23acapellaZiegelbach - Bereits zum 20. Mal veranstaltete der Kirchenchor Ziegelbach seinen A-Cappella-Abend. „Musik ist das, was uns alle vereint. Eine unglaubliche Macht. Etwas, das selbst Leute gemeinsam haben können, die sonst in allem anderen verschieden sind.“ Zum Jubiläum hatten die Ziegelbacher Sänger um ihren Spiritus Rector Günther Musch und Vorständin Clara Lott, wieder eine bunte Mischung an Gesangsgruppen mit einer noch größeren Mischung in ihrem Liedgut eingeladen. Bild: Großes Finale mit allen Akteuren auf der Bühne beim gemeinsam gesungenen „Die Gedanken sind frei



In ihrer Begrüßung ging Clara Lott, die auch in diesem Jahr wieder die Moderation übernahm, ein wenig auf die Geschichte des A-Cappella Abends ein. Das ursprüngliche Weinfest wurde zum Gesangsabend, versuchsweise mal für ein zwei Jahre umgewidmet und war so erfolgreich dass an diesem Abend nun die 20. Auflage gefeiert wurde.


Den Auftakt machte wie immer ein Chor des Veranstalters: Der Männerchor der Ziegelbacher eröffnete den Abend mit dem Schwäbischen Echo, bei dem tatsächlich vier Sänger von der Galerie herab dem Chor auf der Bühne antworteten. Mit großer Inbrunst sangen die Männer des Kirchenchores das zweite Lied „Wenn wir sonntags in die Kirche gehen“, sicherlich auch weil Pfarrer Paul Notz erstmals den A-Cappella Abend live miterleben konnte.


„Vocal Total“waren 2015 das erste mal in Ziegelbach dabei gewesen. Sie eröffneten ihren Auftritt mit dem Lied „Vois sur ton chemin“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Matthieu“ und ließen mit „I will follow him“ gleich noch ein zweites, über einen Film zum Hit gewordenes Lied folgen. Schon des Öfteren waren die Schmalegger Hofsänger dabei, die mit ihrer Mischung aus Gesang und Musikkabarett bestens beim Publikum ankamen, zumal mit Walter Kolb ein gebürtiger Ziegelbacher mit von der Partie war. Mit „Hallo Mitenand“ stellten sie sich vor. Sie die nach eigenen Angaben „Notschlachtungen ebenso wie Hausgeburten“ musikalisch begleiten.


Premiere hatte die Gruppe „Inseltöne“ aus Lindau, die nach einem schwedischen Liebeslied im ersten Teil noch „Summertime“ aus Porggy und Bess vortrugen. Ein Jahr voraus waren die vier Mannen von Charrmant ihren Vorgängern auf der Bühne im Dorfstadel: Sie hatten im Vorjahr trotz geringer Vorbereitungszeit eine umjubelte Premiere gefeiert. In diesem Jahr starteten die brillanten Sänger mit „Im Wirtshaus am Bach“ gut vorbereitet in das musikalische Abenteuer A-Cappella Abend.


Alte Hasen sind dagegen die jungen Sängerinnen und Sänger von Tabularasa aus Ingerkingen: Sie, die sonst eher Popmusik im Programm haben gingen mit dem Klassiker „Der Mond ist aufgegangen“ an den Start, während Quintessenz eine Gruppe, die beinahe schon ähnlich lange dabei ist wie ihre jungen Kollegen, gleichmal mit zwei Liedern über das wahrheitsstiftende Getränk – „Von der Traube in die Tonne“ und über den „Chianti Wein“ den ersten Teil des Abends bestritten (natürlich nicht ohne ihre Gläser mit rotem Rebensaft zu füllen).


Den Abschluss des ersten Teiles bildete wie immer das Ziegelbacher Quartett, das mit seiner Mixtur aus gelungenem Gesang und Musikkabarett ihr Heimpublikum zu begeistern wussten: Ob mit dem Geburtstagsständchen, mit dem M.M., „die Dame mit dem Föhn unterm Kleid“ einstens John Ef. Kenn - i - di ? zu einem runden Geburtstag gratulierte, oder einfach mit Bär Balu´s „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Dschungelbuch, das Publikum war voll dabei.


