Leserbrief 300.jpg Bad Wurzach (Leserbrief) - Den Beitrag von Frau Carmen Pöhl nehme ich zum Anlass die nachfolgende zunächst zu anderen Zwecken erstellte Abhandlung als Leserbrief zu veröffentlichen. Mehr noch als die von Frau Pöhl geschilderte örtliche Problematik sollte uns die im Link aus dem Beitrag von Frau Pöhl erkennbare Entwicklung zum Rückzug des Christentums erschrecken.

 

 

 


Ich wiederhole deshalb diesen Link für alle, die ihn noch nicht gelesen haben.

https://katholisches.info/2018/08/22/kirchen-fallen-dem-abriss-zum-opfer/

 

Mit welcher Kaltschnäuzigkeit dortige (Stadt Greven) führende Vertreter der katholischen Kirche diese Kirchenabrisse als „alternativlos“ bezeichnen! Ist ein von Heimatvertriebenen unter großen Opfern erbautes Gotteshaus lt. Kaplan Ralf Meyer nur „ein Haufen Steine“?

Bildergalerie der „Steinhaufen“: https://aufnahme.jens-falk.de/2018/08/18/kirchenabriss-in-greven-st-josef-und-st-mariae-himmelfahrt-werden-beseitigt/

In Anlehnung an einen bekannten Buchtitel möchte man sagen: „Das Christentum schafft sich ab.“

 

Quo vadis - Wohin führt der Weg der großen Kirchen?

Leider sind die großen Kirchen nicht frei von den Wirkungen des Zeitgeistes.
Schaut man auf die Geschichte der letzten 150 Jahre, kann man an den Worten so manchen Kirchenführers erkennen, dass sich einige Auslegungen des Evangeliums doch sehr nach „Political Correctness“ anhören.

 

Beispiele für Anbiederung an den Zeitgeist
Rund 40 Jahre ist es her, dass mir ein alter Sägewerksbesitzer aus Bad Wurzach eine Ausgabe der katholischen Kirchenzeitung vom April 1939 vor die Augen hielt. Ich sollte das „Hirtenwort“ des damaligen Bischofs zum Geburtstag des „Führers“ lesen. Ich entsinne mich noch: „Wir haben Gott zu danken, dass er uns diese Lichtgestalt geschickt hat, die unser Volk aus tiefster Not und Demütigung zu Wohlstand, Sicherheit und Selbstbewusstsein führen konnte.“

 

Auch bei der Evangelischen Kirche gab es ähnliche Tendenzen:
Kirchliche Rundschau für das Gesamtgebiet der Deutschen Evangelischen Kirche
Berlin, den 19. April 1936, Zum Geburtsstag des Führers
„Am Sonntag wird es keine evangelische Gemeinde geben, die nicht des Führers und Reichskanzlers anläßlich seines Geburtstags (20. April) in heißer Fürbitte gedenkt. Dankbarkeit, Vertrauen, Mitarbeit seien die stets zu erneuernde Gabe an den Führer, der in seinem verantwortungsschweren Amt der Treue des gesamten Volkes gewiss sein darf.“

Kölnische Volkszeitung, Samstag, 4. JULI 1936
Staatsrat Bischof Dr. Berning besichtigt die Strafgefangenenlager im Emsland

Auszug: „Der Besuch erfolgte auf Einladung des Kommandeurs der Lager, Standartenführer Schäfer……….. Die Besichtigungsfahrt wurde im Lager Aschendorfer Moor beendet, wo der Bischof in der schön ausgeschmückten Vortragsbaracke ………. eine Ansprache an die Gefangenen hielt, in der er die durch den Glauben auferlegte Pflicht zum Gehorsam und zur Treue gegenüber Volk und Staat besonders hervorhob. In einer weiteren Ansprache an die Wachmänner, die er zu einem Glas Bier eingeladen hatte, drückte Bischof Berning noch einmal seine große Befriedigung über die im Emsland durch das Dritte Reich geleistete Kulturarbeit aus. Zum Schluß seiner Ansprache brachte er ein dreifaches Sieg-Heil auf Führer und Vaterland aus.“

Thüringer Kirchenblatt und Kirchlicher Anzeiger
1945, Nr.1: Aufruf zur Jahreswende 1944/1945, (Auszug)
„So denken wir in herzlicher Fürbitte vor allem derer, die in der nationalsozialistischen Wehrmacht ihre Pflicht tun. Ehrfürchtig verneigen wir uns vor jeglichem Opfer. Jede Bitte aber, mit der wir vor den Allmächtigen treten, soll auch in Zukunft immer ein Gebet für Deutschland, unser Volk und seinen Führer sein. Heil Hitler!“
Eisenach, am 1. Januar 1945
Der Präsident der Thüringer evangelischen Landeskirche – Rönck

Drei Beispiele zitiert aus „Gott segne den Führer“, die Kirchen im Dritten Reich, Druffel Verlag.

