Bad Wurzach (Kommentar)  - Die gute Nachricht vorne weg: Es sind keinerlei Konflikte aufgrund der in Bad Wurzach lebenden Flüchtlingen bekannt. Das sagte Bürgermeister Roland Bürkle in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Dabei zog Diakon Berndt Rosenthal eine erfreuliche Zwischenbilanz über seine Betreuung der Asylbewerber. Er und ein Helferkreis tragen ganz maßgeblich dazu bei, die Flüchtlinge so gut es eben nur geht in ihre neue Heimat zu integrieren.

 

Natürlich treten Probleme auf, aber diese werden gelöst. Mit Hilfe der etwa ein Dutzend ehrenamtlichen Helfern. Diese Arbeit verdient Respekt und ist überaus wertvoll. Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat sind ihnen deshalb auch sehr dankbar. Gäbe es sie nicht, müsste man sich Gedanken machen, wer die Flüchtlinge begleiten könnte. Denn es wäre falsch, diese Menschen sich selbst zu überlassen. Sie brauchen eine helfende Hand.

Radwegenetz
Ein weiteres Thema, das in dieser Gemeinderatssitzung angesprochen wurde, war das Radwegenetz im Landkreis Ravensburg. Die Stadt Bad Wurzach hat ihre Prioritätenliste erweitert und vier weitere Strecken in diesen Katalog aufgenommen. Der Gemeinderat stimmte dafür, diese Wünsche an den Landkreis weiterzugeben. Auf Kritik stößt in Bad Wurzach der Versuch andernorts Schutzstreifen für Radfahrer auf der Straße anzubringen. Dieses Experiment läuft seit einiger Zeit im Raum Leutkirch auf der Strecke zwischen Urlau und Hinznang. Dort ist die Fahrbahn auf beiden Seiten für Radler markiert. Ein Versuch, der zurecht nicht auf breite Zustimmung in der Bevölkerung stößt.
Kur-Herausforderung
Äußerst interessant in dieser Sitzung des Gemeinderats waren die Bekanntgaben durch den Bürgermeister. Roland Bürkle teilte mit, dass er am Deutschen Bädertag an der Ostsee teilgenommen hat. „Alle Kurorte kämpfen um den Kunden“, sagte der Bürgermeister. Und mit im Ring ist auch Bad Wurzach. „Die Prävention spielt eine immer größere Rolle“, ergänzte Roland Bürkle. In der Stadt am Ried weiß man also, was zu tun ist: Die Herausforderungen annehmen, besser sein als andere! Auch das ist eine Botschaft, mit der der Bürgermeister von der Ostsee zurückkehrte.

Straftaten
Erfreulich war schließlich die Mitteilung der Verwaltung, dass in diesem Jahr die Straftaten in Bad Wurzach zurückgegangen sind – im Vergleich zu 2013 um 8,49 Prozent! Bedauerlich, dass am Sitzungstag eine Meldung im Radio zu hören war, die dieses Bild etwas trübte. „Von einer Brücke in Bad Wurzach werfen Unbekannte Steine auf die Fahrbahn“, war zu hören. Durch dieses kriminelle Tun hat sich die Zahl der Straftaten in der Riedstadt erhöht. Auf 342!


Kommentar von Jürgen Spöcker

Ihr Leserbrief zu diesen Themen

 

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.