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Bad Wurzach - Als sie an diesem Sonntagmorgen nach ihren derzeit voller Äpfel hängenden beiden Obstbäumen sehen wollte, erwartete sie eine sehr unerfreuliche Überraschung: Ein Biber hatte an dem achseitig gelegenen Gartentürchen im Jägerzaunstil mit seinen scharfen Zähnen mächtig gewütet.

 

Vermutlich wollte das Nagetier sich Zugriff auf die beiden Obstbäume zu verschaffen. Um diese fürchtet die Gartenbesitzerin nun, zumal die Biberattacke nicht die erste auf das kleine Gärtchen am Espenweg war. Denn bereits vor einigen Jahren hatte ebenfalls ein Biber dasselbe Türchen stark in Mitleidenschaft gezogen. Damals hatte der Neffe der Grundstückseigentümerin das Törchen mit einer Hartholzplatte gerichtet, die allerdings dem neuerlichen Angriff nun genauso zum Opfer fiel wie damals das Originaltürchen.

 

Der Leiter des Naturschutzzentrums, Horst Weisser, hatte der Gartenbesitzerin damals kaum Hoffnung auf Entschädigung in irgendeiner Form machen können. „Vielleicht schmeckt ihm ja das Plastik jetzt nicht, “ hoffte der Neffe, als er mit einer Kunststoffplatte am Sonntagnachmittag den erneuten Biberverbiss richtete, um damit die beiden Obstbäume, die „in ihren besten Jahren stehen“ zu schützen.

 

Eine Nachfrage beim Naturschutzzentrum ergab, dass für Biber auch Obst und Gemüse ganz besondere Leckerbissen sind. Denn anscheinend hat der verführerische Duft der reifen Früchte das Nagetier zu der Vandalismusaktion am Gartentürchen getrieben. Dr. Nicole Jüngling und Sabrina Schiller raten von Biberverbiss betroffenen oder bedrohten Gartenbesitzer, im Landratsamt bei der Naturschutzbehörde nach sogenannten „Drahthosen“ für ihre Obstbäume zu fragen, um ihre wertvollen Obstbäume damit zu schützen.

 

 

Bericht und Bilder: Ulrich Gresser

 

 

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