04 heilixblechZiegelbach - Die Vereine landwirtschaftlicher Fachbildung Bad Waldsee, Leutkirch, Wangen und Ravensburg gemeinsam mit dem Verband der LandwirtschaftsmeisterInnen Leutkirch, Wangen und Ravensburg veranstalteten wie in jedem Jahr im Dorfstadel in Ziegelbach ihren „Unterhaltsamen Abend“, in diesem Jahr mit HeiliXblechle. Mit dabei Barny Bitterwolf, den meisten im Publikum auch aufgrund seiner Tätigkeit an der Schwäbischen Bauernschule in Bad Waldsee kein Unbekannter.



Die „oberschwäbische Bio-Boygroup“, wie Bitterwolf der Kopf und Sprachrohr von HeiliXblechle die Hauptakteure des Abends liebevoll nannte, startete direkt aus dem Publikum zu seinem Durchmarsch durch die Musikgeschichte Oberschwabens. „HeiliXblechle“ das sind Karlheinz Vetter (Trompete und Flügelhorn), Eugen Maucher (Trompete), Thomas Räth (Posaune) und Bernhard Bitterwolf (Bariton und Akkordeon). Die vier Musiker beweisen: Blechblasmusik muss nicht immer Marschmusik sein.


Mit festlicher Musik von Nikolaus Betscher, dem letzten Abt des Prämonstratenser-Klosters in Rot an der Rot, der auch zu den herausragenden Komponisten der oberschwäbischen Klosterkultur zählt, eröffneten die Vier ihre Bühnenshow. Denn sie können nicht nur „Gebläse“, sie können genauso gut A-Capella Gesang. Und das ist es was HeiliXblechle so einzigartig macht: Diese unvergleichliche Kombination aus Blasmusik und Gesang, und das häufig innerhalb eines Stückes. Dazu die herrlichen Moderationen (natürlich auf oberschwäbisch) von Barny Bitterwolf : „Himmelskörper, der mit dem Buchstaben D beginnt: D´Sonn. Wetterphänomen mit S: S´Ranget“ , der sich im Laufe des Abends auch mehrere Helfer aus dem Publikum auf die Bühne holte, etwa als Halterin des „Schepperle“ während Bitterwolf beide Hände für das Blasen seines alphornähnlichen Piffels benötigte.


Oder um beim Spielen des berühmtesten oberschwäbischen Volksliedes die zu der jeweiligen Strophe passenden Illustrationen umzublättern. Darauf, dass der Oberschwabe als wortkarg gilt, verwies Bitterwolf bei der Anmoderation zum „Lollipop“ :„Eine einmal ausgesprochene Liebeserklärung gilt solange bis er das Gegenteil behauptet.“ Damit begründete er der Zuschauerin gegenüber, die er als (Beinahe-)Geburtstagskind für den „Plopp“ beim Lollipop auf die Bühne geholt hatte, warum sie wie viele oberschwäbischen Ehefrauen so selten Liebeserklärungen ihrer Männer erhielten. Dafür bekam sie gleich von allen vier Musikanten eine ebensoche musikalisch überreicht (ein Blümlein inklusive). Apropos Publikum: Ob als Anzähler beim Tiger-Rag „Wo isch dia Katz na“ oder als Glöckchenersatz (via Schlüsselbund) beim „Komm Goisle komm“, stets spielt es eine tragende Rolle im Programm.


Dass man auch Trompeten zu Dudelsäcken umfunktionieren kann, bewiesen Karl-Heinz Vetter und Eugen Maucher: Mittels Gartenschlauch und den beiden Kollegen als Resonanzkörpern und Rhythmusgebern schafften sie auch dieses Kunststück. Von der Händel´schen Feuerwerksmusik über Ragtime, „Lady Madonna“ und dem Blues von Louis Armstrong, HeiliXblechle schafften jeden musikalischen Spagat. Selbst mit dem Rap fremdeln sie nicht. Eugen Maucher traf dabei das Los, die Hose bis auf das bei Rapper übliche Niveau herabzulassen. Mit ihrem Rap „Mit Blechgebläse, Zugposaun´und Bariton, eier Beifall isch für uns der schönschte Lohn“ wollten sie sich eigentlich verabschieden. Doch erst zwei Zugaben später durften sie wieder dahin gehen, woher sie zweieinhalb Stunden zuvor gekommen waren: mitten ins Publikum.


Christine Dorn-Bohner und „Hausherr“ Hans Frick bedankten sich im Namen der veranstaltenden Vereine mit Geschenken bei den Musikern für den gelungenen Abend.



Bericht und Bilder Ulrich Gresser



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