Leserbrief 300.jpgBad Wurzach (Leserbrief) - Ich will mich kurz fassen, zumal darüber schon sehr viel geschrieben wurde. Bedauerlicherweise hat der Diskurs über den Besuch von Frau Roth auch zu Äußerungen geführt, die man so nicht gutheißen kann.

 

 

 

Im Grunde genommen geht es um Fragen, die die Betroffenen selbst beantworten müssen. Das Salvatorkolleg wird für alles eine Erklärung bereithalten können War es aber wirklich klug, so kurz vor einer wichtigen Wahl eine führende Politikerin der Grünen zu einem Vortrag einzuladen?

 

Demnächst sind in drei Bundesländern wichtige Wahlen. Mit dem gleichen Selbstverständnis und auch „Recht“ können dann Mitglieder anderer Parteien auch kurz vor der Wahl Schulen besuchen und Vorträge halten. Das Schulgesetz schreibt den Schulen mit gutem Grund politische Neutralität vor, und Lehrer haben die Schüler so gut zu informieren, daß sie sich s e l b s t eine Meinung bilden können.

In diesem Zusammenhang wäre dann auch mal zu klären, wie oft das Fernbleiben vom Unterricht im Zusammenhang mit dem Schulgesetz noch gerechtfertigt werden kann, so gut gemeint und notwendig „Fridays for Future“ auch ist.

Wer auf den Rechtsstaat pocht, muß das akzeptieren, ob es ihm passt oder nicht. Mir ist klar, daß man mit solchen Feststellungen möglicherweise in eine bestimmte Ecke geschoben wird – man gewöhnt sich daran.

 

Versöhnliche Worte dann doch von Frau Roth. „Ich wünsche Ihnen freche und laute Schüler“, ruft sie den Lehrern zu, bevor sie ins Foyer geht, wo die Kursstufen-Schüler schon auf sie warten. (SZ vom 23.05.). Wenn dies der Schule gut tut, soll es so sein. „Und wenn jemand wie ich Vizepräsidentin des Bundestages werden kann, hat sich das Land verändert“(die Bildschirmzeitung 23.05.)

Wer will dem widersprechen?

 

Otto Loser
Ziegelbach

 

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