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Bad Wurzach - Der Fotograf Klaus-Peter Kappest und die  in der Allgäu GmbH als Projektleiterin für die Wandertrilogie zuständige Christa Fredlmaier präsentierten im Kurhaus am Kurpark in Bad Wurzach rund 350 Gästen, zumeist Gemeinde- und Ortschaftsräte aus den beteiligten Gemeinden Bad Wurzach, Leutkirch und Kisslegg in einer beeindruckenden Multivisionsshow das Ergebnis des ehrgeizigen Projektes. Bild: Die Projektverantwortlichen von Leutkirch, Bad Wurzach und Kisslegg mit Bürgermeister bzw Bürgermeisterstellvertretern sowie Ch. Fredlmaier und dem Fotografen K.P. Kappest (rechts).

Robert Stützle, der als Stellvertreter von Bürgermeister Bürkle die Gäste begrüsste, sagte, dass Bad Wurzach als Portalort der Wandertrilogie mit dem europadiplomierten Ried, der Ausstellung Moor-Extrem und dem Torfmuseum sich gut positioniert habe. Die Marke Allgäu geniesse in der ganzen Bundesrepublik einen hohen Bekanntheitsgrad.

Der Kisslegger Bürgermeister Dieter Krattenmacher hiess Bad Wurzach offiziell im Allgäu willkommen, über dessen Beteiligung an der Wandertrilogie sich auch „Ur-Allgäuer“ Gemeinden wie Oberstdorf oder Oberstaufen freuten. Er lobte den Fotografen für seinen Blick von aussen auf die schönen Allgäulandschaften. Viele Einheimische hätten  vielleicht sogar verlernt die Schönheit der Heimat zu erkennen.

Projektleiterin Christa Fredlmaier, die mit dem Fotografen rund vier Jahre lang viele Stunden „im Dreiklang mit der Natur“ verbracht hatte, konnte eine stolze Bilanz vorweisen: An dem Projekt sind 33 Partnerstädte und -Orte beteiligt, 876 Kilometer Wanderwege verteilen sich in 51 Etappen auf 3 verschiedene Höhenlagen, die in der Wandertrilogiein Wiesengänger, Wasserläufer und Himmelsstürmer heissen. Im vergangenen März wurde auf der Tourismusmesse in Berlin das Projekt mit grossem Erfolg vorgestellt.

Der Fotograf Klaus Peter Kappest, der über einen Zeitraum von vier Jahren mit Christa Fredlmaier im Allgäu unterwegs war, interessierten neben den natürlich unheimlich beeindruckend-schönen Landschaftsbildern vor allem auch Geschichten abseits der grossen Touristenströme. In kleinen Filmeinspielern liess er die handelnden Personen selbst zu Wort kommen: Die Alphornbläserin und den Dekan, die auf einer Wiese unterhalb des Säuling-Gipfels eine Bergmesse ohne Seilbahnanschluss organisierten, zählten ebenso dazu wie der Werkleiter der Glasfabrik in Bad Wurzach, der die Herstellung von Glas und die unendliche Recycelbarkeit des Rohstoffes  erklärte. Oder wie z.B. der Almhirte frühmorgends die Rinder für die Viehscheid schmückte. Aber auch die Frage, was Indiana Jones mit dem Allgäu zu tun hat, konnte er klären: Des Filmabenteurers Haupt schmückte ein Hut aus Lindenberg.

Kappest wandelte auf den Spuren von Sebastian Kneipp ebenso wie auf jenen von Carl Hirnbein, der im 19. Jahrhundert dem Allgäu mit Berghütten und Alpwirtschaft das Tor zum Tourismus öffnete. Ob im Klostergarten oder in der Benediktinerbasilika,  ob auf den Spuren des Eisenerzabbaus am Grünten oder bei der Bergkäseherstellung auf der Alpe Mittelberg, dem Fotograf gelang es mit beeindruckenden Bildern und witzigen Kommentaren in seiner Präsentation die Vielfalt des Lebens im Allgäu darzustellen.
Einen der schönsten Momente erlebte er im Wurzacher Ried, als er am Riedsee bei der Heidekrautblüte im August den Sonnenaufgang fotografierte. Und einige der 30.000 Aufnahmen (!) die er für das Projekt gemacht hatte und die er an diesem Abend zeigte,  waren noch taufrisch: In Kisslegg fand er tags zuvor endlich noch eine blühende Löwenzahnwiese nach seinen Vorstellungen und auf dem Wachbühl bei Seibranz konnte er bei Föhn die Verbindung des Voralpenlandes mit den Alpen und damit zum Allgäu herstellen.Bei vielen der Besucher erreichte die Präsentation ihren Zweck: sie bekamen Lust aufs Wandern.

Text und Fotos: Ulrich Gresser

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Der Fotograf Klaus Peter Kappest

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Robert Stützle begrüsste als Hausherr die Gäste

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Dieter Krattenmacher (Kisslegg) sprach im Namen der Bürgermeister

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Wandertrilogie-Projektleiterin bei der Allgäu GmbH, Christa Fredlmaier

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Das Publikum war von der Präsentation begeistert

 

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