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Bad Wurzach (Kolumne - mit Abstimmung) - Die Ortschaftsräte aller Teilorte sind bestens informiert darüber, was sich im Ort verändert und was gebaut wird. Nicht so in Bad Wurzach. Bad Wurzach hat keinen Ortschaftsrat. Entsprechend minimiert scheint das Interesse, die Entwicklung der Stadt im Auge zu behalten. Verschiedene Stadtentwicklungen finden im Gemeinderat keine Beachtung.






Selbst wenn die Räte in den Ortschaften über Bauangelegenheiten- oder -Veränderungen nicht entscheiden, informiert sind sie auf alle Fälle. Beispiel: Sitzungseinladung für die Ortschaftsratssitzung im Gospoldshofer Rathaus am Dienstag, 14. Mai 2019, u.a.: Baugesuch – Errichtung von zwei mobilen Weidehütten für Schweinehaltung. Unabhängig von der Wertigkeit, der Ortschaftsrat entscheidet selbstverständlich bei Zuständigkeit, ist aber mindestens informiert, über das was im Ort passiert.

 

Ganz anderes in Bad Wurzach. Bad Wurzach hat keinen Ortschaftsrat. Was im Kernort passiert, fällt in die Zuständigkeit des Gesamtgemeinderates oder die jeweiligen zuständigen Ausschüsse. Durch das Wahlverfahren „Unechte Teilortswahl“ sind für Bad Wurzach 7 Sitze garantiert, die weiteren 13 Sitze werden durch die Teilorte besetzt.

Hinzu kommt bei Bauanfragen – soweit sich die Anfrage im genehmigungsfähigen Rahmen bewegt –, dass die Verantwortung an die Verwaltung abgegeben wird, das Gremium wird nicht informiert. Das Stadtbauamt hat das volle Vertrauen, die Aufsichtsfunktion des Gremiums wurde für diese Bereiche per Beschluss außer Kraft gesetzt.

 

Was das für Auswirkungen haben kann, ist aus den beigefügten Bildern unten ersichtlich. Aus der Vogelperspektive betrachtet springen die Bausünden regelrecht ins Auge. Mit dem Spital begonnen wurde dem gleichen Bauträger ein weiterer Flachdachbau in der Gartenstraße genehmigt. Neu hinzu kommt jetzt ein Fachdachbau in der Mühltorstraße, der eine gewachsene Zeile von Satteldächern unterbricht und über die Firsthöhe hinausragt.

Innenbeleuchtete Werbeschilder wie am Schloßstüble sind laut Altstadtsatzung nicht zulässig. Das Hineinragen eines Werbeschildes in ein Schaufenster mit Rundbogen bringt neben anderem zwischenzeitlich den verlorenen Charme der Herrenstraße und einstigen Renommiermeile bestens zum Ausdruck. Der Niedergang der Bad Wurzacher Gastronomie geht einher mit der Gestattung einer dauerhaften Food-Hütte. Man darf gespannt sein, was sich alsbald zu "Thai" hinzugesellt.

 

 

Diese neuralgischen Punkte und Entwicklungen, davon ist auszugehen, wären in den Ortschaften mit allen Argumenten dafür und dagegen besprochen worden. In Bad Wurzach stellt man sich eher die Frage, ob diese Veränderungen in der ehemals „kleinen Residenz am Ried“, bewusst oder desinteressiert von verantwortlichen Verwaltungsangestellten und Bad Wurzacher Gemeinderäten übersehen werden.

 

 

Bericht und Bilder Wolfgang Weiß
derWURZACHer

 

Beachten Sie im Anschluss an die Bilder unser Abstimmungs- und Kommentarmodul

 

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