06mobitagBad Wurzach - Der Vorsitzende des Stadtseniorenrates, Heinrich Stauß, der gemeinsam mit Ute Ehrmann vom Busunternehmen Ehrmann Reisen diesen ersten Mobilitätstag auf dem Klosterplatz initiiert hatte sich sicher ein wenig mehr Publikumszuspruch gewünscht.

 

 

Dafür konnte er und seine Mitstreiter um einen besseren Öffentlichen Nahverkehr von und nach Bad Wurzach, insbesondere auch für Senioren über die Unterstützung von Bürgermeisterin Alexandra Scherer und der Gemeinderätin Gisela Brodd freuen. Heinrich Stauß tritt entschieden für mehr ÖNPV ein, denn seiner Meinung nach hilft dieser, den Autoverkehr zu reduzieren und damit auch die Zahl der Unfälle zu reduzieren. „Jeder Einzelne kann aber durch die Nutzung des ÖNPV seinen Teil zum Klimaschutz beitragen.“


Ute Ehrmann verspricht vor allem den älteren Fahrgästen, dass in den nächsten Jahren die Busflotte ihres Unternehmens immer mehr auf Niederflurbusse für den barrierefreien Einstieg umgerüstet wird. Auch die Kommunen sind per Gesetz gefordert, innerhalb eines gewissen Zeitrahmens die Haltestellen barrierefrei zu gestalten.


Heinrich Stauß ist der Meinung, dass das derzeitige Angebot des ÖNPV in der Region durchaus in der Lage ist, viele Fahrten mit dem Auto zu ersetzen. Und auch Ute Ehrmann ist der Ansicht, dass noch viel Unwissenheit über die tatsächlichen Möglichkeiten des ÖNPV besteht. Um dies näher zu erläutern, hatte Ralf Hofmeister von Ehrmann Reisen eine Powerpoint Präsentation erstellt, anhand derer er Fahrpläne und Tarife erläutern konnte. Um die Möglichkeiten eines modernen Niederflurbusses aufzuzeigen, konnten die Besucher vor Ort einen solchen besichtigen.


Für den Verkehrsverbund Bodensee-Oberschwaben (Bodo), für den Ehrmann viele Linien in der Umgebung betreibt, nahm an diesem Sonntagnachmittag Guthild-Schulte-Hoppe die Anregungen und Kritiken entgegen. Und letztere gab es durchaus. Da erläuterte ein Ehepaar, bei dem der Ehemann kurz vor der Rente steht, das es sonntags gerne auf das Auto verzichten möchte und stattdessen lieber mit Bus- und Bahn zur Radtour an den Bodensee fahren möchte.


Es erzählte von den unterschiedlichen Erfahrungen mit Busfahrern, was die Mitnahme ihrer Räder angeht: Während der eine sie problemlos mitnahm, ließ ein anderer sie – ohne auch nur mit ihnen zu reden und zu erklären, warum er sie nicht mitnehmen könne – einfach an der Haltestelle stehen. Kritik richtet das Ehepaar aber auch an die Bushersteller, die in ihren Bussen für diese Kombination Bus/Rad nicht genügend Platz vorsehen.


Ein Ehepaar aus Mennisweiler bedauerte, dass ihre Ortschaft, in der es viele Senioren gibt, von den Buslinien links oder rechts „liegengelassen werde “. Ein weiterer Kritikpunkt richtet sich gegen die Tarife. Selbst das Angebot 63plus von Bodo sei für Menschen, die am Existenzminimum leben, noch zu teuer, erklärt eine Rentnerin, der es auch um Teilhabe geht.


Besucher des Mobilitätstages konnten sich an einem Preisausschreiben mit Fragen zum ÖNPV in der Region beteiligen, bei dem es drei Gutscheine für Ehrmann Tagesreisen, etwa zum Weihnachtsmarkt in Cannobbio am Lago Maggiore oder zur Landesgartenschau in Überlingen 2020 zu gewinnen gab.




Bericht und Bilder Ulrich Gresser


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