Ziegelbach

Ziegelbach - Zum kleinen Jubiläum, denn zum 15. Mal veranstaltete der Kirchenchor Ziegelbach seinen im weiten Umkreis bekannten A-Capella Abend im Dorfstadel, hatte sich die Gastgeber mit ihrem musikalischen Leiter Günther Musch, Vorständin Klara Lott und Ansagerin Jutta Branz wieder einiges einfallen lassen.

 
 
Neben den Rückkehrern Intakt und Chortissimo, die beide das letzte Mal 2008 dabei waren und den sechs „älteren" Damen, von „Halbe Drui", die gerne die Nacht zum Tage machen und die im vergangenen Jahr pausierten, hatten die Organisatoren mit Lauschangriff auch in diesem Jahr wieder eine neue Gruppe mit im Programm, die garantiert keinen „Angriff" auf das Gehör der Zuhörer veranstalteten.
 
Den Abend im ausverkauften Dorfstadel eröffnete jedoch der männliche Teil des gastgebenden Kirchenchores mit „Ein lustig Liedlein" und „Ticino de vino". Als erste Gasttruppe feierten die Damen von Intakt nach fünf Jahren Abwesenheit ein gefeiertes Comeback, auch wenn sie gleich zu Beginn ihr vorgesehenes Programm über den Haufen warfen was jedoch dem Spaß des Publikums keinen Abbruch tat. Die dritte Gruppe, „Lauschangriff", drei Männer und vier Frauen aus Taldorf bei Ravensburg, trat erstmals im Dorfstadel beim A- Capella Abend auf und schlug das Publikum sofort mit höchster musikalischer Präzision und Harmonie in seinen Bann. Alte Bekannte dagegen waren „Chortissimo" aus Eintürnen, die mit Schlagern der 60er und 70er Jahre zum Mitklatschen und -singen animierten.
 
Das Ziegelbacher Männerquartett, machte nicht nur Musik, sondern am Vorabend der Bundestagswahl auch ein wenig Politkabarett. Neben wunderbar ironischen Zitaten „Nicht das Erreichte zählt, sondern das Erzählte reicht!" über die Politiker brachten sie mit ihrem Lied „Die Politik" den Saal zum Kochen. Ein „Wahlwerbeplakat" der besonderen Art, das sich farblich in Gelb und Grün gehalten, perfekt in den Schilderwald der Wahlversprechen einreihte, sorgte für großes Amüsement im Dorfstadel, denn es warb für das 5. Eseltreffen in der Nachbargemeinde Wolfegg... Feinste Musikcomedy machten wieder „Halba Drui", bei denen selbst exzessiver (Fernseh-)Sport nicht zum erhofften „Bodysharping" führte. Mit scharfen Beobachtungen des ganz normalen Alttagswahnsinns sorgten sie mit noch schärferen Zungen beste Unterhaltung.
Auch der gemischte Chor der Gastgeber musste bei seinem Auftritt sein Licht nicht unter den musikalischen Scheffel stellen, ohne Zugabe durfte keine der Gruppe die Bühne verlassen.
Als Vorständin Klara Lott alle Teilnehmer noch einmal zum großen Finale und gemeinsamen Singen auf die Bühne bat, war klar: Wie es die Vorständin versprochen hatte, es ging jeder mit einer besseren Laune nach Hause als der mit der er gekommen war

Bericht und Bilder von Uli Gresser

 

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