31ziegelbachZiegelbach - Bereits zum dritten Mal veranstaltete das Ziegelbacher Quartett seinen Comedyabend zum Jahresausklang im Kurhaus am Kurpark. In diesem Jahr hatten sie als besonderen Gast den Ballonkünstler Tobi van Deisner mitgebracht, einen Comedy-Profi par excellence, der den prallgefüllten Kursaal rasch in seinen flinken Händen hatte.



„Koiner soll grätiger hoimkomme wie er herkomme isch“ mit diesen Worten gab Günter Musch, musikalischer Kopf des Ziegelbacher Quartetts bereits in der Begrüßung die klare Linie des Abends vor. Und weil die vier etwas dagegen haben, dass das Kurhaus zum Geisterhaus wird, stimmten sie auch quasi als Intro das Ghostbusterlied. Bürgermeister Roland Bürkle wird es mit Freuden vernommen haben.


Er hatte sich im Wissen, was einem in einer der ersten Reihen blüht, ganz nach hinten in die letzte Reihe gesetzt. Mit „Schwäbisch isch schee“, die Hymne auf den Heimat-Dialekt und die Menschen die ihn sprechen, musikalisch auf dem 30er Jahre Hit „Bei mir biste scheen“ der Andrew-Sisters basierend, eröffneten die vier Erzkomödianten und ausgezeichneten Sänger das Konzert.


Über die Ode an das Haushaltsgerät, mit dem sogar Männer kochen können gelangten sie rasch zu ihrem Lieblingsthema: „Scheene Mädla“ wie zum Beispiel d´Barbara Ann, deren Namen natürlich Anlass zu einem Spitzenzungenbrecher bot. Mit Sätzen wie aus dem Lehrbuch für Schwabenromantik: „Fraua machet sich solange Sorga, bis se an Ma hondt. Männer machet sich solange koine sorga, bis se a Frau hondt,“ ging es direkt mit „Fremder In-der“ (Ziegelbacher Version von Stranger in the night) zu einem ganz speziellen Männerthema („Wia d´Wechseljohr, bloss schlimmer“) um dann am Ende ihres ersten Teiles mit noch weiteren Beschwerden direkt auf dem Operationstisch im Krankenhaus zu landen, beziehungsweise Walter Strobl in den Händen von Günter Musch...


Ballon-Entertainer, das klingt ein wenig nach Kindergeburtstag. Aber Tobi van Deisner bewies an diesem Abend, dass die Vorsicht des Bürgermeisters nicht unbegründet war. Kaum war der Künstler auf der Bühne, schon schwenkte ein Mann im Publikum ganz euphorisch seine Oberbekleidung und rief Liebesparolen gen Bühne. Selbstredend durfte der Fan danach selbige, gemeinsam mit einigen anderen „Ausgesuchten“ aus den vorderen Reihen – angeleitet und „eingekleidet“ von Tobi van Deisner – das klassische Drama „Cäsar und Kleopatra“ aufzuführen, bei dem das Publikum selbstverständlich mit mehr oder weniger sinnvollen Regieanweisungen mit eingebunden war.


Nach der wohlverdienten und dringend notwendigen Pause, ehe die Lachmuskeln des Publikums überstrapaziert wurden, nahmen die Ziegelbacher nicht nur verbal den Dieselskandal auf die Schippe. Natürlich suchte auch an diesem Abend die eine Hälfte des Quartetts als Bauer wieder eine Frau, während die andere Hälfte die Großstadtpflanzen mimten. Zum Abschluss dieses Zwischenspiels von Kuno Reichle, Walter Strobl, Bruno Häfele und Günter Musch, landeten die vier wieder mit „Du lachst wie an Engel“ bei ihrem Lieblingsthema „Scheene Mädla“ (und ihre Kehrseiten).


Zu allem bereit war Tobi van Deisner bei seinem zweiten noch fulminanteren Auftritt: In den wohl „größten Luftballon der Welt“ (O-Ton van Deisner) tauchte er ein, um die bei einem Kartentrick verschwundene Glückskarte herauszuholen. Und das im Wortsinne: Wie ein Flummi hüpfte der temperamentvolle Künstler in der roten Plastikhaut umher, nachdem er zuvor noch so nebenbei aus mehreren Ballonen einen Taucher zusammen gebastelt hatte und sich von der heißen Luft eines Laubbläsers eine neue Frisur verpasst hatte.


Mit drei weiteren Liedern z.B. über die gut mit exakt 35 Teilen gut sortierte Handtasche oder über die Radarfalle. Mit zwei Zugaben, darunter natürlich dem obligatorischen „Maschie scho putzt“ verabschiedeten sich die Künstler vom begeisterten Publikum. Nicht ohne sich zuvor bei Moderator, Licht- und Tontechniker, vor allem aber bei Frauen, Kindern und Freunden, die für das leibliche Wohl gesorgt hatten zu bedanken. Und in der Hoffnung, dass sie 2018 auf die „Ghostbusters“ verzichten können...



Bericht und Bilder Ulrich Gresser


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