04brassband stverenaBad Wurzach - Die Brass Band Oberschwaben Allgäu gastierte mit ihrem neuen Herbstprogramm zu einem Kirchenkonzert in St. Verena in Bad Wurzach und wusste dabei die Zuhörer zu begeistern.

 

 

Seit diesem Sommer wird das Ensemble vom Schweizer Dirigenten Andreas Koller geleitet. Im Jahre 1992 gegründet, gilt die Brass Band Oberschwaben-Allgäu als Seniorin der Deutschen Brass Szene und ist dabei nie müde geworden, den authentischen Brass Bandsound in Süddeutschland zu verbreiten. Eben dieser Sound ist geprägt von majestätischen Einleitungen, rhythmisch gestalteten Abschnitten mit stark differenzierter Dynamik, offenen Solostellen, das virtuose Laufwerk durch alle Stimmen und Register, die kraftvollen Schlusssteigerungen ließen dabei ein ums andere Mal die Kirchenbänke vibrieren.

Auf dem Programm dieses Kirchenkonzertes standen sowohl Werke altbekannter Meister als auch Originalkompositionen für Brass Band. Den Auftakt machte die Brass Band mit dem Brass-Original „Remointze“ des Schweizer Ludovic Neurohr, das alle Elemente einer modernen Brass-Komposition aufwies, vom getragenen Cornetsolo in Pianissimo bis zum stürmisch anschwellenden Fortissimo des gesamten Orchesters. Weiter ging es mit dem Crown Imperial, dem durch die zahlreichen Schlagwerkpassagen ausgesprochen pathetisch daherkommenden Krönungsmarsch des englischen Komponisten William Walton. Dieser hatte ihn ursprünglich für die Krönung von Edward VII zur Krönung komponiert und dann, weil dieser kurz zuvor auf die Krone verzichtet hatte, stattdessen bei der Krönung von George VI zum englischen König im Jahre 1937 uraufgeführt wurde. Mit Pie Jesu, geschrieben vom für seine Musical bekannten englischen Komponisten Andrew Lloyd Webber, nahm Dirigent Andreas Koller ein Requiem ins Programm der Brass Band auf. Webber hatte es für seinen 1982 verstorbenen Vater geschrieben.

Riften Wed, der amerikanischen Komponistin Julie Giroux ist ein 2013 erschienenes, in getragener Grundstimmung gestaltetes Konzertwerk für Blasorchester. Ganz anders dagegen das Finale der Rossini-Oper Wilhelm Tell, auch „Marsch der Schweizer Soldaten“ genannt. Dieser, wohl eines der bekanntesten Stücke von Rossini, ließ mit seinem irrwitzigen Tempo und seinen anschwellenden Läufen die Kirche „erzittern“.

Nimrod aus Edward Elgars Enigma-Variationen brachte für Musiker und Publikum einen kurzen Augenblick des Durchatmens, ehe mit „Shine as the Light“ des englischen Brass Band-Komponisten Peter Graham zum Finale des Konzertes ein weiterer Brass Band Leckerbissen folgte. Denn für manchen fachkundigen Besucher zählte nur die für Brass Band geschriebene Originalliteratur. Denn bei für Brass um arrangierten Stücken, wenn z.B. eine Geigenstimme vom Cornet übernommen wird, vermissen die Brass Anhängern die Seele.

Es war ein ausgesprochen abwechslungsreiches Konzert, das Dirigent Andreas Koller mit der Brass Band Oberschwaben-Allgäu einstudiert hatte, das auch einige Zuschauer mehr verdient gehabt hätte.

 

 

Text und Bilder von Uli Gresser

 

 

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