Aber so richtig in Fahrt kamen alle Gruppen im zweiten Teil. Da machte der gastgebende Kirchenchor keine Ausnahme. Mit dem Abba-Hit „Mama Mia“ sorgte er nach der Pause sofort für gute Laune, nahm die Smartphone-Manie mit der „Tatschophonie“ – natürlich auf schwäbisch – aufs Korn, wo selbst einfache Kuchenrezepte bei Google gesucht werden müssen. Mit „Wie kann es sein“ im Original von den WiseGuys als Zugabe rundete er seinen gelungenen Auftritt ab.


Vokal Total stiegen mit einem Lied aus der Renaissance in ihren zweiten Auftritt ein, begaben sich danach mit „Think of me“ in die Musical-Gefilde des Phantoms der Oper und brachten mit dem Gospel „Carriers of the Light“ als Zugabe den Dorfstadel zum Beben.


Von Blumen „angemacht“ fühlten sich die Schmalegger Hofsänger, die bei dem Lied, das einst Jürgen von der Lippe zum Hit machte. Nicht nur durch ihren Gesang, sondern auch mit ihrer Mimik sorgten sie für wahre Beifallsstürme. Mit Leonard Cohens „Hallelujah“ auf schwäbisch lieferten sie zum Jubiläum des Events A-Cappella-Abend eine Ode an den Kirchenchor. O -Ton: „Mir kommet au in 30 Johr no, wenns sei muass mit em Rollator zu dem Event.“ Das Lied von der Oberschwabenschau als Zugabe rundete den begeisternden Auftritt des Quartetts ab.


Mit dem Studentenlied „Horch was kommt von draußen rein“ stiegen die Inseltöne in ihren zweiten teil ein. Ihre Universalität stellten sie mit einem plattdeutschen Liebeslied unter Beweis. Und dass sie hervorragende Solisten in ihren Reihen haben, zeigte der Chor von der Bodensee-Insel bei der Zugabe „Gabrielas Song“.


„Was isch der der Schwob: Tapfer und edel und ein Dickschädel“ solche und ähnliche Fragen beantworteten die vier aus der Gegend von Bad Schussenried beheimateten Sänger von Charrmant. Dramatik und Wortwitz verbreiteten sie mit „Drei Gäns´im Haberstroh“ inklusive dem auf Beute lauernden Fuchs. Natürlich durften auch sie nicht ohne vehement geforderte Zugabe von der Bühne. Obwohl vom Durchschnittsalter die jüngste Gruppe waren sie in diesem Jahr bereits zum 12. Mal dabei. „Tabula Rasa“ gaben im zweiten Konzertteil mit Songs der WiseGuys dann so richtig Gas und ließen so manchen (jüngeren) Gast bei der Zugabe „Tage wie diese“ leise mit singen.


Von der Heuernte und dem„saublöden Gerd“ handelte das erste Lied mit dem Quintessenz ihren Auftritt Nummero zwo an diesem Abend angingen. Auch das zweite Lied, „Wann wird man je die Schumpen verstehen“ spielte in der landwirtschaftlich geprägten Heimat, dem württembergischen Allgäu, der Sänger.„Mir ganget jetzt hoim“ , diese Ankündigung in ihrer Zugabe machten sie – Gott sei dank – noch nicht so schnell war.


Wie sagte Clara Lott in ihrer Anmoderation für den letzten Auftritt so treffend: „Noch de Käpsele und Siecha kommat jetzt nommoal die Ziegelbacher.“ Und die hatten für die berühmt berüchtigte „Männergrippe“ das passende Allheilmittel: Den Hopfen-Smoothie. Auch die Multitaskingfähigkeit der Frauen nahmen die Vier auf die Schippe („wenn sie auf zwei Parkplätz gleichzeitig parkt“). Bei „Jo woischt no“ erinnerten sich die Ziegelbacher, die bei fast allen A-cappella Abenden dabei waren, an die Anfänge, wobei sie das Unausprechliche auch nicht auszusprechen wagten. Nämlich, dass auch an ihnen der Zahn der Zeit , wie an einem ihrer Gehstöcke genagt hatte...


Jeder Mitwirkende erhielt beim großen Finale einen kleinen Geschenkkorb überreicht. Und beim Publikum begann bereits kurz nach dem gemeinsam gesungenen Studentenlied „Die Gedanken sind frei“ das kleine Pflänzchen der Vorfreude auf das nächste Jahr zu wachsen, wenn am vorletzten Septemberwochenende im Dorfstadel Ziegelbach wieder der A-Cappella Abend des Kirchenchor Ziegelbach stattfinden wird.



Text und Bilder von Uli Gresser
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