Unterschwarzach - Gleich zweimal durften Ortsvorsteherin Silvia Schmid, Bürgermeister Roland Bürkle und und Stadtbaumeister Matthäus Rude am Sonntag zur Schere greifen und Eröffnungsbänder durchschneiden. Zum einen wurde der Parkplatz beim Friedhof eingeweiht, zum anderen die Außenanlagen und der Spielplatz beim neuen Gemeindezentrum an der Turnhalle und der Grundschule.

 

Pfarrer Paul Notz, der den Parkplatz und den Weg hoch zur Grundschule nach dem Gottesdienst segnete, sagte in seinem Grußwort im Namen des Pfarrgemeinderates, er freue sich als direkter Nachbar darüber, dass die Schüler jetzt einen ungefährlicheren Schulweg wie früher hätten.

Die Musikkapelle Eggmannsried begleitete die Prozession auf dem neuen Fußweg hinauf zum Gemeindezentrum musikalisch, eine anerkennungswürdige Leistung, kam doch schon so mancher Besucher den Weg hinauf leicht außer Atem.

 

Nach der Begrüßung durch Ortsvorsteherin Schmid stellte Bürgermeister Bürkle in seinem Grußwort die rhetorische Frage: Warum schafft eine Kommune einen Platz für Begegnung? Er beantwortete sie anhand des Beispiels von Barbarossa, der ein Kind mit Essen und Trinken versorgen ließ, das jedoch keinerlei menschliche Zuneigung erhielt und daher zugrunde ging. „Der Mensch lebt von Begegnungen mit anderen. Es gibt keinen wirtschaftlichen Fortschritt und keine Solidarität, denn wie soll einer die Not des anderen Erkennen wenn man nicht miteinander darüber Spricht?“ Daher sei es wichtig gewesen, öffentliche Räume zu schaffen, wo die Menschen sich in Zukunft begegnen können. „Unterschwarzach eine Zukunft.“

Er dankte dem Gemeinderat, der mit der Finanzierung der Maßnahmen ein Bekenntnis für die Ortschaft abgegeben habe. Er dankte dem Land Baden-Württemberg, das mit seiner großzügigen Förderung dies alles erst ermöglicht hatte. Sein Dank galt auch dem Ortschaftsrat, dem Planungsbüro, dem Stadtbaumeister, der ausführenden Baufirma und den Mitarbeitern des Bauhofes die gemeinsam dafür sorgten, dass Kosten- und Zeitplan eingehalten wurden.

Dies sei ein großer Tag der Freude und des Dankes. Wenn alles fertig gestellt sei, werde es im nächsten Jahr einen Tag der offenen Tür für das komplette Ensemble geben.

 

Ortsvorsteherin Silvia Schmid zeigte Verständnis dafür, dass bei dem Umbau der Schule in das neue Gemeindezentrum nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten. Aber was das Planungsbüro und das Stadtbauamt gemeinsam mit den ausführenden Firmen geleistet hätten, seit Unterschwarzach 2014 vom Regierungspräsidium Tübingen in das Förderprogramm zur Entwicklung des Ländlichen Raumes aufgenommen worden war sei ein Grund zu danken. Bauen bedeute Lärm und Dreck für die Anwohner, d.h. Schüler und Lehrer. Von dem neuen „Wohnumfeld“ seien die Eltern begeistert: „Hier herrscht Leben“. Eine neue Dorfmitte sei entstanden, die Schule sei nicht mehr nur „da oben“.
Die zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Andrea Maucher, lud die Besucher und Gäste in die Festhalle zu einem Mittagessen mit „Linsen mit Saiten und Spätzle“ ein. Auch die Kirchengemeinde habe zwei Gründe zum Feiern: Neben dem fertiggestellten Parkplatz am Friedhof feiere die Gemeinde auch den Abschluss der Kirchenrenovierung. Sie richtete mit der Einladung zum Mittagessen einen Spendenaufruf zugunsten der Kirchenrenovierung an die Gäste, dem diese auch gerne gefolgt sind.

 

Text und Bilder von Uli Gresser

 

 

  • bild1115
  • bild1117
  • bild1124

  • bild1127
  • bild1128
  • bild1131

  • bild1135
  • bild1137
  • bild1140

  • bild1141
  • bild1144
  • bild1145

  • bild1146
  • bild1149
  • bild1151

  • bild1152
  • bild1154
  • bild1155

  • bild1156
  • bild1159
  • bild1161

 

 
Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter