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Kißlegg - In wenigen Tagen ist es wieder soweit und die Freibäder der Region öffnen ihre Pforten. In Kißlegg bereits am kommenden Samstag, den 17. Mai 2014. Ein guter Grund, wenige Tage vor der Eröffnung, nach dem Rechten zu sehen und mit dem Leiter Darius Krzisch sowie dem Bademeister Matthew George ein Gespräch über die anstehende Badesaison zu führen.

 

Redaktion: Den ganzen Tag lang in der Sonne sitzen, bei Bedarf ins Wasser springen, hier und da ein bisschen schimpfen – Bademeister ist ein ziemlich entspannter Beruf, richtig?

Darius Krzisch: (lacht) Das sieht vielleicht für unsere Gäste so aus, meiner Ansicht nach hat dieser Beruf jedoch sehr viel mit Konzentration und Verantwortung zu tun. Wir sind hier für einen reibungslosen Ablauf verantwortlich und die Sicherheit der Badegäste spielt natürlich auch eine große Rolle. Mein Tag beginnt um sieben Uhr morgens. Zwei Stunden lang werden die Becken und Pumpen gereinigt und auch die Technik muss überprüft und vorbereitet werden. Tagsüber sind wir dann für die kleinen und großen Probleme während des Badebetriebs zuständig und natürlich auch ständige Ansprechpartner für die Gäste. Abends wird dann der kommende Tag vorbereitet, die Bestellungen aufgegeben, das Gelände gereinigt. Aber nicht falsch verstehen: Ich mache diesen Job nun seit 22 Jahren. Ich freue mich, wenn die Besucher zufrieden sind – und dafür muss dementsprechend etwas getan werden, in der Hochsaison bis zu 14 Stunden am Tag.

Matthew George: Ich möchte diesen Job auch nicht missen. Es ist ein sehr positiver Job. Schönes Umfeld, tolle Lage, viele positive und gut gelaunte Menschen.

Redaktion: Wie viele Gäste haben letztes Jahr das Strandbad Obersee besucht?

Darius Krzisch: Das müssen um die 56.000 Besucher an 102 Öffnungstagen gewesen sein. Vielleicht steht uns ja dieses Jahr ein Jahrhundertsommer wie 2003 bevor. Da hatten wir um die 92.000 Besucher. Mich würde es freuen.

Redaktion: Was hat Kißlegg, was die anderen nicht haben? Was unterscheidet das Kißlegger Strandbad von anderen Freibädern?

Darius Krzisch: Bei uns hat man die Kombination aus Badesee und Schwimmbecken – nicht jeder mag Naturbadeseen. Dann haben wir einen tollen alten Baumbestand als natürliche Schattenspender. Und natürlich bieten wir alles, was Spaß macht. Ein breites Angebot, von einem beheizten Kinderbecken für die Kleinen, bis zum Boot- und Tretbootverleih für die Größeren.

Redaktion: Gibt es Neuerungen seit der letzten Saison?

Darius Krzisch: Ja, wir überlegen eigentlich ständig im Team, was man verbessern könnte. Gerade wurde das neue Durchschreitebecken fertiggestellt. Das ist hygienischer und von der Trittsicherheit besser für die Badegäste.

Redaktion: Kurz zu den „hard facts". Wie sieht es aus bezüglich Öffnungszeiten, Wasserqualität und besonderen Preisangeboten für Familien?

Darius Krzisch: Also geöffnet haben wir offiziell täglich zwischen 9 Uhr und 19 Uhr. Die Wasserqualität ist sowohl im Becken als auch im See sehr gut. Die Wassertemperatur liegt im Sommer bei 30 Grad im Becken, der See müsste an warmen Tagen bis zu 27 Grad erreichen. Für Familien haben wir entweder die preiswerte Saisonkarte im Angebot bzw. die Tageskarte für 6 Euro.

Redaktion: Nun zu Ihnen Matthew. Sie kommen gebürtig aus Australien. Wie verschlägt es einen Australier ausgerechnet nach Kißlegg?

Matthew: (lacht) Meine Frau ist von hier. Wir sind seit 2006 verheiratet und waren bisher alle zwei Jahre hier im Urlaub. Jetzt wollen wir für länger bleiben. Das Schöne ist: Davor war ich immer als Besucher im Strandbad und habe die Zeit sehr genossen. In Australien war ich als Bademeister, Schwimmtrainer und Personal Trainer tätig. Jetzt darf ich hier als Bademeister arbeiten und kann durch den Kontakt zu den Gästen, gleich auch noch ein bisschen mein Deutsch verbessern.

Redaktion: Gibt es einen Unterschied zwischen der Tätigkeit als Bademeister in Australien und der in Deutschland?

Matthew: (lacht) Das kann ich eigentlich erst richtig nach den ersten Wochen im Job sagen. Natürlich ist die Arbeit vom Prinzip her gleich und die Abläufe sind ähnlich. Die Kultur der Gäste ist denke ich aber anders: Hier bleibt man einen ganzen Tag im Freibad, genießt den Aufenthalt. In Australien war alles mehr auf das sportliche und körperliche Training fixiert. Wenn man Genuss will, fährt man in Australien ans Meer.

Redaktion: Bleibt neben dem Job eigentlich noch Zeit, selbst den Sommer zu genießen?

Matthew: Ich denke schon. Ich bin sportlich sehr aktiv, spiele für Weingarten Wasserball, gehe ins Fitnessstudio, gehe joggen im Wald. Und natürlich verbringe ich die meiste Zeit mit meiner Frau und den Kindern.

Redaktion: Lieben Dank für das Interview und alles Gute für eine hoffentlich erfolgreiche Badesaison!

Das Strandbad Obersee hat von Samstag, 17. Mai 2014 bis Mitte September 2014 zwischen 9.00 Uhr und 19.00 Uhr geöffnet.

Pressemitteilung Gemeinde Kißlegg

 

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