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Bad Wurzach - Thema beim ersten Kulturcafe beim Treffpunkt Asyl im Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde war die Fasnet. Zunftmeister Markus Birk von den Riedmeckelern präsentierte die Masken der Zunft, mit einer Bildpräsentation wurden die syrischen und gambischen Flüchtlinge auf den Bad Wurzacher Narrensprung am Rosenmontag eingestimmt. Bild: Die drei Organisatorinnen des Kulturcafes: v.l. Anette Binder, Sylvia Schöllhorn und Sabine Manthei.

 

Anette Binder, Sylvia Schöllhorn, und Sabine Manthei und die vielen anderen Helfer des Treffpunkt Asyl freuten sich, dass es ihnen – wenn auch sehr kurzfristig – gelungen war, mit dem evangelischen Gemeindesaal Räumlichkeiten für ihr Kulturcafe zu finden. Und ein Thema war auch schnell gefunden: die nun sich in ihrer Hochphase befindliche Fasnet.

Sowohl Gambier als auch Syrer dürften das erste Mal in ihrem Leben an diesem Abend oberschwäbische Narren in ihren Häsern aus der Nähe gesehen und auch gehört haben. Und die Schalmeien d´Riedspatzen sorgten im Anschluss an die Bilderstrecke über den Rosenmontagsumzug für tolle Stimmung in den Gemeindesaal bei der Evangelischen Kirche, den die Gruppe künftig einmal im Monat von Pfarrerin Barbara Vollmer und ihrem Gemeinderat für ihr Kulturcafe zur Verfügung gestellt bekommt.

Viele fleißige Helfer aller Konfessionen hatten den Saal dekoriert, Kuchen und kleine Snacks zubereitet. Schnell waren die bereitgestellten Tische und Stühle belegt, die Gäste waren zum Teil wie die Organisatorinnen kostümiert. Etwas schade war, dass nur eine Gemeinderätin und kein Vertreter der Stadtverwaltung bei der Premiere des Kulturcafes mitfeiern wollte und konnte. Dennoch war ein Bürgermeister anwesend: Wolfgang Lahl, früherer Leiter der Kurverwaltung und jetzt Bürgermeister in Weil im Schönbuch, verbringt die Hoch-Zeit der Fasnet immer mit den Schalmeien in und um Bad Wurzach und war mit seiner Frau Petra extra für den Auftritt beim Kulturcafe einen Tag früher angereist.

Anette Binder, erklärte in ihrer Einführung zu der Bildpräsentation auf Englisch die Fasnetsbräuche hierzulande und wie die sich daran anschließende Fastenzeit damit zusammenhängt. Wissam Othman übersetzte für seine syrischen Landsleute ins Arabische. Bilder, Häser und Masken wie auch der musikalische Beitrag der Schalmeien dürfte die Flüchtlinge beeindruckt und begeistert haben, denn alle, Syrer wie Gambier wollten nach diesem Abend den großen Narrensprung miterleben.

Begeistert und beeindruckt waren auch die Riedspatzen und anderen Besucher vom musikalischen Beitrag, den die drei Gambier Lamin, Ansumana und Sheriff mit ihren Trommeln zur gelungenen Premiere des Kulturcafes beisteuerten.

Etwas schade war, dass der syrische Tanz wegen technischer Inkompatibilität ausfallen musste. Dennoch, die Organisatorinnen des Kulturcafes können diesen Abend als Erfolg verbuchen und wird ihnen Auftrieb und Inspiration geben, das Programm für das nächste Kulturcafe zu gestalten.

Bericht und Fotos von Uli Gresser

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