bild5258 560

Ziegelbach - Wolfgang Neidhöfer, seit September neuer Dirigent der Musikkapelle Ziegelbach hatte mit seinen Musikern für das Weihnachtskonzert der Kapelle im Dorfstadel trotz der relativ kurzen Probenzeit  ein anspruchsvolles, abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm zusammen gestellt.

Vorstand Helmut Mönig freute sich in seiner Begrüssungansprache darüber, dass Neidhöfers Vorgänger Berthold Hierlemann der Kapelle als Tubist erhalten bleibt. Zwar konnte er mit  Bürgermeister Roland Bürkle mit Gattin, dem Leiter der Jugendmusikschule Bad Wurzach, Hans Herle, und den beiden Pfarrern Stefan Maier und Paul Notz sowie als Vertreter des Kreismusikverbandes Thomas Räth prominente Gäste begrüssen. Auch zahlreiche Musiker benachbarter und befreundeter Kapellen liessen sich das Debütkonzert von Neidhöfer nicht entgehen, dennoch blieben einige Tische an diesem Abend unbesetzt.  Was umso bedauerlicher war, weil die Ziegelbacher Musiker dem fachkundigen Publikum eine sehr gute Vorstellung boten.

Mit „A Festival Prelude“ aus dem Jahre 1962 des amerikanischen Komponisten Alfred Reed eröffneten die Ziegelbacher Musikanten standesgemäss ihr diesjähriges Weihnachtskonzert. Mit einem konzertanten Stück des in Australien geborenen amerikanischen Komponisten Percy Aldrige Grainger „Irish Tune from County Derry“ über das Klima in der rauhen irischen See führte der musikalische Weg der vom Dirigenten unaufgeregt geführten Ziegelbacher Musiker nach Spanien. Vom temperamentvollen Pasodoble „Consuelo Cisar“ von Ferrer Ferran ging es mit einer der berühmtesten Oper-Arien „Nessun Dorma“ aus Turandot von Giacomo Puccini nach Italien   Mit der glänzend umgesetzten „Die Hexe und die Heilige“ des jungen amerikanischen Komponisten Steven Reineke verabschiedete sich die Kapelle in die wohlverdiente Pause.

Gleich beim Einstieg in den zweiten Teil ihres Konzertes begeisterten die 61 Musiker gleichermassen Publikum wie Dirigenten mit ihrer Interpretation des Konzertmarsches „Hoch Heidecksburg“, dem grössten Erfolg des aus Ostpreussen stammenden deutschen Komponisten Rudolf Herzer.

Auch bei den vier Sätzen Gloria, Air, Pastorale und dem Finale aus dem Weihnachtsoratorium, op.12 des französischen Komponisten aus der Romantik, Camille Saint Saens zeigten die einzelnen Register ihrem neuen musikalischen Leiter ihren hohen Ausbildungsstand. Bei der „Annen-Polka“ von Johann Strauß-Sohn, eine der meist gespielten Polkas in der Musikkgeschichte, sah man so manchen Fuss mitwippen.

48 Oskarnominierungen hatte John Williams für seine Filmmusiken bisher  erhalten. Die Musikkapelle Ziegelbach nahm an diesem Abend zum Abschluss ihres zweiten Konzertteiles die Zuhörer mit auf die abenteuerliche Reise von Indiana Jones über mehrere Kontinente in ihrer „Indiana Jones Selection“ ebenjenes John Williams.

Mit Blumen bedankte sich die Musikkapelle bei ihren beiden Ansagerinnen Franziska Scherb und und Christine Müller, etwas Handfesteres in flüssiger Form erhielt Dirigent Neidhöfer für seine erfolgreiche Arbeit in den letzten Monaten.

Natürlich durfte die Kapelle nicht ohne Zugaben von der Bühne. Passend zur Jahreszeit gab es zuerst die „Petersburger Schlittenfahrt“ und danach gab es noch als Einstimmung auf Weihnachten „Macht hoch die Tür“, bei dem das Publikum inklusive den beiden Pfarrern und Bürgermeister Bürkle inbrünstig mitsang.

Bericht und Bilder von Uli Gresser

Zum Bildalbum

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.