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Bad Wurzach - Doppelter Grund zur Freude hat das Naturschutzzentrum Wurzacher Ried: Neben der Verlängerung des Europa Diplom für das Naturschutzgebiet Wurzacher Ried liegt nun auch das neue Programmheft für Ausstellungen, Events, Vorträge und naturkundliche Führungen vor, nach Meinung des Leiters Horst Weisser wieder ein sehr gutes – und das obwohl das vergangene Jahr für das Zentrum ein Jahr des Umbruches war. Bild (v.l.n.r.): Die Macher des neuen Jahresprogrammes Horst Weisser, Sabrina Schiller, Dr. Nicole Jüngling und Valeska Ulmer.

 

„Wir hatten im vergangenen Jahr einige personelle Umstrukturierungen und Neubesetzungen auf wichtigen Stellen wie Naturpädagogik, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. Trotzdem ist es uns gelungen, ein interessantes und abwechslungsreiches Programm für dieses Jahr auf die Beine zu stellen“, freut sich Horst Weisser, Leiter des Naturschutzzentrums.

 

Inhaltlich orientiert sich das Programm wie bisher am Erhalt der Biodiversität, zu dem sich die Umweltbildungsstätte auch weiterhin verpflichtet sieht. Auch in diesem Jahr steht die Biologische Vielfalt im Vordergrund getreu dem Motto „Nur was man kennt und schätzt, schützt man auch gerne.“
Bei den rund 200 aktiv bestrittenen Veranstaltungen werde jeder – große und kleine Naturfreunde, Einzelpersonen, Gruppen und Schulklassen – auf seine Kosten kommen, glaubt Horst Weisser.

 

Bis Ende Januar ist im Gewölbegang, in dem das Naturschutzzentrum seine Wechselausstellungen präsentiert noch die Kunstausstellung „Wilde Augenblicke“ von Gabriele Haslinger aus Wangen zu sehen. Danach wird im Februar und März Walter Blum aus Unteressendorf seine Bilderausstellung „Natur – Kunst, Kunst – Natur“ zeigen. Besonders stolz ist Weisser auf das Sommerhighlight „Metamorphosen – Verschwundene Körper“, die ab 9. Juli im Naturschutzzentrum zu sehen ist. Die beiden Fotografen Laila Pregizer und Uwe Schmida arbeiten seit vielen Jahren mit den Bodypaintern Léonie Gené und Jörg Düsterwald für ihr Projekt zusammen. Gemeinsam schaffen sie einzigartige Bilder, bei denen sie Menschen durch ihre Haltung und mit Hilfe von Bodypainting in die Natur integrieren, so dass diese nahezu mit der Landschaft verschmelzen. Geplant ist für die Eröffnung am 8. Juli eine Live-Bodypaintingshow, bei der gezeigt wird wie die Werke entstehen. Zum Abschluss der Wechselausstellungen präsentieren die Textilkünstlerin Lina Andrea Dippel und der Fotograf Helmut Attinger ihre Ausstellung „Schmetterlinge in Realität und Imagination.“

 

Am 25. Juli wird auf dem Klosterplatz mit dem „Naturfilmfestival Greenscreen“ ein ganz besonderes Highlight, das sonst nur in Großstädten wie München oder Frankfurt gezeigt wird, präsentiert. Das internationale Naturfilmfestival Eckenförde ist mit seiner „GREEN SCREEN TOUR 2020“ zu Gast und zeigt im Open-Air-Kino Ausschnitte aus den besten Naturfilmen des Jahres. Umrahmt wird das Event von Führungen ins Wurzacher Ried und in die Erlebnisausstellung MOOR EXTREM sowie von einem bunten Programm für Groß und Klein rund um die Themen Natur und Biodiversität.

 

Auch zum Biologischen Kolloquium am 21. März, das vom Naturschutzzentrum gemeinsam mit dem Salvatorkolleg organisiert wird, konnte mit Prof. Dr. Josef Settele eine Koryphäe auf seinem Gebiet gewonnen werden. Das Thema lautet „Insektenschwund, Klimawandel, Artensterben – Wie steht es um unsere biologische Vielfalt?“ Beim „Oberschwäbische Naturschutztag 2020“ , der in diesem Jahr in Leutkirch stattfinden wird, bietet das Naturschutzzentrum Wurzacher Ried ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Exkursionen und einer ornithologischen Frühwanderung. Auch in diesem Jahr richtet sich das Seminar „Biodiversität beim öffentlichen Grünmanagement“ wieder an Mitarbeiter von Bauhöfen, Stadtgärtnereien und Straßenmeistereien und zeigt auf, wie nachhaltiges Grünflächenmanagement effektiv und umweltgerecht praktiziert werden kann.

 

Neben den klassischen Führungen durchs Obere und Untere Ried, zu den Torfstechern oder auf Biberspuren-Suche bietet das Naturschutzzentrum wieder Führungen mit botanischem oder ornithologischem Schwerpunkt sowie geführte Wanderungen in das Haidgauer Quellseegebiet an.
Neu im Programm ist die Führung „Morgenstund‘ hat Gold im Mund“ im März und November, bei der Naturfreunde die besondere Morgenstimmung im Ried genießen können. Stolz ist Horst Weisser auch auf seine ausgebildeten Moorführer, die mit viel Freude und Engagement dabei sind. Denn nur so seien diese Vielzahl von Führungen zu bewältigen.

 

Ganz besonders froh ist er, dass er nach dem „schwierigsten Jahr, das ich bisher mit dem Naturschutzzentrum hatte,“ allen Widrigkeiten zum Trotz mit den vielen Personalwechseln wieder eine ganz tolle Truppe zusammen hat. „Denn mit dem Weggang von Personal geht auch Wissen verloren.“ Er dankte den im vergangenen Jahr neu ins Team Gekommenen, Sabrina Schiller, Dr. Nicole Jüngling (beide Umweltbildung & Öffentlichkeitsarbeit) und der für Marketing zuständigen Valeska Ulmer für ihre grandiose Leistung.

 

Das Programm ist ab sofort im Shop von Moor Extrem kostenlos erhältich

 

 

Bericht: Ulrich Gresser

Bild: Naturschutzzentrum Bad Wurzach

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