briefwahl 578

Bad Wurzach - Der Gemeindewahlausschuss wollte und sollte am Dienstag ab 11.00 Uhr nach dem Superwahlsonntag unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Alexandra Scherer eigentlich das endgültige Ergebnis von Kreistags-, Gemeinderats- und Ortschaftsratswahlen feststellen. Doch dazu kam es zunächst nicht.

 

 

Zunächst wurden die Ergebnisse der Kreistagswahlen festgestellt. Nach dreifacher Prüfung der ungültigen Stimmen stand das Ergebnis fest: Von den 6657 Wählern die zur Wahl gingen, waren die Wahlzettel von 6380 = 95,8% gültig. Es wurden damit 30.645 gültige Stimmen für den Kreistag abgegeben.

 

Der Gemeindewahlausschuss vertreten durch Rolf Butscher, Robert Stützle, Markus Feirle und Alfons Diem und mit der Bürgermeisterin seitens der Verwaltung stellten per einstimmigen Votum die Richtigkeit des Kreistagswahlergebnisses fest.

 

 

Ein erstes Problem ergab sich dann bei dem danach festzustellenden Ergebnis der Ortschaftsratswahl in Arnach. Wahlleiterin Elke Osterkamp, Bürgermeisterin Scherer und der zuständige Dezernent Frank Högerle hatten sich intensiv im Vorfeld beraten und auch externen Rat geholt. Denn bei der Ortschaftsratswahl in Arnach, für die es wie in den anderen Ortschaften auch, keine Wahlvorschläge gegeben hatte, waren 177 Stimmzettel für ungültig erklärt worden, weil sie nicht eindeutig einer Person zugeordnet werden konnten. Dies betraf Mathias Grad und zwar Vater und Sohn. Weitere acht Stimmzettel konnten jedoch, weil sie mit dem Zusatz „Gärtnermeister“ versehen waren, nach Überprüfung bei der Handwerkskammer und Nachfrage bei Mathias Grad selbst durch Elke Osterkamp für gültig erklärt werden. Denn nur Mathias Grad Junior darf diesen Titel tragen. Somit waren diese Stimmen eindeutig dann doch dem Junior zuordbar. Diese acht Stimmen waren für das Ergebnis von Mathias Grad und Alexandra Mahle von großer Bedeutung: Damit schaffte Mathias Grad den Einzug in den Ortschaftsrat, ohne diese Stimmen wäre Alexandra Mahle gewählt gewesen, die jetzt als Ersatz für einen ausscheidenden Ortschaftsrat nachrücken würde. Für Grad Junior spricht allerdings, dass die vielen ungültigen Stimmen ja vermutlich für ihn bestimmt waren.

Nach dieser Klärung erkannte der Ausschuss nach Verlesen der übrigen Ergebnisse aus den Ortschaften, bei denen es keine Beanstandungen gab, das Ergebnis per einstimmigem Votum an.

 

 

„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Unter dieses Zitat des guten alten Cicero könnte die Ergebnisbekanntgabe der Gemeinderatswahl gestellt werden – und das im positiven Sinne: Denn lieber einmal mehr geprüft, als einmal ein unrichtiges Ergebnis abzuliefern, nach diesem Motto handelte einer der Wahlleiter vor Ort, dem beim Erfassen der Daten eine Unregelmäßigkeit aufgefallen war.

Damit muss das Ergebnis dieses Teilortes noch einmal überprüft werden, Dezernent Frank Högerle und Wahlleiterin Elke Osterkamp setzten als nächsten Termin für die Verabschiedung des Gemeinderatswahlergebnisses 19.00 Uhr an.

 

Bürgermeisterin und der Ausschuss stimmten der Verschiebung zu.

 

Bericht von Uli Gresser

 

 

 

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