AAPolizei200Landkreis Ravenburg - Die Zahl der polizeilich registrierten Verkehrsunfälle ist im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz (Landkreise Konstanz, Bodenseekreis, Ravensburg und Sigmaringen) im abgelaufenen Jahr geringfügig angestiegen. Insgesamt wurden 24.916 Verkehrsunfälle bearbeitet, und damit 823 Unfälle mehr als 2015 (+3,4%).

 

"Zum Glück ist die Zunahme überwiegend bei den Unfällen mit Sachschaden zu verzeichnen (+4,0%), während die Unfälle mit Personenschaden im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben sind (+0,3)", erklärt Ekkehard Falk als Leiter des Polizeipräsidiums Konstanz.

Sorge bereitet ihm allerdings die Zunahme der im Straßenverkehr getöteten Personen. Nach einem erfreulichen Rückgang im Vorjahr von 46 auf 42, musste im Jahr 2015 eine deutliche Zunahme (+31%) auf 55 Verkehrstote registriert werden. Etwas erfreulicher fällt die Bilanz bei den verletzten Verkehrsteilnehmern aus. Bei den 3613 Unfällen mit Personenschaden, erlitten 1020 Verkehrsteilnehmer (-1,7%) schwere und 3656 (-0,4%) leichte Verletzungen.

Wie im vergangenen Jahr bleibt die Unfallursache "Geschwindigkeit" mit 26,4 % (Vorjahr 42,5 %) bei den Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang die Hauptursache, gefolgt von der Ursache "Verkehrstüchtigkeit" mit 13,2 % (Vorjahr 17,5 %). Von den 26 in ihren Autos tödlich Verunglückten seien 11 (42,3 %) nicht angegurtet gewesen, so der Polizeipräsident.

Bei 412 Unfällen, und damit 9,5 % weniger im Vergleich zum Vorjahr, hat Alkohol eine Rolle gespielt. Auch im Fünfjahresvergleich ist ein Rückgang (-7,2 %) festzustellen. Diese erfreuliche Entwicklung lässt uns jedoch nicht ausruhen, betont der Polizeipräsident. Bei der Verkehrsüberwachung wird der Bekämpfung von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr auch in Zukunft eine hohe Priorität eingeräumt.

"Auch an der Unfallursache "Geschwindigkeit" werden wir durch verstärkte Kontrollen mit verkehrserzieherischen Gesprächen und durch Präventionsmaßnahmen weiter arbeiten", so der Polizeichef.

Auf den Streckenabschnitten der im Polizeipräsidium Konstanz gelegenen Bundesautobahnen ist ein Rückgang der Unfälle von 854 auf 779 (-8,8 %) zu verzeichnen. Bei den 89 Unfällen mit Personenschaden fällt der Rückgang (-21,2 %) noch deutlicher aus, währen die Unfälle mit Sachschaden (690) um 6,9 % abgenommen haben. Wie im Vorjahr wurde eine Person getötet, 43 (+22,9 %) schwer und 121 (-11,7 %) Personen leicht verletzt.

Insgesamt mussten 1138 (-3,4 %) Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern polizeilich aufgenommen werden. Neun Radfahrer (+125 %) kamen dabei ums Leben, 265 (-4,0 %) wurden schwer und 774 (-4,8 %) leicht verletzt. Sieben der neun getöteten Radfahrer trugen zum Unfallzeitpunkt keinen Helm. Während die Unfallzahlen bei diesen Verkehrsteilnehmern zum Vorjahr leicht abgenommen haben, liegen sie dennoch über dem Mittelwert der vergangenen fünf Jahre (+5,1 %).

Auch bei den Unfallzahlen mit Beteiligung motorisierter Zweiräder (775) sind die Zahlen zum Vorjahr leicht rückläufig (-0,9 %). Allerdings muss auch hier, wie bei den Radfahrern, ein Anstieg der Getöteten bilanziert werden, so Ekkehard Falk. Wurden im Vorjahr acht getötete Verkehrsteilnehmer in dieser Gruppe gezählt, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 11 (+37,5 %). Die lange, durch die Witterung begünstigte Zweiradsaison dürfte hier ebenso zu Buche schlagen, wie der hohe Anteil an Zweiradfahrern in den Ferienregionen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums.

 

Pressemitteilung der Polizei

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