Volksmusikabend

Ziegelbach - Auch in seiner 18. Auflage ist die Anziehungskraft des Volksmusikabends im Dorfstadel Ziegelbach ungebrochen. Das von der Vierermusig, laut eigener Aussage die „kleinste Blaskapelle der Welt", die von Gregor Holzmann und Peter Schad vor 18 Jahren gegründet wurde, alljährlich am letzten Oktoberwochenende veranstaltete Event, zog auch in diesem Jahr wieder grosse Zuschauermassen an.

Ganz auf Eigengewächse, also Musikanten aus der näheren Umgebung von Wurzach, setzten Gregor Holzmann (Steirische Harmonika), Michael Kuhn (Flügelhorn) Stefan Merk (Tenorhorn), Siegfried Herrmann (Bass) und Monika Schmid (Gitarre) die die Vierermusig bilden.

Gregor Holzmann freute sich über das volle Haus und erinnerte in seiner Begrüssung an das letzte Jahr, wo statt goldenem Oktober Winterreifen und 15 cm Neuschnee angesagt waren. Gemütlich wie bei einem Konzert in einer urigen Wirtschaft am Kachelofen sassen alle 15 Musiker im Halbkreis auf der Bühne, nur wer gerade seinen Auftritt absolvierte rückte dann dafür nach vorne.

Moderator des Abends war auch in diesem Jahr wieder Peter Schad, der mit viel Sachverstand und noch mehr trockenem Humor durch den Abend führte. „Früher seien die Gastmusiker oft aus Bayern und Tirol gekommen, heute habe man genügend sehr gute Gruppen in der Gegend um damit den Abend zu bestreiten. Zum Beispiel die neugegründete Feierabendmusig, bei der sich einfach Monika Schmid und Gregor Holzmann mit Gisela Hecht am Hackbrett zusammensetzten um gemeinsam zu musizieren.

Weitsicht zeigte das Ziegelbacher Quartett das stimmgewaltig auf schwäbisch darauf hinwies, „was i sott und was i dät, wenn i it auf ´m Sofa läg". Mucksmäuschenstill war es im Saal, als Gisela Hecht und Lisa Stampfer allein mit ihren akustischen Gitarren das Publikum im Saal bezauberten. Dieses durfte natürlich auch selbst seinen Teil zum Gelingen des Abends beitragen, als nämlich Peter Schad, begleitet von Gregor Holzmann mit seiner Steirischen, gemeinsam mit das Lied „Wahre Freundschaft soll nicht wanken" anstimmte.

Mit den Böhmischten, Wolfgang Grösser, Frank Seitz, Edwin Minsch und Jochen Jöchle, der dabei natürlich wieder seinem „Nebenberuf" als Witzeerzähler nachgehen durfte, wurde das Programm (blas-)musikalisch abgerundet. Dank der vielen jüngeren Musiker, die an diesem Abend auf der Bühne standen, braucht einem um die Zukunft des Volksmusikabends im Dorfstadel nicht bange sein, auch wenn sich das Duo Holzmann und Schad einmal aufs Altenteil zurückziehen sollten.

 

Text und Fotos Uli Gresser

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