SPDBerlin - Der Biberacher Bundestagsabgeordnete Martin Gerster hat in Berlin eine Delegation von Obstbauern aus der Bodensee-Region getroffen, um mit Ihnen über die Folgen eines gesetzlichen Mindestlohnes von 8,50 Euro zu diskutieren.

Gemeinsam mit der Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Arbeit und Soziales Katja Mast und seinem Landesgruppenkollegen Martin Rosemann empfing Gerster den Friedrichshafener Hubert Lehle, Franz Josef Müller aus Oberkirch und Johannes Bentele aus Tettnang.

Die Landwirte schilderten den Abgeordneten ihre Bedenken zum Gesetzesvorhaben der Großen Koalition. Sie fürchten, der Mindestlohn könnte den dringend benötigten Einsatz ausländischer Erntehelfer für ihre Betriebe stark verteuern.

So herrsche in der Branche enormer Preisdruck, sodass höhere Löhne nur schwer über höhere Marktpreise abgefedert werden könnten. Deshalb befürchten die Obstbauern, nach Einführung des Mindestlohns bis zu einem Drittel ihrer Einkünfte einzubüßen. Gleichzeitig bekräftigten sie jedoch, dass die Einführung eines Mindestlohnes grundsätzlich richtig sei. Lediglich im Bereich der Erntehelfer sei eine abgewandelte Lösung notwendig.

„Ich verstehe die Sorgen der Landwirte", so Gerster: „Um den Betrieben mehr Flexibilität zu ermöglichen haben wir deshalb vereinbart, die bestehende Grenze für die sozialabgabenfreie kurzfristige Beschäftigung von 50 auf 70 Tage anzuheben."

Wie Mast, Sprecherin der SPD-Fraktionsarbeitsgruppe Arbeit und Soziales, betont sei die jetzt gefundene Lösung für die Saisonarbeitskräfte ein tragfähiger Kompromiss, der jedoch die volle Wirkung des Mindestlohns garantiert.

Pressemitteilung Martin Gerster

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