 

Sicherlich hat mancher Kirchenführer, der zunächst der nationalsozialistischen Herrschaft wohlmeinend gegenüberstand, später dessen wahres Gesicht erkannt und Widerstand geleistet. Während Zeugen ihres Glaubens schon lange in Gefängnissen und Konzentrationslagern dahinvegetierten oder zu Tode kamen, versuchten sich einige Kirchenführer mit den Machthabern gut zu stellen. Wie muss sich ob solcher Unterwürfigkeit ein Pater Rupert Mayer SJ gefühlt haben, der im 1. Weltkrieg an vorderster Front und ab der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Kampf gegen deren Weltanschauung unbeirrbaren Mut bewies?

 

 

Kirchen in der DDR
Wie war das Verhältnis der Kirchen zur DDR-Diktatur. Auch hier gab es Beispiele von Anbiederung und Mitläufertum in größerer Zahl. So hielt der evangelische Theologe Horst Kasner, Vater von Angela Merkel, das Unterdrückungsregime der DDR für die bessere Gesellschaftsform im Vergleich zur damaligen BRD. Er war deshalb auch ein Gegner der Wiedervereinigung.

Manfred Stolpe, ebenfalls evangelischer Theologe, unterhielt über viele Jahre enge Kontakte zum Ministerium für Staatssicherheit („Stasi“) und wurde dort als IM Informeller Mitarbeiter) „Sekretär“ geführt. Angeblich dienten diese Kontakte nur den Interessen der evangelischen Christen. Die DDR-Opposition warf ihm dagegen Verrat vor. 1978 erhielt er in einer konspirativen Wohnung der Stasi die Verdienstmedaille der DDR verliehen. Nach der Wiedervereinigung wurde er 1990 Ministerpräsident des Landes Brandenburg und 2002 Bundeminister für Verkehr. Insgesamt war die Kirchenpolitik der DDR atheistisch ausgerichtet. Auf dem Weg zum „echten“ Kommunismus war Religion ein Störfaktor, den es mit subtilen Mitteln zu bekämpfen galt. Folglich wurden Vertreter der Kirchen als Gegner angesehen, sofern sie nicht bereit waren, zu konspirieren. Auch in der DDR wurden katholische und evangelische Christen für ihre Standhaftigkeit drangsaliert und auch in Gefängnisse geworfen, während Kirchenführer mit der Staatsführung friedliche Koexistenz demonstrierten.

 

Die RAF
Die Rote Armee Fraktion (RAF) Etwa ab 1963 bis weit über das Jahr 1970 hinaus begann die RAF die Bundesrepublik mit Terroranschlägen bis hin zu Morden zu überziehen. Ca. 80 % der Angehörigen der RAF waren evangelisch sozialisiert und bekundeten Vorlieben für ein sozialistisch-kommunistisches Gesellschaftssystem. Mehrere der Hauptakteure, darunter auch Frauen, entstammten evangelischen Pfarrhäusern. Über die Gründe, warum gerade Kinder aus gutsituierten Häusern zum linken Terrorismus gelangten, vermutete der Soziologe Gerhard Schmidtchen, dass ein religiös inhaltsleer gewordener Protestantismus das formale Erziehungsgefäß für Ideologen und politische Überzeugungstäter sei. So muss es auch nicht verwundern, dass ehemalige Minister und heutige Ministerpräsidenten in Studentenjahren zur Führungsriege kommunistischer Studentenverbindungen gehörten.

 

Der heutige Kotau (Unterwerfungsgeste)
Die Zeit des Nationalsozialismus, der RAF und des DDR-Regimes sind längst Geschichte, viele der damaligen Menschen mit ihren Irrungen und Wirrungen leben nicht mehr. Und doch sollte ihr damaliges Handeln uns heute Warnung sein, denn, wer aufmerksam das Geschehen verfolgt, dem wird so mancher heutiger Kniefall vor dem Zeitgeist nicht verborgen bleiben.

