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Bad Wurzach - Der Vortragssaal im Kurhaus platzte aus allen Nähten und es waren vor allem junge Bauwillige, die sich an diesem Abend bei den Vorträgen von Baufinanzierern, Notar, Bauträgern, Projektentwickler und Liegenschaftsverwalter über ihren Traum vom Eigenheim informieren wollten. Bild: Die Referenten mit Regionalmarktleiter Berthold Natterer (g.l.) von links: Berthold Leupolz, Hermann Frey, Axel Müller, Agathe Peter und Hermann Müller.

 

Nach der Begrüßung durch den Regionalmarktleiter der Volksbank Allgäu-Oberschwaben, Berthold Natterer, eröffnete Agathe Peter den Reigen der Vorträge, mit denen die Bauwilligen sich einen kompletten Überblick darüber verschaffen konnten, was bei der Erfüllung ihrer Träume zu beachten ist.

 

Agathe Peter, Bereichsleiterin Baufinanzierungen und Geschäftsführerin der Volksbank Allgäu-Oberschwaben Immobilien GmbH, freute sich über die „überwältigende Resonanz“, die das Angebot dieses Infoabends bei den Bad Wurzacher gefunden hatte. Im Zentrum ihres Vortrages „Heimat Schaffen: Finanzierung und Fördermöglichkeiten“ stand die richtige Beratung durch die Baufinanzierer und damit verbunden die maximale Ausnutzung der vielfältigen Fördermöglichkeiten und was dabei zu beachten ist.

Vor dem Gang zum Finanzierungsberater sei es wichtig, die eigene Lebens- und Finanzsituation zu analysieren: Konkrete Pläne wie das Eigenheim einmal aussehen soll, z.B. wie groß die Familie einmal werden soll. Danach werde gemeinsam mit dem Berater der Bank eine Gesamtkostenermittlung erfolgen, eine Analyse wie hoch das Eigenkapital ist und welche monatliche Belastung das Projekt Eigenheim verträgt. Darauf aufbauend könne dann der Berater der Volksbank Allgäu-Oberschwaben die lukrativen Darlehens- und Zuschussanträge etwa bei der bundesweiten KfW-Bank oder bei der L-Bank in Baden-Württemberg stellen.

 

Notar Hermann Frey, der bis zur Auflösung des Notariats Bad Wurzach auch hier tätig war, beleuchtete in seinem Vortrag die immobilienrechtliche Seite zum Thema Bauen. Alle Immobilienverkäufe (wozu auch Bauplätze zählen) müssen notariell beurkundet werden. Frey ging darauf ein, wie Verträge vorbereitet werden, aber auch auf deren Inhalte. Er wies auf die Neutralitätspflicht des Notares hin, der in die Verträge keine wirtschaftliche Bewertung einfließen lassen dürfe. Auch die Kosten und Gebührenseite sparte er nicht aus, grundsätzlich gilt: Je teurer die Immobilie, desto höher fallen Notar- und Grundbuchgebühren aus, in der Regel liegen sie bei 1,5 bis 2 % des Kaufpreises.

 

Axel Müller, Geschäftsführer der Banktochter OSB, die als Bauträger die Projektentwicklung z.B. von Wohnanlagen und Neubauprojekten durch Planung und Koordinierung gestaltet, wies in seinem Vortrag „Obacht“ in humorvoller Weise auf die zahlreichen Fußangeln hin, die potentiellen Bauherren drohten. Regel 1: „Sie bauen für sich und nicht für ihre Nachbarn!“ Viele bedachten bei ihrem Bauwunsch nicht, dass in die Zukunftsplanung auch noch eine Vorsorge für die Familie und fürs Alter gehörten. Er riet den bauwilligen Besuchern des Infoabends, sich beim Immobilienkauf nicht unter Druck setzen zu lassen oder sich zu Impulskäufen hinreißen zu lassen. Eine gute Beratung spare Geld und Nerven.

Ebenfalls unbedingt erforderlich sei die Erstellung eines detaillierten Leistungsverzeichnisses, um bei der Einholung von Angeboten auch wirkliche Vergleichsmöglichkeiten zu erhalten. Bei der Planung von Eigenleistungen gelte es den Bauzeitplan zu beachten. Er wies auch darauf hin, dass die Gewährleistung bei Mängeln nur für von Profihandwerkern ausgeführten Arbeiten gelte.

 

Berthold Leupolz stellte in seiner Funktion als Liegenschaftsverwalter bei der Stadt Bad Wurzach im Detail die derzeit von der Stadt projektierten Baugebiete vor.  Für das Baugebiet Gottesberg II, das bereits erschlossen ist, können Bauwillige sich vom 20.02. bis 12.03.2020 um die zehn zum Festpreis zu vergebenden Bauplätze bewerben, zwei weitere werden zu einem späteren Zeitpunkt zum Höchstgebot vergeben.

Das Baugebiet „Hinter der Burg III“ in Hauerz befindet sich im Besitz der VBAO und wird von dieser auch demnächst erschlossen. Der Verkauf erfolgt vorrausichtlich ab Herbst 2020. Gemeinsam vermarkten werden Bank – die auch die Erschließung (voraussichtlich 2020) übernimmt – und Stadt das 3 ha große Baugebiet St. Leonhard in Ziegelbach. Der Verkauf erfolgt voraussichtlich ab Sommer 2021.

Im kommenden Jahr schließlich wird das Baugebiet Bühlstraße in Haidgau von der Stadt erschlossen und anschließend vermarktet. Darüber hinaus sind Baugebiete in Bad Wurzach, Arnach, Unterschwarzach und ein weiteres in Ziegelbach in Planung, für die bereits der Grunderwerb erfolgt ist. Ebenfalls ist ein weiteres Gebiet in Eintürnen in Planung.

 

Der letzte Vortrag des Abends wurde von Hermann Müller gehalten, der bei der Bank-Tochter VBAO-Projektentwicklung GmbH & Co KG für den Grunderwerb, Baurecht und Erschließung verantwortlich zeichnet. Seit über 30 Jahren ist die VBAO-Projektentwicklung als privater Erschließungsträger und zuverlässiger Partner der Gemeinden tätig. Müller erläuterte das Leistungsspektrum der VBAO-Projektentwicklung, verwies auf die zahlreichen Referenzprojekte u.a. Bad Wurzach-Reischberghöhe, Hauerz Hinter der Burg und Seibranz-Oberdorfstraße, innerhalb derer etwa 300 Baugrundstücke an Bauherren übergeben wurden. Er ging ebenso auf Details und Eigenschaften der Baugebiete ein, wie auf die Vergabekriterien der Baugrundstücke in der jeweiligen Ortschaft. Er empfahl Bauwilligen sich vorab über die Homepage der Stadt über die jeweils geltenden örtlichen Bauvorschriften zu informieren, um Planungssicherheit zu bekommen.

 

Sämtliche Vortragsredner standen den Interessierten im Anschluss an die rund zweieinhalbstündige Veranstaltung noch für individuelle Fragen zur Verfügung.

 

 

Bericht und Bilder: Ulrich Gresser

 

 

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