Leserbrief 300.jpgBad Wurzach (Leserbrief) - Die Kirchen müssen sich nicht wundern, wenn ihnen seit Jahren die Schäfchen entlaufen. Die Gründe sind vielfältig und schlagkräftig: die Exklusivität bei der Kommunion, der Umgang mit Geschiedenen, die Einstellung zu Homosexualität und der gleichgeschlechtlichen Ehe, die Stellung der Frauen in kirchlichen Kontexten, der sich fortwährend ausbreitende Missbrauchskandal an Kindern und Nonnen und vor allem die Verfahrensweise mit den Tätern und mit denen, die diese Taten dulden oder verschleiern.

 

 

Ich selbst kann mich nach 55 Jahren noch gut erinnern, wie es war, als der bekannte Pater Theodor vom Gottesberg mir als10jährigem seine alte und unangenehme Hand auf den Hintern legte bei der Kleideranprobe für einen Pagen am Blutfreitag. Dafür durften wir durch sein tolles Fernrohr im Dachgeschoss in den Himmel schauen. - Einmal und nie wieder, war meine Reaktion.

Auch glaube ich nicht, dass die Kirchen durch Rückbesinnung auf die Fundamente des Glaubens die Davongelaufenen hinterm Ofen hervorlocken. Nicht die unter 45jährigen noch die älteren.

Was die Menschen - ob jung oder alt - heute brauchen, sind praktische, humane Dinge wie Nächstenliebe, Verständnis, Unterstützung, Vertrauen, Verlässlichkeit, Motivation, Trost und Freude. um einen oft belastenden Alltag meistern und aushalten zu können.

Erhard Hofrichter
Bad Wurzach

 

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