Ist das Evangelium heute nicht mehr die zentrale Grundlage des Christentums?
Wie lässt sich eine Fürbitte (kath. Gottesdienst) wie folgende mit den Aussagen des Evangeliums zu Familie und Sexualmoral in Einklang bringen:
„ Wir bitten für unsere homosexuellen Paare, dass ihr Kinderwunsch im kommenden Jahre in Erfüllung gehe.“
Dem ist entgegen zu halten: „Die letzte Schlacht zwischen dem Herren und der Herrschaft Satans wird um die Ehe und Familie geschlagen. ….. Jeder, der sich für die Heiligkeit der Ehe  und Familie einsetzt, wird in jeder Hinsicht bekämpft und abgelehnt werden, weil das die entscheidende Frage ist (SR Lucia, Fatima).“ Ouelle: https://www.kath.net/news/65955

Heißt es im Evangelium nicht eindeutig: „Gott schuf den Menschen als Mann und Frau.“ Am Ende steht da ein Punkt! Gott schuf also nicht weitere „Geschlechter“, wie sie uns die Gender-„Forscher“, linke und grüne Kreise heute einreden wollen.

Bei „grünen“ Pastorinnen und Bischöfinnen scheint das kein Problem zu sein. Wechseln diese doch ohne Komplikationen von Kirchenämtern in Parteiämter. Dies wohl auch in umgekehrter Reihenfolge. Die Folgen: Vergangenes Jahr beklagte sich ein Bundestagsabgeordneter der CDU sinngemäß, er hätte bei manchen Gottesdienstbesuchen das Gefühl, sich bei einem Parteitag der Grünen und nicht bei einem Gottesdienst aufzuhalten.

 

Rütteln an den Fundamenten
Bei der heutigen weit verbreiteten Denkweise des Primates der Nützlichkeit liegt es nahe, auch das menschliche Leben selbst unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten. Deshalb in den vergangenen Jahrzehnten millionenfache Abtreibung nach dem linksgrünen Motto „Mein Bauch gehört mir“. Einige Jusos verstiegen sich sogar zum Vorschlag, im Rahmen der frühen pränatalen Diagnostik als „verdächtig“ erkannte Föten mittels einer Salzwasserinjektion durch die Bauchdecke der Mutter kostengünstig zu entsorgen. Erinnern solche Vorschläge nicht an Geschehnisse, die zu den finstersten unserer Geschichte gehören?

 

Christentum auf stetigem Rückzug
Die Frage, ob wir uns heute in der größten Krise des Christentums befinden, möchte man mit „ja“ beantworten.

Drückt sich diese Krise auch in den Besuchen der Gottesdienste aus?
In meiner Kindheit, gleich nach dem Kriege, waren in Süddeutschland die Kirchen auf dem Land zum Bersten gefüllt. Besucht man heute an einem ganz „normalen“ Sonntag einen Gottesdienst irgendwo auf dem Land, dann ist das Gotteshaus häufig dreiviertel leer, Kinder und Jugendliche fehlen fast vollständig. Entfernt man in einem Gedankenexperiment alle Personen ab 45 Jahren, bleibt der Priester mit seinen Ministranten alleine zurück.

Sollen, sobald diese Generationen ausgestorben sind, auch bei uns die Kirchen geschlossen oder, wie schon bei einigen evangelischen Gotteshäusern geschehen, zu Moscheen umgewidmet werden?

 

„Fortschrittlich“ erscheinen um jeden Preis
Die Frage, Sonntagsheiligung oder Kommerz, ist bei uns schon lange entschieden. Die äußerst geschmacklose und ziemlich dumme Wortwahl für den „Fit-Fun-Shopping-Sunday“, wie auch andere „verkaufsoffene Sonntage“ sind äußere Zeichen dieser Entwicklung. Der Sonntag, der Tag des Herrn?
Ja, aber der Tag des neuen Herrn, des blanken Materialismus.

 

Aussage zum Verhältnis von Christentum und Islam:
Gemeinsame Schulgebete christlicher und islamischer Schüler in einer katholischen Einrichtung. Begründung von anderer Stelle: „Wir beten doch alle zum gleichen Gott.“
Diese Aussage leugnet die fundamentalen Unterschiede beider Religionen. Ist eine solche Aussage von christlicher Seite Leichtsinn, Dummheit oder ideologisch bedingte Absicht? Heißt es nicht im 1. Gebot: „Du sollst keine fremden Götter neben mir haben“?
Die selbstverständlich einzufordernde Toleranz zwischen den Religionen sollte nicht mit der heute politisch erwünschten Gleichmacherei verwechselt werden. Vergessen wir nicht, dass heute weltweit Christenverfolgungen mit ungeheurer Brutalität stattfinden. Gerade diese verfolgten Christen bedürfen unserer Solidarität!

