Volksbank-Allgäu-Oberschwaben, Hermann Müller, lud zu dieser spektakulären Aktion auch Bürgermeister Bürkle ein, um anstelle eines Spatenstiches den Baubeginn des Baugebietes zu feiern und zu dokumentieren.

 

Mit einem Schwerlastkran, der vom Garten eines Anliegers aus auf engstem Raum die einzelnen Segmente mit 2,2m im Durchmesser und 3m Länge mit einem Gewicht von jeweils 12,5 Tonnen an den vorbestimmten Ort zu hieven. Bereits die Anlieferung der riesigen von der Firma Rinninger in Kisslegg hergestellten Segmente für den etwa 41 Meter langen Stauraumkanal war eine anspruchsvolle Logistikaufgabe, konnte auf einem LKW gerade einmal zwei der Monsterröhren transportiert werden.

 

In dem Baugebiet, das die Volksbank-Allgäu-Oberschwaben 2015 als Bauerwartungsland erwarb, sollen auf der 1,7 ha großen Fläche 22 Baugrundstücke für Familieneigenheime mit Größen zwischen 450 und 800 qm entstehen. „Die Bank investiert als Erschließungsträger insgesamt 1,7 Mio. € in das Projekt,“ erzählt Projektleiter Hermann Müller und erläutert die besonderen Probleme, die für das Projekt gelöst werden müssen. Ihm liege besonders die Verbesserung der Verkehrsanbindung, also eine zweite Ausfahrt aus dem Baugebiet am Herzen. Dann die Einbeziehung der bereits vorhanden Umgebungsbebauung, besonders dass für die Schüler aus dem Gebiet ein direkter Fußweg in den Ortskern besteht.

 

„Da die geplanten Häuser in einer Hanglage stehen werden soll die nun ausgeführte Maßnahme mit dem Stauraumkanal im Falle von Starkregen als Puffer dienen, damit die herabfließenden Wassermassen auf ihrem weiteren Weg gedrosselt werden, um eine Überflutung des Dorfkernes zu verhindern,“ erklärt Dipl. Ing. Joachim Grotz, Bauleiter vom Planungsbüro Fassnacht.

 

Bürgermeister Roland Bürkle wiederum sieht die Maßnahme in einem größeren Zusammenhang, nämlich der Bauentwicklung der Stadt in den nächsten 10 Jahren. Die Stadt habe dafür 18 Baugebiete angedacht, wobei sie teils selbst als Erschließungsträger auftritt, teils wird diese Aufgabe von der Volksbank-Allgäu-Oberschwaben übernommen wird. „Wir brauchen diese Baugebiete, denn der Zuzug ist ungebrochen.“ Die jetzt durchgeführte Maßnahme zum Hochwasserschutz mache ihm deutlich, wie viel sich im Bereich Erschließung geändert habe, seit er als Bürgermeister sein erstes Baugebiet erschlossen hatte.

 

Die Seibranzer dürfen sich darüber freuen, wie viel seit 12 Jahren in den Hochwasserschutz investiert wurde und im Bereich Sigebrandstraße noch von der Stadt investiert werde. Aber auch Gospoldshofen im Tal könne sich darüber freuen, die Maßnahmen wirkten sich auch dort positiv aus.

 

„14 der 22 Baugrundstücke sind bereits in der Planungsphase für örtliche Bauinteressenten reserviert worden, deren Baugesuche werden bereits im Bauamt bearbeitet. Die zukünftigen Bauherren können damit bereits im Herbst mit der Umsetzung ihrer Wohnwünsche beginnen, “ freut sich Hermann Müller.

 

Text und Bild von Uli Gresser

 

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