25naz japanische delegation

Bad Wurzach - Auch im entfernten Japan scheint das Wurzacher Ried zwischenzeitlich in Naturschutzkreisen einen gewissen Bekanntheitsgrad und Stellenwert als ein wesentlicher Baustein des europäischen Naturerbes zu haben. So konnte Naturschutzzentrumsleiter Horst Weisser am vergangenen Sonntag den Präsidenten einer der größten japanischen Umwelt- und Naturschutzstiftung (Ecosystem Conservation Society-Japan), Herrn Hobun Ikeya, in Begleitung der Europarepräsentantin der Stiftung, Frau Mari Teufel, und eines Vorstandsmitglieds, Herr Kohei Horiuchi, im Naturschutzzentrum zu einem Informationsbesuch begrüßen und ins Ried führen.

Diese private Naturschutzstiftung beschäftigt rund 100 wissenschaftliche Mitarbeiter, hat ca. 30.000 Mitglieder und pflegt regelmäßige Kontakte in Sachen Umweltbildung und Nachhaltige Entwicklung insbesondere zu Europa und Amerika. Darüber hinaus berät die Stiftung parteiübergreifend auch die japanische Regierung in Natur- und Umweltfragen. „Gerade in Deutschland konnten wir auch in der Vergangenheit schon viele vorbildliche Impulse für unsere Arbeit mitnehmen“ so die Europageneralsekretärin Mari Teufel.

Bad Wurzach war eines von 4 Projekten, das im besonderen Interesse der japanischen Delegation auf ihrer einwöchigen Studien-Tour durch Baden-Württemberg lag. Neben einem Gesprächstermin mit Minister Winfried Hermann im Stuttgarter Verkehrsministerium zu zukunftsweisenden Mobilitätskonzepten, standen Grünbrücken an der A8 und A96, der Federsee und das Schutzgebietsmanagement und die Naturpädagogik am Wurzacher Ried im besonderen Focus der Gäste. Beeindruckt zeigten sich die Delegationsteilnehmer von den großen Anstrengungen hinsichtlich des Moorschutzes und dem Erhalt der Biodiversität gerade auch vor dem Hintergrund des weltweit sich wandelnden Klimas und erschreckenden rapiden Artenrückganges. „Auch in Japan ist das Insektensterben aktuell ein großes Thema und hierzu gibt es auch dort großen Nachholbedarf in Sachen Nachhaltigem Denken und Handeln“ so Stiftungspräsident Hobun Ikeya, der sich abschließend für die großartigen Eindrücke in der Ausstellung Moor Extrem und der faszinierenden Moorlandschaft und für den wertvollen Informationsaustausch abschließend herzlich bedankte.

 

Bild: Naturschutzzentrum Wurzacher Ried
von links:
Europageneralsekretärin Mari Teufel, Naturschutzzentrumsleiter Horst Weisser, Präsident Hobun Ikeya und Vorstandsmitglied Kohei Horiuchi.

Bericht: Horst Weisser, Naturschutzzentrum Wurzacher Ried

 

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