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Bad Wurzach - Im Rahmen des Dirigententages des Kreisverbandes bekamen rund 30 Dirigenten und Registerstimmführer, die vorhaben bei Wertungsspielen als Juror tätig zu werden, im Probenlokal der Stadtkapelle Bad Wurzach die Gelegenheit, sich unter Anleitung hochrangiger Dozenten mit den Wertungsspielkriterien intensiv zu befassen. Die organisatorische Leitung dafür lag in den Händen von Kreisverbandsdirigent Markus Frankenhauser, die Dirigentin der Stadtkapelle Petra Springer fungierte als Ansprechpartnerin des gastgebenden Musikvereines. Bild: v.l.n.r.Landesmusikdirektor Bruno Seitz, Prof. Bernd Biffar und Klaus Wachter bei der Manöverkritik nach den Stundenchorproben.

 

 

Mit Landesmusikdirektor Bruno Seitz vom Blasmusikverband Baden-Württemberg (BBW) und Prof. Bernd Biffar (verantwortlich im BVBW für den Bereich Wertungsspiel) übernahmen zwei ausgewiesene Fachleute die Schulung der Dirigenten und interessierten Musiker bei diesem eintägigen Seminar.

 

 

Am Vormittag stellten die Dozenten die Bewertungskriterien, wie z.B. Intonation, Klangqualität, Phrasierung, Rhythmus, Dynamik oder Tempo. Aber auch, ob die Stückauswahl zu Besetzung und Leistungsfähigkeit des Orchesters passt. Insgesamt wurden 10 Hauptbewertungskriterien und ihre Unterkategorien behandelt. Ebenfalls angesprochen wurden allgemeine Aspekte, wie Über- und Unterforderung des Orchesters, aber auch die zeitliche Relation der Probenarbeiten für ein Wertungsspielstück im Vergleich zu einem Stundenchorstück.

 

 

Genau ein solches Stück übte die Musikkapelle Haidgau mit ihrem Dirigenten Klaus Wachter am Nachmittag als Lehrorchester ein. Beim Stundenchor erhält die Kapelle die Noten eines ihr unbekannten Stückes eine Stunde vor der Aufführung und soll dieses innerhalb dieser 60 Minuten zur Aufführungsreife bringen. An diesem Nachmittag bekamen Musiker und Seminarteilnehmer die Partitur von „Desert Dances“ von Philip Sparke, einem in der konzertanten Blasmusik gerne gespielten englischen Komponisten, ausgehändigt. Das Stück ist eine frischverlegte Neuerscheinung, somit den Musikern und Dirigenten noch nicht bekannt.

 

Ein Stundenchorstück kann beim Wertungsspiel anstelle eines Pflichtstückes direkt vor Ort eingeübt werden. Wobei eine gewisse Zeittoleranz durchaus üblich sei, erklärte LMD Bruno Seitz vorab. Um problematische Spielzeiten von Stundenchorstücken von 8-10 Minuten zu vermeiden, habe der Verband die Musikverlage angeschrieben, sich bei der Spieldauer von Stundenchorstücken auf 6-7 Minuten zu beschränken, sagte Seitz, ehe die Noten an die Musiker verteilt wurden und Klaus Wachter mit den Proben loslegen konnte.

Die ersten Minuten gehörten jedoch dem Notenlesen, besonders heikle Passagen wurden markiert, ehe das Orchester die erste Note spielte.

 

Beim Feedback der Dirigenten nach der von den Musikern gut genutzten Stunde kam zuerst Lob von Horst Dölle, dem Bezirksvorsitzenden des Bezirks Schussen: „Mit dieser Kapelle tät ich auch einen Stundenchor wagen.“ Denn Potential und gute Intonation sei im Orchester vorhanden. Lob kam auch vom Dirigenten des MV Schloss Zeil, Karl-Heinz Diepolder, dem die ruhige Herangehensweise von Klaus Wachter sehr gut gefallen hatte.

 

Ein wenig Kritik kam vom Landesmusikdirektor, der Wachter riet, als Dirigent weniger zu machen, weil dieser einen schwierigen Übergang zu häufig proben ließ. „Ich hätte mehr Wert aufs musikalische gelegt, nicht so viel an der Technik gearbeitet.“

 

Auch Prof. Biffar hatte Kritikpunkte anzumerken: „Der Dirigent sagt nur einmal an,“ bemängelte er die teilweise zu geringe Konzentration der Musiker. Aber: „Bei Abriss hätten die Musiker sehr schnell aufgehört, was beileibe nicht selbstverständlich sei.

 

Bei der Punktevergabe waren sich Dozenten und die Mehrzahl von Musikern und angehenden Juroren ziemlich einig, die meisten hätten für den Vortrag eine Bewertung mit 85-90 Punkten vergeben, also sehr nahe bei den 88 Punkten die Landesmusikdirektor Bruno Seitz und Prof. Bernd Biffar vergeben hätten.

Markus Frankenhauser zeigte sich in seinem Schlusswort stolz, dass soviele Interessierte gekommen waren und lobte das gute Miteinander während dieses Seminartages.

 

 

Text und Bilder von Uli Gresser

 

 

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