08besichtigung hallenbad

Bad Wurzach - Rund 50 interessierte Bürger waren neben den Mitgliedern von Verwaltung und Gemeinderat der Einladung von Stadtbaumeister Matthäus Rude und Bürgermeisterin Alexandra Scherer gefolgt, sich von Architekt Wolfgang Gollwitzer über den Baufortschritt beim derzeit größten Bauprojekt der Stadt, dem Hallenbadneubau am Grünen Hügel, informieren zu lassen. Bild: Die Besuchergruppe wurde von Architekt Wolfgang Gollwitzer (ganz rechts) mit Mikrofon über den Baufortgang beim neuen Hallenbad informiert.

 

Bürgermeisterin Alexandra Scherer freute sich beim Treffpunkt an der Baustelleneinfahrt, dass neben den Gemeinderäten so viele interessierte Bürger der Einladung der Verwaltung zur Besichtigung gefolgt waren.

Wenn man die Baustelle vor zweieinhalb Monaten gesehen hat – damals war in der Baugrube nur ein riesiger Kieshaufen zu sehen – dann waren die Baufortschritte bis zur jetzigen Besichtigung enorm. Architekt Wolfgang Gollwitzer musste zwar einen gewissen Zeitverzug konstatieren, dennoch hofft er, dass bis Ende 2019 das Dach auf dem Rohbau ist und die Fertigstellung Ende 2020 erfolgen kann. Derzeit ist bereits die Betonschale und -gründung für das Kinderbecken und das 25 Meter Hauptbecken mit seiner Wassertiefe von 80 - 180 cm sichtbar.

 

Ebenfalls wächst der derzeit noch wie ein Turm wirkende Technikkomplex in die Höhe. Der Architekt verwies bei dem Rundgang um das fünfeckige Gebäude darauf, dass durch südliche Ausrichtung und die große Glasfront das Gebäude fast den ganzen Tag Tageslicht erhalte. Durch die besonders große Fensterfläche haben die Besucher einen tollen Blick auf Ried und Stadt. Auf der westlichen Seite des Bades ist eine Liegewiese vorgesehen.

 

Rund 40% der Bausumme verschlingt die Technik des Bades. Gut zu erkennen ist bereits der Schacht der Nottreppe vom Blockheizkraftwerk im Keller. „Aufgrund neuer EU-Richtlinien nimmt der Technikbereich immer mehr Platz ein wie früher, “ berichtete Gollwitzer bei seiner Führung. Aber: „Die warme Luft aus der Halle wird per Umwälzpumpe zur Wärmerückgewinnung verwendet.“

Bürgermeisterin Scherer erklärte auf die Frage nach der Energiequelle des Bades: „Es wird ein Blockheizkraftwerk eingebaut. “ Die ursprünglich vorgesehene Heizung über das Nahwärmenetz mittels der Abluft der Glasfabrik konnte nicht realisiert werden, weil dies erst noch in der Entwicklungsphase ist. „Wir mussten jedoch jetzt vergeben, aber haben damit die Option.“

 

Eine Gastronomie wird es im neuen Bad nicht geben, ein Dampfbad jedoch sehr wohl, gab Gollwitzer auf entsprechende Anfragen bekannt. Eine weitere Frage aus den Reihen der Bürger betraf die enorme Kiesmenge, die in den letzten Monaten als Basis für den Bau auf dem Gelände verdichtet werden musste. „In Schichten von jeweils 30cm mussten Unebenheiten im Untergrund ausgeglichen werden, um spätere Schäden am Bau zu verhindern, “ erläuterte Gollwitzer die Schwierigkeiten bei der Baugründung.

 

Nach Klärung mit der Förderstelle habe man auf „Kunst am Bau“ verzichtet, sagte die Bürgermeisterin zu einer entsprechenden Bürgerfrage. Auf die Frage wie viele Parkplätze es direkt beim Bad geben werde, sagte Gollwitzer: „Nur die baurechtlich vorgeschriebenen,“ und verwies auf den nahen Parkplatz beim Kurhaus. Ob es von dort dann einen direkten Weg zum Bad geben werde, wollte ein Bürger wissen. „Schau mer mal“ war die salomonische Antwort von Stadtbaumeister Rude.

 

Es werde weitere Führungen geben, kündigte Bürgermeisterin Scherer zum Abschluss der Führung an. „Wir wollen ein so großes Bauprojekt den Bürgern nahebringen.“

 

 

Bericht und Bilder: Ulrich Gresser

 

 

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