Bad Wurzach (LLeserbrief 300.jpgeserbrief) - Vorbildlich hat sich NRWs Innenminister Herbert Reul (CDU) von der Praxis abgesetzt, bei schweren Straftaten die ethnische Herkunft der Täter zu verschweigen, obwohl sie bekannt ist. Er hat den dortigen Polizeibehörden die Weisung erteilt, dass bei allen schweren Straftaten die ethnische Zugehörigkeit der Täter oder der dringend tatverdächtigen Personen zu nennen ist. Dies aus der klaren Erkenntnis, dass der Bürger sonst das Vertrauen in den Rechtsstaat verliert, weil er sich desinformiert fühlt.

 

 

Eine weitere Gefahr, das Vertrauen des Bürgers aufs Spiel zu setzen, besteht darin, über schwere Straftaten nicht zu berichten. Aus dem Internet erfuhren Bürger aus dem westlichen württembergischen Allgäu seinerzeit von einem Sexualverbrechen aus dem Nachbarlandkreis Unterallgäu. Bei Memmingerberg wurde am 28.07.2018 eine Flugbegleiterin auf dem Weg zur Arbeitsstelle am Flughafen von einem Gambier aus dem nahegelegenen Asylbewohnerheim zum Absteigen von ihrem Fahrrad gezwungen und anschließend vergewaltigt. Der vorgenannte Gambier wurde im Februar 2019 zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 3 Monaten verurteilt. Das sind wesentliche Vorgänge, die das Sicherheitsgefühl der Menschen berühren, erst recht, wenn sie nur durch Zufall davon erfahren.

 

Welches Ausmaß schwere Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung deutscher Mädchen und Frauen zwischenzeitlich erreicht haben, lässt sich beim Abrufen der Seite „Politikversagen“ nachlesen (s. unten).

 

 

Diese ab 2016 geführte Aufstellung erhebt keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit.

In vielen Fällen kam es zwischenzeitlich auch zur Verurteilung, sofern die Täter gefasst werden konnten.
Selbstverständlich muss man die deutlich mehr als 2000 Fälle in Relation zur Anzahl der Personengruppen sehen, aus denen die Täter entstammen. Für die geschändeten Mädchen und Frauen sind statistische Überlegungen allerdings kein Trost.

 

Wie Zeitungsberichten vom 27. 11. 2019 zu entnehmen ist, hat auch MP Kretschmann nach einer Gruppenvergewaltigung im Herbst 2018 „Veränderungen im Umgang mit straffällig gewordenen jungen Männern mit Migrationshintergrund gefordert“. Ein Problem sei wohl, meinte er nach den aktuellen Ereignissen, dass die Regierungsparteien „unterschiedlich eingetiefte ideologischen Vorprägungen“ besäßen. Stelle man diesen Fakten gegenüber, löse das Widerstand, auch in seiner Partei, aus. Leider blieb unklar, was er damit meinte.

 

Diese Entwicklung führt auch zu einem Umdenken in der deutschen Bevölkerung. Welche Familie lässt heute seine minderjährige Tochter noch gerne bei Dunkelheit alleine zu einer Veranstaltung gehen? Und wenn alle diejenigen, die das alles für nicht so problematisch ansehen, ehrlich zu sich selbst sind: Welche Frau bewegt sich gerne alleine zu Fuß in der nächtlichen Stadt?

http://www.politikversagen.net/rubrik/vergewaltigung

 

Hans-Joachim Schodlok
Bad Wurzach

 

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