wolfgang weiss578Bad Wurzach (Kommentar)– Bad Wurzach hat gewählt. Vor aller Analyse und Überlegung steht ein großer Dank an alle bisherigen Gemeinderäte, an alle Kandidaten, die sich für die Wahl zur Verfügung gestellt haben und an alle Hoffnungsträger. Das Ehrenamt Gemeinderat fordert viel Zeit und ist nicht immer gepaart mit Anerkennung und Wertschätzung.

 

 

 

 

 

 

Die Wahlauszählung war holprig, da wurde mehrfach die Anzeige der fertig ausgezählten Wahlbezirke verändert und korrigiert. Bleibt zu hoffen, dass alles richtig ausgezählt ist. Das vorläufige Endergebnis bringt wenig Änderung in der Anzahl der Gemeinderäte und der Verteilung auf CDU, FW und MirWurzacher.

Die SPD leidet nicht nur in der Bundespolitik an Schwindsucht, auch auf kommunaler Ebene befindet sich die SPD auf Sinkflug, oder ist wie in Bad Wurzach, nicht mehr präsent. Ebensowenig präsent ist der Bad Wurzacher nicht zu verachtende Anteil deutsch-türkischer Mitbürger. Die Bemühungen aus diesem Kreis Kandidaten zu gewinnen waren vor fünf Jahren weitaus größer. Ungewollte Vertreter oder Scheu vor der Verantwortung ist allerdings auch keine Lösung.

 

 

Trotz des Aderlasses von fünf bewährten Gemeinderäten – Markus Feirle, Andreas Frick, Klaus Gropper, Stephan Kirschbaum und Matthias Grad kandidierten nicht mehr – haben sich die Freien Wähler gut behauptet. Auch bei der CDU sind fünf bisherige Gemeinderäte nicht mehr im Gremium vertreten. Hermann Gütler, Heinz Schele und Hans-Jörg Schick waren nicht mehr angetreten. Berthold Kibler und Klaus Michelberger haben es überraschend nicht mehr in den Gemeinderat geschafft. Ebenso erging es Matthias Vogt von den MirWurzachern.

 

Der Wahlkampf war so ruhig wie die Wahlen zuvor. Eine stillgelegte Internetseite der CDU Bad Wurzach zur alle fünf Jahren stattfindenden Gemeinderatswahl ist so informativ und wertschätzend wie die unterjährige Kommunikation mit der Bürgerschaft. Die Wahlkampf-Präsenz auf den Ortschaften spiegelt sich im Wahlergebnis der CDU wider. Nur in Bad Wurzach selbst hat die CDU weniger Stimmen als auf den Ortschaften. Mit wenigen Kandidaten mehr könnten die Freien Wähler der CDU die Topposition streitig machen. Die Zielsetzung dazu war nicht erkennbar.

 

Zwölf neue Vertreter geben, unabhängig von der Wählervereinigung, Hoffnung auf eine Änderung der bisherigen Geheimrats-Politik. Vielleicht ändert sich auch ein bisschen was an der aufheiternden Feststellung von Chief Franz-Josef Maier bei der Podiumsdiskussion der Schwäbischen Zeitung und durchaus zutreffenden Situationsbeschreibung der Bad Wurzacher Politk: "Mir kommet einfach nicht ins Streiten!" 

 

Herzlichen Glückwunsch an alle, die zukünftig die Stadt Bad Wurzach vertreten und als Gemeinderat Politik machen.

 

Wolfgang Weiß
derWURZACHer

 

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