 

Weg mit den Kreuzen
Diese, oft verbunden mit persönlicher Gleichgültigkeit und Feigheit, hat zu einem ständigen und schnellen Rückzug des Christentums geführt. Beschleunigt wird dieser Rückzug durch verantwortungsloses Verhalten mancher Kirchenführer. Erinnern wir uns an den Besuch von Kardinal Marx und Bischof Bedford Strohm in Jerusalem. Um nicht „unangenehm“ aufzufallen, versteckten sie ihre Kreuze. Der apostolische Nuntius (Vertreter des Papstes) in Österreich, Erzbischof Peter Zurbriggen, nannte es eine Schande, wenn Bischöfe ihre Kreuze verstecken. Wie er richtig sagte, hätten sie auf das Betreten der Grabeskirche besser verzichten sollen, als das Kreuz zu verleugnen!
https://de.catholicnewsagency.com/story/eine-schande-scharfe-kritik-an-kardinal-reinhard-marx-3146

 

Nicht nur Bischöfe verstecken ihre Kreuze. Auch in unseren Schulen verschwinden sie immer mehr. Vielleicht aus der Sorge, muslimische oder andersgläubige Schüler könnten sich vom Anblick des Kreuzes gestört fühlen.

Auch der sich unter dem Deckmantel des „reinen Humanismus“ ausbreitende freimaurerische Atheismus ist zur Gefahr geworden. Verlangt heute ein Elternteil, das sein Kind atheistisch erziehen will, dass die Kreuze in einer Schule abgehängt werden, dann werden sie heute, sofern noch vorhanden, auch abgehängt.
Das setzt sich, von vielen unbemerkt, in Kindergärten und Schulen fort. Adventsfeste verzichten auf „Maria und Josef“ und werden zu „Lichterfesten“ umbenannt. Statt der zentralen Aussage des Weihnachtsfestes, der Geburt Christi, kommt heute häufig nach DDR-Art der „Weihnachtsmann“. Auch St. Nikolaus hat natürlich ausgedient, was dem „Weihnachtsmann“ zur Doppelbeschäftigung am Nikolaustag und am Weihnachtsabend verhilft.

Früher gab es in Süddeutschland die „Christliche Gemeinschaftsschule“. Diese ist schon längst den Strömungen des Zeitgeistes gewichen oder wurde weggeklagt. Doch droht auch Gefahr von Personen, deren Aufgabe die Glaubensverkündigung ist. Wie ist es denn möglich, dass im katholischen Religionsunterricht vermittelt wird, Christus sei Gottes Sohn, wie wir eben alle Söhne und Töchter Gottes sind. Christus sei aber nicht „Gott“. Das ist Verrat an der Dreieinigkeitslehre und damit am Fundament des Christentums. Denn dort heißt es, dass Christus „wahrer Gott und wahrer Mensch“ ist!
Der Ruf „Weg mit den Kreuzen!“ scheint zur Geisteshaltung von Teilen jüngerer Generationen zu werden! Seit Jahrhunderten als Wahrzeichen der Verbundenheit der im Alpenraum lebenden Menschen mit ihrem Glauben auf die Gipfel der Berge gesetzt, nehmen heute die Stimmen zu, die Gipfelkreuze als störende und überflüssige Relikte bezeichnen und deren Entfernung fordern. Dieser Aufruf hat bereits Gehör gefunden. Einige Gipfelkreuze wurden in „Nacht- und Nebel-Aktionen“ „fortschrittlicher“ Kräfte bereits umgesägt.

 

Weg mit dem christlichen Abendland
Auf dem Weg zur entchristlichten, säkularen Gesellschaft schreitet zum Wohlwollen von Linksgrün Kardinal Marx forsch voran. Kardinal Marx möchte den Begriff des „Christlichen Abendlandes“ einstampfen lassen.

Kardinal Reinhard Marx hat sich gegen die Rede vom "christlichen Abendland" gewandt. "Davon halte ich nicht viel, weil der Begriff vor allem ausgrenzend ist", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Donnerstagabend in Berlin. Dies verkenne die "große Herausforderung, in Europa dafür zu sorgen, dass verschiedene Religionen mit jeweils eigenen Wahrheitsansprüchen friedlich zusammenleben", so Marx bei einer Diskussion mit dem Publizisten Michel Friedman im Theater "Berliner Ensemble". Er betonte: "Ein friedliches Europa ist kein Selbstläufer."

https://www.katholisch.de/.../kardinal-marx-kritisiert-begriff-christliches-abendland

 

Der Widerstand in der katholischen Kirche wächst
Diesem linksaffinen Kardinal erwächst allerdings auch Widerstand innerhalb der katholischen Kirche. So äußerte sich der Regensburger Bischof Voderholzer in völlig gegensätzlicher Weise:

Mindelstetten – 17.01.2019
Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat die Rede vom "christlichen Abendland" verteidigt. Angesichts der christlichen Prägung Europas sei es vernünftig, diesen Begriff zu verwenden, sagte der Bischof am Mittwochabend bei einem Vortrag im oberbayerischen Mindelstetten. Die Deutungshoheit darüber dürfe nicht anderen überlassen werden, "die nationalistische Interessen damit verbinden, die zutiefst einer katholischen Universalität widersprechen".

