MG 9561Bad Wurzach - Bunte Regenschirme prägten das Bild beim diesjährigen Pontifikalamt, dem liturgischen Herzen des Heiligblutfestes in Bad Wurzach, als der Beuroner Erzabt Tutilo Burger seine Festpredigt hielt. Bild: Mit den beiden Primizianten Michael Schönball und Thomas Kley voraus trug Erzabt Tutilo Burger die Reliquie von der Segnungsstelle der zweiten Abteilung der Reiterprozession hinauf zur Gottesbergkirche, wo das Pontifikalamt stattfand.

 

Der Erzabt feierte mit den Festgottesdienst gemeinsam mit vielen Geistlichen u.a. Elmar Morein, der letzte Primiziant in der Stadt bevor Thomas Kley und Michael Schönball am vergangenen Sonntag in St. Verena ihren ersten Gottesdienst feiern durften. Dazu die Salvatorianer Patres, Stadtpfarrer Stefan Maier und sein Vorgänger Norbert Wahl sowie viele Priester, welche die Prozession mitgeritten waren.

 

 

Zuvor hatte Tutilo Burger am Morgen die erste Abteilung der Reiterprozession beim Altar vor dem Schloss und nach der Rückkehr der zweiten Abteilung der Prozession beim Gottesberg mit der Heiligblutreliquie den Segen gespendet.

 

Die Musikkapelle Hauerz geleitete den Weihbischof unter dem Baldachin die Heiligblutreliquie tragend hinauf zum großen Zeltdach vor der Wallfahrtskirche. Seine beiden Konzelebranten, die beiden Neupriester Thomas Kley und Michael Schönball, hatten während der Prozession durch die Fluren vom Heiligblutwagen aus mit der Reliquie den Segen gespendet. Superior Pater Konrad Werder, der viele Jahre selbst bei der Blutreitergruppe Leupolz mitgeritten war, hatte als Neu-Superior, nachdem die Stadtkapelle mit „Da berühren sich Himmel und Erde“ und dem Heilig-Blut-Lied das Pontifikalamt musikalisch eröffnet hatte, eine große Begrüßungsliste abzuarbeiten. Denn neben zahlreichen politischen Ehrengästen sowie seiner Durchlaucht Fürst Erich von Waldburg-Zeil konnte er zahlreiche, Landräte und Bürgermeister, u.a. die Bad Wurzacher Bürgermeisterin Alexandra Scherer begrüßen. Bereits zum zwölften Mal hatte eine Gruppe von Pilgern aus Nürtingen seit Sonntag zu Fuß den Weg zum Bad Wurzacher Heiligblutfest zurückgelegt. Mit den weitesten Weg hatten Pilger aus dem Saarland und dem Hunsrück auf sich genommen.

 

 

Erzabt Tutilo Burger eröffnete seine Predigt mit einem Lob an die Organisatoren: „Dieser Tag ist keine Oberschwäbische Pferdeschau, denn dieser Tag ist mehr wert: er ist ein festliches Glaubenszeugnis.“ Der Apostel Johannes legt Zeugnis ab, wenn er sagt: „Sie werden auf den Blicken den sie durchbohrt haben!“ daher steht das Blut Christi im Mittelpunkt des Festes. Die Prozession sei ein Triumphzug der Freude über seine Erlösung. Oder wie der Apostel Paulus es sagt: „Tod wo ist dein Sieg, wo ist dein Stachel?“

 

Für die Gläubigen sei es eine Aufgabe, ja Pflicht, Religion nicht vom Alltag zu trennen. Die Spaltung zwischen Glaube und Alltag sei eine schwere Verirrung, meinte Tutilo Burger in seiner Predigt. Viele Menschen machten es sich zu leicht, indem sie das Christentum als eine Ansammlung von Dogmen sehen. Wenn man dann viele davon wegstreiche, bleibe am Ende ein „lieber Jesus“ übrig.

 

Es komme nicht auf die Machtmöglichkeiten an, sondern auf Selbstlosigkeit und Gottvertrauen. Dies unterscheide uns Menschen von heute nicht von den Jüngern Jesu. Aber heute interessiere kaum noch jemanden, was die Kirche zu sagen hat.

Die Diskussionen heute hätten heute nichts mehr mit dem zu tun was die Kirche verbunden hat oder was Jesus zusagen hatte.

 

 

Nach dem Schlusssegen durch den Erzabt mit dem goldenen Kreuz, in das die eigentliche Reliquie eingelassen ist, beendete die Stadtkapelle mit „Großer Gott wir loben dich“ das diesjährige Pontifikalamt, das den Pilgern in diesem Jahr viel Stehvermögen abverlangte. Denn trotz strömendem Regen hatten sich erstaunlich viele Pilger dazu eingefunden.

 

Text und Bilder von Uli Gresser

 

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