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Bad Wurzach - Das 10jährige Jubiläum des von der Friedrich-Schiedel-Stiftung finanziell unterstützten Projektes Begabungsförderung am Salvatorkolleg Bad Wurzach feierte die Schule nun mit einem Tag der Begabungsförderung, mit einem Festvortrag, musikalischen Darbietungen, Podiumsdiskussion, Projekten aus der Förderung und Berichten ehemaliger Schüler. Bild: Rolf Waldvogel (Mitte) moderierte die Podiumsdiskussion mit v.l.n..r. Dr. Reinhard Dörfler, Dr. Brigitte Reuther, Alina R. Oehler und Paul Stollhof.

 

Nach der musikalischen Eröffnung durch die Schlossbläser konnte Schulleiter Pater Friedrich Emde eine illustre Schar an Gästen begrüssen, Als Vertreterin der Familie des Stiftungsgründers war die Tochter, Ursula Schiedel angereist um sich gemeinsam mit Dietrich von Buttlar und Dr. Reinhard Dörfler aus dem Stiftungsvorstand einen Überblick über die geleistete Arbeit zu verschaffen. Neben Bürgermeister Roland Bürkle war auch Alt Bürgermeister Helmuth Morczinietz gekommen, auf dessen Initiative hin die Förderung durch die Freidrich-Schiedel-Stiftung für die Begabungsförderung zustande kam.

Dietrich von Buttlar betonte in seinem Grusswort, wie sehr dem Stiftungsgründer junge Leute am Herzen lagen. Inhalt des Konzeptes mit wissenschaftlicher Begleitung, das vor etwa 13 Jahren entwickelt wurde und bei dessen offiziellen Beginn vor 10 Jahren die damalige Kultusministerin Schavan das Salvatorkolleg besuchte, sei es, den Schülern soziale Kompetenzen zu vermitteln. Bereits vor 5 Jahren, beim ersten Tag der Begabungsförderung habe er festgestellt, daß das Konzept aufgegangen sei. „Das Projekt hat Zukunft, auch wenn die Förderung einmal ausläuft." Das Projekt könne aber nur gelingen, wenn wenn Menschen dahinter stehen. Deswegen dankte er explizit der Schulleitung, den Lehrkräften und den teilnehmenden Schülern. Er zeigte sich begeistert über das was hier geschaffen worden sei und wieviel Selbstbewusstsein die Schüler ausstrahlten. „Weiter so!"

Prof. Dr. Gabriele Weigand von der PH Karlsruhe zeigte sich zu Beginn ihres Festvortrages mit dem Titel „Schule der Person" sehr begeistert über das was bisher am Salvatorkolleg geleistet wurde. Darin erklärte sie die drei Elemente jeder pädagogischen Theorie: Die Frage nach dem Menschenbild „Welches Menschenbild prägt das pädagogische Handeln?" die Frage nach dem Ziel „Welche Ziele verfolgen Erziehungs- Bildungs und Begabungsprozesse?" und die Frage nach den Wegen „Welche Methoden, Förder- und Unterstützungsformen dienen der erreichung der Ziele?" Der titelgebende Begriff des Vortrags „Person" sei ein anthropologischer Grundbegriff, dessen Definition von Artikel 1 der UN-Menschenrechtscharta zugrundeliege. „Jeder Mensch ist eine einmalige Person mit besonderen Potentialen und Begabungen". Ein zutreffendes Schlagwort, mit dem die Referentin die Zuhörer tief in das Personenbild von Herder, Kant, Herbart und Humboldt einführte.

„Persönlichkeitsbildung ist ein lebenslanger Prozess" und „Hinter Begabung und Potentialen steckt mehr dahinter als nur Leistungsvermögen". Sie lobte das Salvatorkolleg als eine hochdifferenzierte Schule. „Die Schüler bewerben sich für eine Förderung und nicht umgekehrt."

Rolf Waldvogel, Verfasser der Biografie über den Stiftungsgründer, die 2013 zum 100. Geburtstag von Friedrich Schiedel erschien, leitete die anschliessende Podiumsdiskussion mit Dr. Reinhard Dörfler, Vorsitzender des Beirates für die Begabungsförderung am Salvatorkolleg, Dr. Brigitte Reuther, frühere Elternbeiratsvorsitzende am Kolleg und jetzt einzige Vertreterin der Freien Schulen im Landeselternbeirat, Pual Stollhoff, pädagogischer Geschäftsführer des Ordensschulen Trägerverbundes, sowie Alina R. Oehler, ehemalige Schülerin (Abi 2010), die derzeit Katholische Theologie, Politikwissenschaft und Philosophie studiert, sowie paralell dazu eine Journalistenausbildung absolviert.

Dabei ging die Runde Fragen nach wie „Hat das Konzept noch Defizite" „Was hat sich in den letzten fünf Jahren geändert". „Das christliche Menschenbild, leben Schüler noch nach diesem Prinzip?"

Alina Oehler erzählte aus den Erfahrungen ihrer Schulzeit: In jedem Schuljahr wurde ein Projekt gemacht, man habe besseren Kontakt zu den Lehrer gehabt und damit mehr Inspiration erfahren.

Paul Stollhof antwortete auf die Frage, ob die Begabungsförderung auf eine staatliche Schule übertragbar sei:„Es fehlt am Wollen. Das deutsche Schulwesen ist gut finanziert, Privatschulen sind schlecht finanziert."

Nach einem kleinen Imbiss hatten die Gäste dann Gelegenheit einige Projekte näher kennenzulernen oder sich die Berichte ehemaliger Schüler über ihre Begabungs-Förderung am Salvatorkolleg anzuhören.

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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