Kurhaus 578

Bad Wurzach - Nachdem in der letzten Woche die Betreiber des T4 in Truschwende Bernd Burkhart, Roland Ernle und Alois Jäger gemeinsam mit der Stadt Bad Wurzach eine Absichtserklärung unterschrieben haben, den Gastronomiebetrieb im Kurhaus am Kurpark übernehmen, werden die Pläne nun konkreter, wie Stadt und zukünftige Betreiber bei einem Pressegespräch erklärten.

 

 

Nach den rund drei Jahren ohne Gastronomie im Kurhaus zeigt sich natürlich Bürgermeisterin Alexandra Scherer sehr erfreut über die jüngste Entwicklung: „Der bisherige Zustand hat niemandem gefallen und war sehr unbefriedigend. Wir wollten etwas Dauerhaftes und haben dafür viele Gespräche geführt.“ Es waren von Seiten der Stadt Rahmenbedingungen gesetzt worden, die von den zukünftigen Pächtern erfüllt werden mussten. Es habe daher vieler – nicht immer ganz einfacher – Verhandlungen bedurft, aber man sei miteinander klar gekommen und erst als es spruchreif gewesen sei, an die Öffentlichkeit gegangen.

 

Roland Ernle, der gastronomische und organisatorische Fachmann unter den Gesellschaftern, begründete warum die Entscheidung Pro Kurhaus gefallen war: „ Wir konnten im T4 aus Platzmangel z. B. keine Reisebusse annehmen.“ Seitens der Gesellschafter habe man daher bereits über eine T4 Erweiterung nachgedacht. Daher sei in ihm bereits im Mai der Entschluss gereift, trotz der Skepsis seiner Mitgesellschafter wegen des Kurhauses mit der Stadt Verhandlungen aufzunehmen. Was dann auch ab dem 08. Mai geschah.

 

 

Er sei anfangs skeptisch gewesen, gab Bernd Burkhart (Alois Jäger war kurzfristig beim Pressetermin verhindert) zu. Aber nach Rücksprache mit seiner Frau von der Notwendigkeit, dass das Haus für Bad Wurzach wichtig sei, ebenfalls überzeugt gewesen. Er ist auch der Meinung, dass Roland Ernle „genau der richtige Eventmanager für das Kurhaus“ ist. „Er weiß, wie man Feste organisiert, hat viel Erfahrung und kann mit den Leuten umgehen.“ Und er habe viele Ideen und den Bekanntenkreis, um „coole Veranstaltungen“ nach Bad Wurzach zu holen.

 

Für Ernle ergibt sich, wie für Bürgermeisterin Scherer eine Win-Win Situation: Man sei zwar noch auf Personalsuche, aber er sei z.B. – positiv – erschrocken gewesen, als er vier Bewerbungen von Köchen auf dem Schreibtisch liegen hatte. Wie wichtig gute Köche sind habe man im T4, wo man jetzt wieder zwei sehr gute Köche habe, erfahren müssen. Bernd Burkhart sieht mit der Übernahme des Kurhauses auch eine bessere Auslastung des Personales insgesamt gegeben.

 

Wichtig ist für Bürgermeisterin Scherer das Angebot eines Mittagstisches. Und weil das Kurhaus bisher einen sehr guten Ruf bei der Qualität von Kuchen und Torten besaß, unterstützte die Stadt die zukünftigen Betreiber bei der Suche nach einem geeigneten Konditor. Interessenten könnten sich unter kurhaus-badwurzach@web.de melden, erster Ansprechpartner wird dann Roland Ernle sein.

 

 

Roland Ernle sieht die geplanten Öffnungszeiten von 11-18 Uhr erst einmal als Orientierungspunkt. Die Nachfrage werde das Angebot regeln. Wenn es um 18 Uhr noch voll ist, werden wir natürlich niemanden wegschicken.“ Im Frühjahr und Sommer plane man auch Themenabende. Und beim Stadtfest möchte Ernle auch den jungen Leuten wieder etwas bieten, ähnlich wie zuvor DJ Shorty.

 

Dezernent Frank Högerle erklärte, mit Maria Rosengarten, dem Klosterplatz und dem zukünftigen Hallenbad am Grünen Hügel wuchs bzw. wachse nun rund um das Kurhaus eine für die Gastronomie im Kurhaus eine fruchtbare Umgebung.

 

Bürgermeisterin Scherer legt auch Wert auf die Feststellung, dass die Stadt auch während des Leerstandes immer für den Unterhalt des Gebäudes gesorgt habe.„Aber natürlich werden wir jetzt konkret z.B. in die energetische Gebäudesanierung investieren.“

 

In der nächsten Zeit sollen noch Detailfragen geklärt werden. Der endgültige Pachtvertrag soll – nach der Freigabe durch den Gemeinderat – in den nächsten Wochen noch unterschrieben werden. „Den regulären Betrieb des Restaurants wollen wir ab dem 07. Januar 2020 aufnehmen“, so Ernle. Als „Testläufe“ und auch um die Abläufe im Haus besser kennenzulernen, werden die Betreiber des T4 aber bereits in diesem Jahr einige Veranstaltungen im Kurhaus, im Saal und den Veranstaltungsräumen ausrichten.

Die Vorstellungen der Stadt seien sehr gut erfüllt, erklärt Bürgermeisterin Scherer. „Beide Seiten sind überzeugt, dass wir etwas sehr gutes machen, auch wenn die Verhandlungen nicht immer ganz einfach waren.“

 


Bericht und Bilder Uli Gresser

 

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