16relegation 02Bad Wurzach - Ob es am prominenten Schiedsrichter lag – die Partie zwischen der TSG Bad Wurzach gegen die SpVgg Lindau im Wangener Allgäu Stadion wurde von keinem Geringeren als von Michael Kempter, dem ehemaligen FIFA-Schiedsrichter aus Sauldorf gepfiffen – oder einfach am idealen Fußballwetter lag, jedenfalls wollten weit über 1.500 Zuschauer die vorletzte Relegationspartie im Kampf um den Aufstieg in die Bezirksliga Bodensee sehen. Sinnbild: TSG-Torjäger Nicolas Linge oben, die Lindauer Reinhard Bergmann und Bilal Gümüs (v.l.) unten.

 

Als beide Mannschaften bereit für den Anstoß waren, ließ Schiedsrichter Kempter sie jedoch noch warten, denn einer der Lindauer Ersatzspieler war kollabiert und musste vom Notarzt behandelt und mit dem Rettungswagen in die Klinik gefahren werden.

 

Mit 25 Minuten Verspätung startete die zweite Relegationspartie für die TSG und bot sogleich das erwartete Bild. Die Elf von Lindaus Spielertrainer Marco Mayer startete furios und drängte die TSG sofort in die Defensive. Folgerichtig fiel dann auch durch einen sehenswerten Schuss von Bilal Gümüs bereits in der neunten Spielminute der Führungstreffer für Lindau. Erst in der 32. Minute kam die TSG durch Torjäger Nicolas Linge nach einem Eckball zu ihrer ersten Chance. Zu dieser gesellte sich in der 43. Minute dann noch eine weitere, ebenfalls durch Linge. Fazit der ersten Halbzeit: Lindau konnte sich trotz drückender Feldüberlegenheit nur wenige Torchancen erarbeiten, das Prunkstück der TSG-Elf, die Abwehr kämpfte und rackerte wie schon die gesamte Saison sehr erfolgreich. Denn das Tor für Lindau entsprang einer Einzelleistung.

 

Ähnlich verlief dann auch der Beginn der zweiten Halbzeit, Lindau spielte zum Großteil feldüberlegen, konnte sich aber erst in 58. Minute eine große Chance erarbeiten. Diese schien dann der Weckruf für die TSG-Spieler gewesen zu sein, denn in der nächsten Viertelstunde rollte eine Angriffswelle nach der anderen auf das Tor von Lindaus sehr gutem Torwart Alexander Koppers zu, der viele davon entschärfen konnte. Machtlos war er allerdings beim Freistoßtor von Nicolas Linge in der 70. Minute. Nach einer weiteren Chance für die TSG in der 77. Minute durch Lukas Maucher wurde es noch einmal gefährlich für Rafael Sieber im Tor der TSG . 

 

Nachdem die TSG noch eine weitere Chance in der Nachspielzeit vergeben hatte, blieb es beim 1:1 nach der regulären Spielzeit und damit bekamen die Zahlreichen Zuschauer noch einen kräftigen Nachschlag: Zweimal 15 Minuten Verlängerung.

 

Die Zweite Luft schien die Mannschaft von Marco Meyer, der sich in der 75. Minute selbst eingewechselt hatte, nach der Verschnaufpause bekommen zu haben. Plötzlich war die SpVgg Lindau wieder mächtig am Drücker, aber mit viel Glück und Kampfgeist verhinderte die TSG einen Rückstand. Glück hatte die TSG dann auch in der Nachspielzeit der ersten Verlängerungshälfte, als nach einem erneuten Freistoß der Ball plötzlich im Lindauer Tor gelandet war. Plötzlich war die Wurzacher Fan-Kulisse wieder da – wie bereits in Waldburg waren wieder viele Fans mitgereist – und sorgte wieder für mächtig Stimmung.

 

In der zweiten Hälfte der Verlängerung merkte man allen Akteuren den Kräfteverschleiß an, einzig Marco Meyer brachte noch einmal Gefahr für das TSG Tor. Rafael Sieber konnte den Ball aber mit seiner besten Parade an den Pfosten lenken und damit den Ausgleich verhindern. Dann war nach zweieinhalb Stunden Schluss, die TSG schaffte mit einer cleveren Taktik das von Vielen nicht für möglich gehaltene – auf Seiten der SpVgg Lindau kamen einige Spieler mit Landesliga bzw. Verbandsligaerfahrung zum Einsatz – die Elf von Trainer Roman Hofgärtner bezwang den Favoriten. „Wir wussten dass die Lindauer einige schnelle Stürmer haben und deshalb haben wir auch nicht „aufgemacht“ damit wir nicht in einen Konter laufen.“ Die Taktik ging voll auf, ebenso wie die, seine beiden Einwechselspieler, die Hofgärtner während der regulären Spielzeit gebracht hatte, Full Speed laufen zu lassen und sie dann in der Verlängerung durch frische Kräfte zu ersetzen.

 

Und der prominente Schiedsrichter? Michael Kempter leitete die Partie souverän, verteilte gelbe Karten wo es nötig war und strahlte die erforderliche Autorität aus.

 

Nun kommt es am kommenden Samstag für die TSG um 17 Uhr in Ratzenried zum großen Showdown gegen den FC Lindenberg um den Aufstieg in die Bezirksliga.

 

 

Bericht und Bilder: Ulrich Gresser

 

 

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