21krusch speedwayBad Wurzach - Der bald fünfzehnjährige Leon Krusch will einmal so schnell sein wie der 8-malige Langbahnweltmeister Gerd Riss aus Seibranz und dessen Söhne. Eine gemeinsame Erfahrung hat er mit einem der schnellen Riß-Brüder bereits beim ersten Saisonrennen in Pocking gemacht: Beide stürzten „am selben Loch“.

 

Seine Begeisterung für den schnellen Sport hat der Realschüler Leon Krusch von seinem Vater Martin Krusch geerbt. Dieser hatte früher einmal für den so erfolgreichen Weltmeister auf der Langbahn geschraubt. Nun machte Leon Krusch im Rahmenprogramm der „Großen“ gleich beim ersten Lauf mit dem Bekanntschaft, von dem er in seinen ersten beiden Speedway-Saisonen verschont geblieben war: Er stürzte und verletzte sich. Allerdings kam er mit einer Gehirnerschütterung im Vergleich zu seinem Vorbild glimpflich davon, denn dieser wurde wegen eines Schlüsselbeinbruches für die ersten Rennen „schachmatt“ gesetzt.

 

Geschadet hat der Crash Leon anscheinend nicht, eher scheint er ihm wichtige Erfahrungen gebracht zu haben. Zwar brachte er es eine Woche später am ersten Tag in Dietenbergen, bei den Läufen der Nachwuchsserie in der 2. Bundesliga gerade einmal auf einen einzigen Punkt. Aber da seien richtig harte Gegner dabei gewesen, die ihm wertvolle Erfahrungen gebracht hatten, wie sich bei der tags darauf ausgefahrenen Teamweltmeisterschaften bei den C-Junioren zeigte. Denn dabei konnte er sogar seinen ersten Laufsieg feiern und viele Punkte sammeln.

 

Zwar reichte es nicht fürs Finale, weil sein österreichischer Partner gleich im ersten Lauf schwer stürzte und nicht mehr weiterfahren konnte und damit viele Punkte verloren gingen. Dennoch schaffte er es als Solist auf den guten sechsten Gesamtrang.

 

Dieser Laufsieg ist Leon Krusch natürlich im Gedächtnis geblieben: Sein Hauptkonkurrent und er lagen sofort nach dem Start gleichauf. Er wusste, um zu gewinnen musste er gleich in der ersten Runde, wo am meisten passiert, an die Spitze gehen. Also ging er in der ersten Kurve außen an seinem Konkurrenten vorbei und gab die Führung während der gesamten vier Runden nicht mehr ab...

 

In der Juniorenklasse C der 14-18 Jährigen fahren die Jungs mit Methanol betriebenen, hochgezüchteten 250ccm-Einzylinder-Maschinen. In diesem Jahr wird Leon Krusch rund 20 Rennen bestreiten, er wird also viel unterwegs sein. Für den AC Landshut wird er z.B. an Fronleichnam in Olching und am Sonntag in Landshut in der 2. Bundesliga an den Start gehen, am Samstag im Rahmenprogramm der German Open der Aktiven (wie die Gebrüder Riss) den Bayern-Cup bestreiten.

 

Sein Ziel für diese Saison: Beim Bayern-Cup möglichst viele Punkte sammeln und vorne mitfahren. Natürlich will er dabei den einen oder anderen Lauf auch gewinnen und damit das Vertrauen, das die zahlreichen Wurzacher Sponsoren (Engeser Fensterwelt, PC-Werbedesign, Geyer Zweiradsport,  Helmut´s Palast, Barber Shop, Würzer Fuhr- und Baggerbetrieb, Schmaus Fenster- und Rolladenbau sowie Burkhart Baukranmontage) in ihn setzen, zu rechtfertigen.

 

 

Bericht: Ulrich Gresser
Bild: Niklas Breu

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