10blutreiterBad Wurzach - Wie in jedem Jahr fand am Pfingstmontag wieder die Gruppenführerversammlung der Blutreitergruppen statt, die am zweiten Freitag im Juli an der Reiterprozession in Bad Wurzach teilnehmen werden. Erstmals leitete Bürgermeisterin Alexandra Scherer die Versammlung bei der wieder zahlreiche langjährige Blutreiter und Gruppen geehrt wurden. Bild: Anfang und Abschied: Bürgermeisterin Alexandra Scherer bei ihrer ersten Gruppenführerversammlung in leitender Position und Josef Burkhardt bei seiner letzten als Organisationsleiter

 

 

Alexandra Scherer dankte als Vorsitzende des Wallfahrtsausschusses allen Gruppenführer – es waren mit Ausnahme von dreien von allen Gruppen Vertreter zu der Versammlung gekommen – für ihr Kommen. Sie sei angesichts des Neulandes das sie betrete, etwas aufgeregt sagte sie, nachdem traditionsgemäß die Musikkapelle Ellwangen die Versammlung musikalisch eröffnet hatte.


Für die Segnung der Reiter und die Feier des Pontifikalamtes konnte der Wallfahrtsausschuss um Pfarrer Stefan Maier und Superior Pater Konrad Werder den Erzabt des Benediktinerklosters Beuron, Tutilo Burger OSB, gewinnen. An der Spitze der weltlichen Prominenz wird MdB Markus Gübel, Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Religionen stehen.


Sie zeigte sich beeindruckt von der Predigt über Freiheit und Glaube, die Superior Pater Konrad im Festgottesdienst zuvor gehalten hatte. „Wir pflegen dieses Fest aus dem Glauben heraus,“ sagte die Bürgermeisterin. Aber es gebe viele Menschen, die keinen Glauben oder aber einen anderen Glauben hätten. „Diesen wollen wir mit diesem Fest unsere christlichen Werte: Nächstenliebe, Solidarität und Toleranz deutlich machen.


Für das Fest selbst habe die Wallfahrtskommission einige Neuerungen beschlossen: 1. Die Stadtkapelle wird bei dem Weg der Heiligblutreliquie von der Kirche zum Heiligblutwagen spielen. Die Kirchenglocken werden also zum Prozessionsbeginn nicht läuten! 2. Um den Charakter eines Volksfestes wird es auf dem Gottesberg keinen Getränkewagen geben, Wasser wird es beim DRK wie bisher geben. 3. Eine zusätzliche Telefonnotrufnummer wird es ebenfalls nicht geben, da diese nur die Abläufe verkomplizieren würde.


Darüberhinaus werden in diesem Jahr mit Michael Schönball und Thomas Kley zwei Primizianten aus Bad Wurzach die Reliquie im Heiligblutwagen durch Feld und Flur begleiten. Das Ordnungsamt bitte die Reiter darum, nach der Prozession nicht mehr durch die Straßen zu reiten, auf denen sich Menschen aufhielten.Nach der Anwesenheitsprüfung hielt Organisationsleiter Josef Burkhardt einen kurzen Rückblick auf das Heiligblutfest 2018. Es habe sehr gut geklappt, dafür dankte er allen, den Reitern, den Musikern und allen Helfern: „Sie haben großartige Arbeit geleistet.“ 2019 werde sich die erste Abteilung wie immer bis 6.45 Uhr in der Vorstadt- bzw. Kirchbühlstraße aufstellen. Die zweite Abteilung im Bereich Markt- Herrenstraße und Breiteweg solle bis 7.30 Uhr bereit sein.


Es folgten Hinweise auf Kleiderordnung, Reitformation – Abstand und Ordnung halten, vor allem in der Stadt. Auch bei den Pferden solle auf ein ordentliches Aussehen geachtet werden, denn „das Veterinäramt meldet sich ja nicht an.“ Nach dem Josef Burkhardt, der das Amt des Organisationsleiters 18 Jahre lang ausgeübt hatte, seinen Abschied angekündigt hatte und das Nachfolge-Team mit Klaus Schütt, Franz Netzer und Alfons Menig, gab es für den sichtlich gerührten Burkhardt von den Gruppenführern und der Wallfahrtskommission stehende Ovationen. Pater Konrad sagte, bei Burkhardt habe er als „kleiner Blutreiter“ immer das Gefühl gehabt, da ist einer, der den Überblick hat. „Man fühlte sich bei ihm gut aufgehoben.“ Scherer, Pfarrer Maier und Superior Pater Konrad dankten ihm für seine langjährige Arbeit mit einem Verdienstorden und einer Urkunde und hofften, dass es kein kompletter Abschied sein werde.


Aufgrund einiger Tierarztrechnungen (zum Teil noch von 2017) und der Anschaffung von Ehrenabzeichen für verdiente Blutreiter für mehrere Jahre musste Kassier Ludwig Brechter der Versammlung von einem negativen Ergebnis berichten. Kassenprüfer Karl Ehrmann bescheinigte Brechter jedoch eine einwandfreie Kassenführung, so dass die (einstimmige) Entlastung nur noch Formsache war. Zusätzlich zu ihrem eigenen Beitrag zur Versammlung hatte Bürgermeisterin Scherer bei ihrer ersten Gruppenführerversammlung noch den Bericht der Tierärztin bekannt zu geben. Scherer gab bekannt, man habe sich von Tierärztin Andrea Hagenlocher getrennt, so dass zukünftig die Tierärzte Gaisbeuren den Blutritt in Bad Wurzach betreuen werden und die Bereitschaftszeit übernehmen werden. In dem noch von Hagenlocher verfassten Bericht für 2018 war von vier Pferdeschäden und zwei Personenschäden die Rede.


Ein Höhepunkt der Versammlung sind immer die Ehrungen für langjährige Blutreiter. Die Urkunden für 10 und 25 malige Teilnahmen werden bei den internen Versammlungen der einzelnen Gruppen verteilt.

 

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Für 40malige Teilnahme erhielten Urkunde und Goldene Medaille: Stefan Burkhardt (Weissenau), Robert Kohler (Baienfurt),Bruno Knab(Eberhardzell-Wolfegg), Georg Fischer (St. Martin Leutkirch), Andreas Hierlemann (Seibranz), Klaus Groß (Baindt) , Herbert Haug (Baindt), Walter Hubl (Schmalegg), Gebhard Bentele (Ebersbach Musbach), Siegbert Stelzer (Ebersbach Musbach)

 

 

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Für 50malige Teilnahme mit Urkunde und Goldener Medaille mit Kranz wurden geehrt: Peter Riedinger (Baienfurt), Anton Mang (Hauerz), Bernhard Wagner (Baindt), Gebhard Schüle (Stadtgarde Weingarten)


Für 60malige Teilnahme wurden geehrt mit Urkunde und Goldener Medaille mit Gravur: Georg Mössle (Rohrdorf) und Georg Pritzti (Altmannshofen).


Ihr 70jähriges Jubiläum feiern in diesem Jahr die Blutreitergruppen Rohrdorf und Immenried ebenso wie die Musikkapelle Rohrdorf. Aus den Reihen der Blutreiter gab es Kritik zur Berichterstattung über den Blutritt in Weingarten. Nur ein Bild und ein Bericht sei darüber in der SZ zu finden gewesen. Mit dem Dank an alle Blutreiter und Helfer beendete Bürgermeisterin Alexandra Scherer ihre erste Blutreitergruppenführerversammlung.

 

 

Text und Bilder von Uli Gresser
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