Klosterplatz

Bad Wurzach - Kernthema der Gemeinderatsitzung war der Baubeschluss für den Abriss des Naturschutzzentrums, der Renaturierungsmassnahmen der Wurzacher Ach und die Neugestaltung des Klosterplatzes. (Bild Stadt Bad Wurzach)

 

TOP 4: Beratung und Beschlussfassung über den Baubeschluss für den Abbruch des Naturschutzzentrums, die Renaturierung der Wurzacher Ach und die Gestaltung der Aussenanlagen bei Maria Rosengarten.

Am 08.11.2010 beauftragte der Gemeinderat das Landschaftarchitekturbüro von Gisela Stötzer aus Freiburg mit der Planung. Am 24.09.2012 wurden die Planungen der Aussenanlagen erstmals dem Gemeinderat vorgestellt, am 17.10.2012 im Rahmen einer Bürgerversammlung der Öffentlichkeit. Am 13.04.2013 fand eine Besichtigungsfahrt für Gemeinderat und Bürger statt. Die Anregungen zur Materialgestaltung, die in das Konzept eingearbeitet wurden wurden am 17.02.2014 dem Gemeinderat gemeinsam mit einer Kostenübersicht, damals über 1,837 Mio, vorgestellt. Die derzeitige Kostenkalkulation sieht Gesamtkosten von 2,6 Mio (2,3 Mio + Nebenkosten) vor. Abzüglich der beantragten Fördermittel hat die Stadt davon 1,02 Mio selbst zu tragen.

 

Gisela Stötzer stellte den aktuellen Stand der Planungen vor.

Bürgermeister Bürkle erhofft sich,  durch eine Komplettausschreibung einen günstigeren Preis zu erhalten. Weil die Stadtsanierungsförderung 2017 auslaufe, müssten die Massnahmen bis dahin fertig sein, deswegen müsse man den Baubeschluss, den Beschluss zum Abriss des Naturschutzzentrums und für die Renaturierung jetzt fassen. Die Ausschreibung solle im April erarbeitet werden und im Juni/Juli erfolgen, sodass im August mit dem Bau begonnen werden könne. Phase 1 betreffe die Renaturierung, in Phase 2 Ende 2015, Anfang 2016 sei der Klosterplatz an der Reihe und in der dritten Phase der Parkplatz und der obere Bereich.

Eine Anfrage aus einer früheren Sitzung, ob auf dem Klosterplatz ein Veranstaltungszelt aufgestellt werden könne, bejahte Bürkle. Versorgungsanschlüsse seien vorgesehen, Befestigungspunkte für eine bestimmte Zeltgröße (10m auf 40 m) würden integriert.

Gemeinderat Klaus Gropper fragte in der Diskussion an, ob die Massnahmen für 2,6 Mio € realisierbar seien, was die Architektin und Bürkle bejahten. Gemeinderat Klaus Schütt forderte ebenso wie Markus Feirle eine Deckelung der Kosten. Sowohl Stötzer als auch Bürkle halten den Kostenrahmen für realistisch. Stötzer sagte, bei einer geminsamen Ausschreibung  aller Massnahmen sei das Paket günstiger, je größer ein Paket umso besser.

Bürkle hält die Schnittstelle der einzelnen Massnahmen für das größte Teuerungsrisiko. Denn bei verschiedenen Ausschreibungen könnten unterschiedliche Unternehmen zum Zug kommen, woraus Mehrkosten resultieren könnten.

Gemeinderat Egon Rothenhäusler fragte an, ob die Renaturierungsmassnahmen auch das Bachbett mit Flora und Fauna beträfen. Er erinnerte sich mit Schrecken an die Renaturierung des Jordan: „Nach der Renaturierung war da gar nichts mehr!“ Frau Stötzer sagte, durch den Wegfall des Uferweges beim Eiscafe gebe es eine Verschiebung des Uferbereiches, durch die Verbreiterung des Uferbereichs im Kurpark ergebe sich auch eine geringere Fliessgeschwindigkeit der Ach.

Gemeinderat Armin Willburger fragte nach einem möglichen Einsparpotential, denn 2,6 Mio seien (zu) viel Geld. Insbesondere die 100 € für den Quadratmeter Natursteinpflaster erschienen ihm zu hoch. Bürkle sagte dazu: „Wir haben seit 2010 viele Varianten und alle Kosten durchgerechnet und abgewogen was Sinn macht zwischen Funktionaltät und Ästhetik.“ Deswegen komme auch ab der Schnittstelle zum Kurhaus das billigere Betonpflaster zum Einsatz. „Wenn wir merken dass wir den Kostendeckel nicht halten können, müssen wir etwas an den Strukturen ändern, zum Beispiel: der Rosengarten und die Ausgestaltung der Parkierung.“

Sorge bereitet Gemeinderat Franz Josef Maier die Breite des Durchganges zwischen Ach und Moor Extrem. Laut Planerin sei dieser mit knapp vier Meter Breite ausreichend für einen LKW oder die Feuerwehr.

Bei der Frage der Kostendeckelung auf Antrag von Klaus Schütt war sich der Rat einig. „Die Baukosten für die Gestaltung der Außenanlagen werden auf 2,647 Mio. Euro begrenzt. Die Verwaltung wird beauftragt diesen Kostenrahmen einzuhalten.“

Der Vorschlag der Verwaltung zum Baubeschluss wurde bei einer Enthaltung von Gemeinderat Willburger angenommen.

+++Flyer Architekten+++Kostenaufstellung+++Präsentation der Aussenanlage Maria Rosengarten von Frau Stötzer+++

 

Text Uli Gresser

Ihr Leserbrief zu diesem Thema

 

 

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok