Leserbrief 300.jpgBad Wurzach (Leserbrief) - Ein Nachtrag zum Bericht des Herrn Karaismailoglu

Zu diesem Kapitel gab es bisher schon zwei Leserbriefe. Darüber mögen sich einige wieder mokieren, zumal es ja wieder aus derselben „Ecke“ kommt. Unbenommen davon steht aber nicht nur für mich die Frage im Raum, wieviel versteckte oder offenkundige Provokationen sich dieser Herr noch erlaubt.

 

 

Zur Sache: Anlaß des Berichtes von Herrn Karaismailoglu ist ein Vorfall, den niemand gutheißen kann. Es ist der Tatbestand der Sachbeschädigung, dessen Umfang und Hintergrund noch ermittelt wird. In gewohnter Manier holt dann o.g. Herr zu einem Rundumschlag aus, spricht von einem „rechtsradikalen Mob, der immer mehr an Bedeutung gewinnt“. Nicht genug damit, greift er auch noch Mitglieder des Gemeinderates an, in einer Form, die sich mit Populismus nur vornehm umschreiben läßt. Es sind „rechtslastige Äußerungen oder Einstellungen von aktuellen oder ehemaligen Kommunalpolitikern.“Differenzierung scheint keine ausgesprochene Stärke dieses Herrn zu sein.

 

Auf die Reaktion der Angesprochenen bin ich mal gespannt.

Es ist noch nicht so lange her, daß er pauschal den „Deutschen“ die Schuld für die mangelnde Integration der Türken gab. Die Art und Weise der Begründung entsprach seinem üblichen Vorgehen, das Niveau ebenso.

Bezüglich der Geschichte der türkischen Gastarbeiter zum Beispiel hätte eine genauere Recherche gut getan. Etwas verwundert war ich dann, als kurz darauf von amtlicher Seite her zu vernehmen war, daß man in der Integration Erfolge erzielt hätte. Daß die Menschen Angst hätten vor den aktuellen Entwicklungen war dann noch zu vernehmen. Welche Angst, welche Menschen welche Entwicklungen meint dieser Herr? Das mit der Angst ist halt auch so eine Sache.

 

Und dann wäre noch etwas zur Sprache zu vermerken, zu der Sprache, mit der wir uns hier immer noch verständigen. Wenn beim letzten Besuch des türkischen Konsuls auf die Vermittlung der türkischen Sprache besonderen Wert gelegt wurde, dann wird schon einiges klarer. Mit seinen Äußerungen tut Herr Karaismailoglu keiner Seite einen Gefallen, und wenn er glaubt, die von uns Leserbriefschreibern vertretene Meinung sei die einer kleinen Minderheit, dann täuscht er sich gewaltig.

 

Wer ein friedliches Zusammenleben fordert, wie er selbst, überlegt vorher, was er schreibt – in Stil und Inhalt.


Otto Loser
Ziegelbach

 

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