Stadtwerkstatt

Bad Wurzach - Das Stadtmarketingkonzept von Bad Wurzach ging in die nächste Runde: Die Agentur CIMA und die Verantwortlichen bei Stadt und HGV hatten zur 1. Stadtwerkstatt in den Kursaal eingeladen, bei der die Bürgerschaft sich mit Lob und Kritik über die Stadt in das Konzept einbringen konnte. Bürgermeister Roland Bürkle zeigte sich über die Beteiligung, es waren rund 120 Bürger aus dem Kernort und den Ortschaften in den Kursaal gekommen, zufrieden.



In seiner Begrüssung sagte er, Bad Wurzach stehe im ständigen Wettbewerb um Einwohner. Es stellten sich Fragen: Wie bringe man die Leute dazu, herzuziehen, und wie dazu dass sie auch dablieben. Aber auch wie halte ich die Kaufkraft in der Stadt, wie bleibe ich für Gewerbe und Dienstleister attraktiv. Wie verbessere ich die Infrastruktur. HGV-Vorsitzender Karl-Heinz Buschle sah die Veranstaltung als guten Einstieg. Positiv sah er die Möglichkeit, daß die Leute auch kundtun konnten, was ihnen nicht so gefällt, wobei es für sein Empfinden noch etwas mehr Leute hätten sein können.

Christian Hörmann und Kerstin Marenholz von der Agentur CIMA präsentierten im ersten Teil die bisher in der Analysephase gesammelten Eindrücke in einer Präsentation. Sie erklärten die Struktur und den Prozessablauf, Klärung der Grundlagen und Sensiblisierung im ersten Schritt, danach die Analysephase, zu der auch die Stadtwerkstatt zählt bis zur Ausarbeitung von Strategie und Maßnahmen zur Umsetzung des Marketingkonzeptes. Bevölkerungsentwicklung, Beschäftigung, Touristische Kennziffern, Infrastruktur etc wurden thematisiert.

Im zweiten Teil der Veranstaltung durften die Teilnehmer ihre Meinung zu Leben, Arbeiten, Freizeit in Bad Wurzach in Schlagworten äussern. Aber auch die Verbindung von Kernstadt und Ortschaften wurde an verschiedenen Stellwänden thematisiert. Mit verschiedenfarbigen Kartons wurden die Stärken und Schwächen der Stadt in den verschiedensten Bereichen aus Sicht der Einwohner dargestellt. Die in der Präsentation gezeigten Meinungsbilder gaben die Perspektive der Macher von CIMA und die Analyse der sogenannten Expertenkommission wieder.

Positiv äusserten sich die Bürger über das große Vereinsangebot, die gute Vernetzung von sozialen Einrichtungen. Auch das Schul- und Bildungsangebot wurde gelobt. „Soviele Autos und keine Menschen" , mehrfach genannt wurden die Verkehrssituation in der Stadt und eine schlechte Öffentliche Nahverkehrsanbindung von Ortschaften und Stadt. Positiv zu Buche schlugen die vielen Parkmöglichkeiten in Citynähe und daß vieles fußläufig erreichbar ist. Verbesserungswürdig und ebenfalls mehrfach genannt wurde das gastronomische Angebot.

Christian Hörmann bedankte sich im dritten Teil bei seiner Kurzanalyse für die vielen konstruktiven Beiträge. Bei der „Hitliste" der Begriffe, die einem spontan zu Bad Wurzach einfallen – jeder Besucher hatte zu Beginn der Veranstaltung auf einem Zettel drei Schlagworte notiert – lag erwartungsgemäss das Ried ganz vorne, gefolgt von Natur. Auf Platz drei landete das mangelhafte Gastronomieangebot, gefolgt vom Mangel an Gewerbe bzw. Arbeitsplatzangebot. Viel Material zur analytischen Aufarbeitung nahmen die Verantwortlichen aus dieser ersten Stadtwerkstatt mit.

Bei der zweiten Stadtwerkstatt am 12.11.2013 an gleicher Stelle soll es dann an die Umsetzung konkreter Projekte gehen.

Bericht und Fotos von Uli Gresser

 




 

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