Bad Wurzach Bad Wurzach +++ Novum bei der Submission für Gipserarbeiten in Maria Rosengarten +++ Eschetriebsterben in der Stadt +++ Anfragen aus dem Gemeinderat häufen sich 

 

Novum bei der Submission für Gipserarbeiten in Maria Rosengarten

Bei der Vergabe der Gipserarbeiten für Maria Rosengarten wurde nicht wie sonst üblich, das preislich günstigste Angebot ausgewählt. Weil von seiten der Architekten Gross und Werner berechtigte Zweifel an der Seriösität des günstigsten Angebots geäussert wurden, die nach Rücksprache mit der GPA (Gemeindeprüfungsanstalt) und Juristen von diesen auch bestätigt wurden. Somit erhielt das zweitgünstigste Angebot den Zuschlag.

 

Top 4: Bauvorhaben Maria Rosengarten
Information über den Stand der baulichen Entwicklung, Kosten und Terminplan, sowie Vergabe der Gipserarbeiten

Bürgermeister Bürkle sagte in seiner Einführungsrede, man sei mit dem Zeitplan im Rückstand, was Auswirkungen auf die Aussenplanung habe. Aus förderungstechnischen Gründen gebe es nun drei Bauabschnitte.

Die Architekten Roland Gross und Carsten Werner gingen auf die jetzt aufs Innere des Gebäudes konzentrierte Bautätigkeit ein. Heizung, Lüftung Sanitär seien fertig, jetzt seien Gipser und Restaurator an der Reihe. Zu den Verzögerungen im Zeitplan meinte er: Weil das Haus jahrelang leergestanden habe und jetzt über eine Zentralheizung beheizt werde, arbeite das gesamte Gebäude: Dies sei wie eine Reise vom Nordpol an den Äquator.

Bei der Submission der Gipserarbeiten seien sie überrascht gewesen: das günstigste Angebot habe sei in 11 Positionen abgewichen, die berechnete Arbeitszeit sei um 300-400 Stunden von den anderen Angeboten abgewichen. Weil die Materialien im Angebot vorgegeben seien, habe die Firma erheblich unter Preis angeboten. Weil das historische Gebäude besondere Vorgehensweise erfordere, und die erhöhten Ansprüche an das Gewerk nicht in so kurzer Zeit geleistet werden könne, habe man sich bei der GPA erkundigt. Einhellige Meinung dort ebenso wie die eines hinzugezogenen Juristen: Die Vergabe an den zweitgünstigsten Bieter.

Stadtrat Schütt wollte wissen ob man mit dem Anbieter Kontakt aufgenommen habe. Der günstigste Anbieter habe, auf die grosse Abweichung aufmerksam gemacht, die Position nicht nachvollziehbar offengelegt, von schriftlich angeforderten 11 Positionen nur drei geliefert. Damit beständen deutliche Anzeichen, dass nicht seriös kalkuliert worden sei. „Egal wie es ausgeht, es kommt Ärger auf uns zu!" sagte Carsten Werner.

Erst nach der Abstimmung durch den Gemeinderat, der sich einstimmig für den zweitgünstigste Anbieter aussprach, wurde der Name der Fa die das zweitbeste Angebot abgegeben hatte bekannt gegeben.

Der Beschluss lautete

1. Der Stadtrat nimmt die Information bzgl. Baustand, Terminplanung und Investitionskosten zur Kenntnis.
2. Die Vergabe an die Firma Lombacher, Bad Waldsee, zum Angebotspreis von 165.342,53 € für die Gipserarbeiten wird beschlossen.

Stadtrat Kibler regte an, nach den Ferien eine führung durch Maria Rosengarten zu machen

 

 

Top 1: Fragen der Bürger
Sybille Schleweck fragte an, ob bei der Neugestaltung des Klosterplatzes und der Aussenanlagen Rosengarten die Möglichkeit zur Bewirtschaftung vorgesehen ist. Bürgermeister Roland Bürkle bejahte dies, es seien sogenannte Bewirtungssäulen vorgesehen.

Gemeinderat Armin Willburger regte an, die Tagesordnungspunkte, insbesondere bei Beschlussfassungen, eindeutiger zu formulieren.

 

Top 2: Bekanntgaben

Bürgermeister Bürkle gab bekannt, daß der gesamte Eschenbestand (in Kurpark und Ried) in Bad Wurzach durch einen einen Pilzbefall,dem sogenannten Eschentriebsterben, akut gefährdet ist. Dabei sterben die Äste sehr schnell ab und fallen ohne Warnzeichen zu Boden. Dies ziehe eine akute Gefährdung von Menschen und Verkehr nach sich.

In Absprache mit der Naturschutzbehörde habe man, im Ried die Kreisforstbehörde und im Kurpark die Stadt, Massnahmen ergriffen und versucht, die Bäume durch Zurückschneiden der Äste zu retten.

Bürkle kündigte an, daß es aus seiner Sicht keine andere Möglichkeit gibt und die grossen Eschen im Kurpark gefällt werden müssen. Dort werden entweder Eichen oder Buchen nachgepflanzt. Dies werde den Kurpark verändern. Im Ried werde nicht nachgepflanzt werden.

 

Desweiteren berichtete er von der großen Bürgerbeteiligung beim Ortsentwicklungskonzept in Unterschwarzach, wofür er dankbar sei. Die Ergebnisse würden über die Ferien aufbereitet und Im September dem Gemeinderat vorgestellt.

 

Top 5: Verschiedenes

Stadtrat Schütt fragte nach, wie sicher die im Haushalt eingestellten 400.000€ seien, die für das Gewerk des Restaurators (Vergabe im September) in Maria Rosengarten vorgesehen sind. Bürgermeister Bürkle antwortete, da die Schnittstelle zwischen Gipser und Restaurator nicht definiert sei, könne es durchaus noch zu Veränderungen kommen.

Stadtrat Willburger fragte nach, warum Freibäder und Hallenbad  auf der Allgäuseite nicht aufgeführt seien und bat darum dies zukünftig zu machen. Auf seine Anfrage, wann mit dem Haushalt 2015 zu rechnen sei erhielt er eine überraschende Antwort: Frau Reissle, die bisher bei der HH Erstellung mit federführend war, wird Stadtkämmererin in Biberach. Das habe die Aufstellung des HH um drei Monate zurückgeworfen. Reissle gehe im august , das Bewerberverfahren laufe, allerdings könne der oder die NachfolgerIn vorraussichtlich erst zum 1. Januar die Arbeit in Bad Wurzach aufnehmen.

 

Bericht von Uli Gresser

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