Landschaftsschuetzer Bad Wurzach (Leserbrief) - Folgender Bericht wurde von der Zensur der Redaktion der Bad Wurzacher Bürger- und Gästeinformation nicht zur Veröffentlichung zugelassen. Es wäre ja auch schlimm, wenn Bad Wurzacher Bürger und Gemeinderäte auf diesem Wege nicht gefilterte Informationen erhielten. Schließlich geben sich Bad Wurzachs Bürgermeister und seine Verwaltung alle Mühe, Bürgern und Gemeinderäten die Bildung einer eigenen Meinung zu erleichtern, indem die „richtige" Meinung als Beschlussvorschlag formuliert wird.

Warum auch sollen Bad Wurzachs Bürger und Gemeinderäte Dinge wissen, die nicht in der Schwäbischen Zeitung stehen? Es sollte doch wirklich genügen, zu wissen, dass Bürgermeister und Verwaltung sich in immerwährender Sorge um unser Wohl verzehren. Zuviel zu wissen, schadet da nur – basta!

Ob unseren Lesern beim untenstehenden Beitrag auch der „lokale Bezug" fehlt, dessen angebliches Nichtvorhandensein lt. „his master´s voice" zur Ablehnung führte, mögen diese selbst entscheiden (Wo liegen eigentlich der Gottesberg, Arnach und Eintürnenberg?).

Hier der Beitrag, der lt. Herrn Tapper nicht zur Veröffentlichung geeignet ist:

Neuigkeiten
Nicht nur Windräder bei Diepoldshofen, Arnach und Hünlishofen könnten Wirklichkeit werden, viel konkreter sind die Pläne der QS-Energie GbR aus Waldbronn bei Karlsruhe, in Kooperation mit der Firma Energiequelle GmbH aus Kallinchen die Entwicklung eines Windenergiestandortes auf der Gemarkung Aichstetten voranzutreiben. Alles zum Wohle der hiesigen Bevölkerung!

Aber vielleicht können wir auch bald vom Gottesberg oder von Eintürnenberg aus den Blick auf Windparks bei Bad Schussenried, Hochdorf-Unteressendorf, Biberach-Winterreute, Ummendorf-Ringschnait sowie Berkheim Süd und Berkheim Nord richten. Diese Windparkstandorte sieht der Anhörungsentwurf des Regionalverbandes Donau/Iller in unserer näheren Umgebung vor.

Interessant sind die dortigen Mindestabstände: Wohnbebauung: Krs. Biberach 800 m, Leutk. 550 m; Mischgebiete + größere Weiler: BC 700 m, Leutk. 500 m, Einzelgehöfte BC und Leutkirch 500 m. Mit welchem Recht besitzen Gesundheit und Lebensqualität der Bürger im Krs. BC einen höheren Stellenwert als im Krs. RV?

Vom Regionalverband D./I. wurde versichert, dass es auch in Zukunft im gesamten Zuständigkeitsbereich Bayern und Baden-Württemberg nur eine einheitliche Abstandsregelung geben werde. In Bayern sollen dies zukünftig 2000 m sein.

H.-J. Schodlok

 

Hier die Begründung für die Ablehnung der Veröffentlichung:

Sehr geehrter Herr Schodlok,

bei Ihrem Bericht vom vergangenen Freitag sehen wir keinen unmittelbaren lokalen Bezug. Die Bürger- und Gästeinformation hat wie bereits mit Ihnen diskutiert nicht die Funktion, über jede mögliche Planung und Entwicklung in allen Nachbargemeinden oder gar auf großpolitischer Ebene zu berichten.

Wie wir bereits bei unserem Gespräch im März zum Ausdruck gebracht hatten, sehen wir grundsätzlich kein Problem, wenn Sie über Planungen und Anträge berichten, die unmittelbar die Gemarkung Bad Wurzach betreffen. Genauso hätten wir keine Schwierigkeiten, wenn Sie zu konkreten Veranstaltungen, Diskussionsstammtischen o.ä. einladen, die im Gemeindegebiet Bad Wurzach stattfinden.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Tapper
Stadtverwaltung Bad Wurzach
Interne Dienste, Öffentlichkeitsarbeit

 

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