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Bad Wurzach - Es war alles für ein schönes Fest vorbereitet: Die Torfbahnfahrer hatten ihre Züge für die traditionelle Torfwerkshockete schon am Vorabend bereitgestellt. Dann am frühen Sonntagmorgen der Schock: Vandalen hatten in der Nacht die Loks kurzgeschlossen und die Waggons zum teil schwer beschädigt. Bild: Einer der beschädigten Waggons

 

Als am Sonntagmorgen die ersten Bähnlesfahrer zum Torfmuseum kamen, waren sie echt schockiert: Anstatt beim Bahnsteig beim Torfmuseum mussten sie ihre Waggons fast auf der ganzen Strecke zum Haidgauer Torfwerk neben den Gleisen einsammeln, drei von ihnen sogar derart ramponiert, dass sie nicht mehr benutzt werden konnten. Dennoch schafften es die vielen Helfer, von denen viele schon lange im Rentenalter sind, bis zum Beginn der Hockete die Waggons einzusammeln und wenigstens wieder aufs Abstellgleis zu stellen.


Die Fahrten zum Torfwerk hinaus mussten sie auf einem Zug mit drei einsatzfähigen Waggons und einem Kurzzug mit einem Waggon erledigen. Auch vor dem Tor zum Haidgauer Torfwerk machten die Chaoten nicht halt: Inspiriert von amerikanischen Filmen fuhren sie mit einer Lok gegen das Holztor, um ihre Zerstörungswut auch im Inneren des Torfwerkes fortsetzen zu können.


Dass es sich bei den Zerstörungen um keine dummen Jungenstreiche handelt, zeigten die Zerstörungen an den Waggons, die bereits aus den Gleisen gesprungen noch einmal extra mit den Loks angefahren wurden.
Die herbeigerufene Polizei ermittelt inzwischen wegen scherer Sachbeschädigung. Und es waren nicht die einzigen Beschädigungen: auch beim Tennisclubheim waren die Chaoten in dieser Nacht zugange. Zeugen, die in dieser Nacht im Bereich der Harrry-Wiegand-Straße etwas Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten sich bei der Polizei zu melden.


Auch Bürgermeisterin Alexandra Scherer zeigte sich tief betroffen von den Vorkommnissen dieser Nacht. Und auch viele der jüngeren Mitglieder des Heimatvereines befürchteten, dass die Vorkommnisse dieser Nacht der Motivation der Bähnlesfahrer einen Knacks versetzen könnte.


Trotz des Vandalismus an ihrem Fuhrpark zogen die Bähnlesfahrer um Winfried Vincon vom Heimatverein Wurzen schweren Herzens die Hockete durch. Im Torfstadel musizierte Rosl Grösser und versuchte damit die getrübte Stimmung ein wenig aufzuhellen. Auch die Helfer hinter dem Tresen versuchten den Gästen den Aufenthalt mit dem berühmten Torfarbeiteressen – Saurer Backsteinkäse mit Quark und Kartoffeln – aber auch mit Steak, Bratwurst oder Pommes sowie kalten Getränken so angenehm wie möglich zu machen.


Die Fahrten ins ehemalige Torfabbaugebiet, das Herzstück der Torfwerkshockete wurden – im eingeschränkten Rahmen – dennoch durchgeführt.




Bericht und Bilder Ulrich Gresser


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