Der christliche Glaube sei die "Seele Europas", betonte Voderholzer. Dieser trage das Erbe Israels in sich, habe das Beste des griechischen und römischen Geistes in sich aufgenommen und damit "alle Wesensbereiche Europas geprägt". Deshalb habe Europa "zum Ursprungsort der wissenschaftlichen Welterklärung mit den Mitteln der menschlichen Vernunft" werden können und Rechtsstaatlichkeit sowie eine Kultur der Mitmenschlichkeit und Menschenwürde entwickelt.

Zu Europa gehöre auch die Ehrfurcht vor dem Heiligen überhaupt, vor Gott, sagte der Bischof. Diese Ehrfurcht sei auch demjenigen zuzumuten, der selbst nicht an Gott zu glauben bereit sei. Wo diese Ehrfurcht zerbrochen werde, nehme die Identität einer Gesellschaft Schaden.

 

Sonntag als "Urfeiertag Europas"
Zum Fundament Europas gehöre schließlich auch die Feiertagskultur mit dem Sonntag als dem "Urfeiertag Europas". Weit über das kirchliche Anliegen hinaus sei er "ein Kulturgut höchsten Ranges" und als "soziale Einrichtung" schützenswert gegenüber allen Vereinnahmungsversuchen durch die Wirtschaft.
Zu den politischen Debatten um eine Gefährdung dieses Kulturraumes, etwa durch den Islam, sagte Voderholzer, er gehöre zu denen, "die diese Sorgen nicht einfach von der Hand weisen". Mit dem Orientkenner Peter Scholl-Latour behaupte er aber: "Sorgen muss sich Europa nicht machen wegen der Stärke des Islam, sondern wegen seiner eigenen geistigen Schwäche."

https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/bischof-voderholzer-verteidigt-begriff-christliches-abendland

 

Der Paderborner Priesterkreis „Communio Veritatis“ nennt in einem offenen Brief das Handeln von Kardinal Marx Missbrauch und fordert seinen Rücktritt.

Herr Kardinal Marx!

Wir fordern Sie auf, den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz aufzugeben, weil dieser Begriff eine Ausgrenzung Ihrer Amtsbrüder ist! Wir stellen heraus, dass in Jesus Christus, dem Sohn Gottes, die Wahrheit in Person unter uns erschienen ist. Sie stehen mit ihrer soziologischen Sichtweise im Irrtum des Synkretismus und des Relativismus.

Wir werfen Ihnen vor, Ihr geistliches Amt zu missbrauchen, indem Sie die Sakramente der Kirche offenkundig als Ihren Privatbesitz ansehen, den Sie beliebig auf dem Altar des Zeitgeistes opfern. Wir weisen die Instrumentalisierung unserer Religion zurück!
Sie benutzen diese in verfälschender Verweltlichung zur Verbreitung der linksliberalen politischen Ideologie des Mainstreams.

Wir erinnern daran, dass die Kardinalsfarbe Rot nicht die Flagge eines Neo-Marxismus meint, sondern die Verteidigung des katholischen Glaubens bis zum Blutvergießen.
Dabei ist der Katechismus nicht Name einer Insel in der Südsee, sondern die verbindliche Auslegung der Lehre der Kirche.
Wir kündigen Ihnen an, dass wir Jesus Christus als den einzigen Erlöser und wahren Retter bekennen werden, während Sie das Kreuz des Herrn in skandalösem Verrat abgelegt haben.

Wir beten dafür, dass unser Abendland zum Glauben an den dreifaltigen Gott zurückkehrt, in dem allein das Leben und das ewige Heil zu finden ist.

Paderborn, am Fest der Taufe des Herrn 2019
Priesterkreis „Communio veritatis“
https://www.kath.net/news/66559

Bleibt zu hoffen, dass dieser Aufruf aus Paderborn zur Rückbesinnung der Christen auf die Fundamente ihres Glaubens führt. Ein Europa ohne gelebtes Christentum wäre ein Europa ohne Seele.

Hans-Joachim Schodlok
Bad Wurzach

 

 

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