stadt bad wurzach natuerlichBad Wurzach - Die viele Jahren in Wangen wohnhafte ehemalige Bad Wurzacher Bürgerin Martha Ehrmann hat nach ihrem Tod im Dezember 2018 insgesamt acht Institutionen, Kirchengemeinden und Stiftungen jeweils ein großzügiges Vermächtnis hinterlassen.

 

Neben verschiedenen Einrichtungen in Wangen wurden vor Ort die Stadt sowie die katholischen Kirchengemeinden Bad Wurzach und Ziegelbach von der Verstorbenen mit bedacht. Testamentsvollstrecker ist der ehemalige Hauptamtsleiter der Stadt Bad Wurzach Jürgen Schumacher.

 

„Martha Ehrmann hat sich zeitlebens für die Gemeinschaft und ihre Mitmenschen eingesetzt“ berichten Bürgermeisterin Alexandra Scherer, Stadtpfarrer Stefan Maier und Pfarrer Paul Notz übereinstimmend aus Gesprächen mit dem Testamentsvollstrecker sowie Informationen aus dem Umfeld der Verstorbenen. Die 1928 mit Mädchennamen Butscher geborene Martha Ehrmann stammte aus Bad Wurzach, wo sie zunächst auf dem elterlichen Hof und ab 1955 im Rathaus von Ziegelbach als Verwaltungsangestellte unter ihrem eigenen Vater als Bürgermeister arbeitete.

 

In Bad Wurzach war Martha Ehrmann lange Jahre Mitglied im Liederkranz und später Gründungsmitglied des Wandervereins. Auch nach ihrem Wegzug nach Wangen im Jahr 1974, als sie ihren Mann Fritz Ehrmann heiratete, hielt sie stets enge Verbindung in ihre Heimatstadt und besuchte nicht nur die Liederkranzkonzerte sondern beispielsweise auch das Heilig-Blut-Fest regelmäßig wie Testamentsvollstrecker Jürgen Schumacher feststellt.

Martha Ehrmann war laut den Schilderungen ihrer Wegbegleiter fromm, naturverbunden, aber auch den Menschen zugewandt und sozial engagiert. So engagierte sie sich nach dem Wegzug auch in ihrem neuen Heimatort Wangen vielfach beispielsweise in der Nachbarschaftshilfe, der Hospiz oder für leukämiekranke Kinder. „Sie hat einfach immer geholfen, wie sie konnte“.

 

Martha Ehrmann war einziges Kind ihrer Eltern und hatte selber keine Kinder. Weil sie sehr sparsam lebte, hat sie ein sehr ansehnliches Vermögen hinterlassen und verschiedene Einrichtungen damit bedacht, beispielsweise die katholischen Kirchengemeinden Bad Wurzach und Ziegelbach. In Bad Wurzach soll dieses Geld gemäß dem Wunsch der Verstorbenen mit für den Erhalt der Kirche auf dem Gottesberg verwendet werden.

 

Aus einem weiteren Teil des Nachlasses wurde die Stadt Bad Wurzach bedacht, wo die entsprechenden Vermögenswerte laut Testament in geeigneter Form für kranke, behinderte oder hilfsbedürftige Kinder bzw. Jugendliche, die in Bad Wurzach leben oder aus Bad Wurzach stammen, eingesetzt werden sollen. Da das Erbe auch Immobilien umfasst, wird der nähere Wert derzeit noch ermittelt. „Mittelfristig werden wir hier einen dem Testament entsprechenden Verwendungszweck noch näher festlegen“, so Bürgermeisterin Scherer. Hierzu seien aber zunächst noch verschiedene Fragen intern zu klären.

 

Geregelt ist im Testament auch die Grabpflege, die die Stadt Bad Wurzach übernehmen wird. Bürgermeisterin Scherer, Pfarrer Maier und Pfarrer Notz erklärten übereinstimmend, dass sie gerne dem Willen aus den unerwarteten Zuwendungen nachkommen werden. „Es freut uns, dass Frau Ehrmann sich so verbunden zu ihrem Heimatort auch über den Tod hinaus gezeigt hat. Wir werden sie entsprechend in ehrender Erinnerung behalten.“

 

 

Pressemitteilung der Stadt Bad Wurzach

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