11funken ziegelbachBad Wurzach - Es ist ein alter Brauch, am Sonntag nach Aschermittwoch ein Funkenfeuer abzubrennen. In diesem Jahr war dieser Brauch vielerorts und aus verschiedenen Anlässen gefährdet. So wurde die Arbeit der Funkenbauer in Arnach-Schlesis von unbekannten torpediert, indem diese den aufgeschichteten Holz- und Reisighaufen bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag in Flammen aufgehen ließen. Bild: Wie hier in Ziegelbach leuchteten vielerorts – allen Widrigkeiten zum Trotz – am Funkensonntag wieder viele Funkenfeuer in der Region.

 

Dennoch ließen sich die Arnacher Funkenbauer davon nicht entmutigen und schafften es bis zum Sonntagabend, einen neuen Funken aufzubauen.

Die Hobbyzieher Oberschwarzach brannten ihren Funken bereits am Samstagabend ab, nachdem sie zuvor bereits einen Kinderfunken entzündet hatten.  Verschoben haben die Funkenbauer in Haidgau das Abbrennen ihres Werkes. Grund dafür war der Starkregen in der ersten Tageshälfte, der das immer mit dem Funkenabbrennen verbundene Grillfest mit Kaffee und Kuchen am Nachmittag verhinderte, sowie die Warnung vor einem Sturmtief über ganz Deutschland, das bis zum Abend auch unsere Region erreichen sollte.

 

Die Landjugend Eintürnen brannte ebenso wie die Funkenbauer in Ziegelbach ihren diesjährigen Funken zum traditionellen Termin ab. Ein gutes Händchen bewiesen dabei die Ziegelbacher Funkenbauer, hatten sie doch bereits im Vorfeld entschieden, den Funken an der Straße zwischen Rohrbach und Bechtingers quasi auf freiem Feld aufzubauen. Da bot der Bauwagen, an den sich die Verpflegungsstände schmiegten, perfekten Windschutz gegen den starken Westwind und der Rauch konnte gut gen Osten abziehen, ohne das Ortsgebiet „einzunebeln“. Der Wind wiederum sorgte dafür, dass die Feuchtigkeit des morgendlichen Regens im Wortsinne „aus dem Funken geblasen wurde“. Ein größeres Problem waren da eher die vielen Kinder, die ein ums andere Mal von den Eltern ermahnt werden mussten, weil sie mit einem Materialtransfer vom Großen zu „ihrem“ Kinderfunken dessen Brenndauer verlängern wollten.

 

Exakt um 19.00 Uhr legten die Ziegelbacher Funkenbauer Feuer an das Werk, das angefacht vom starken Wind sofort in hellen Flammen stand. Vorsorglich hatten die Funkenbauer die den Winter symbolisierende Hexenfigur an einer extra langen Stange angebracht. So hielt sie einige Zeit dem Flammeninferno stand, ehe zunächst ihre Füße Feuer fingen, um danach auf die gesamte Puppe über zugreifen. Bleibt die Hoffnung, dass der Winter, wegen dessen Vertreibung der Brauch des Funkenabbrennens eingeführt wurde, dass dieser damit ebenso gründlich und schnell verschwinden wird, wie die „Käther“ in Ziegelbach ein Raub der Flammen wurde.

 

 

Bericht und Bilder Ulrich Gresser

 

 

  • bild3051bild3051
  • bild3053bild3053
  • bild3055bild3055

  • bild3057bild3057
  • bild3058bild3058
  • bild3059bild3059

  • bild3061bild3061
  • bild3068bild3068
  • bild3071bild3071

  • bild3073bild3073
  • bild3078bild3078
  • bild3079bild3079

  • bild3080bild3080
  • bild3083bild3083
  • bild3084bild3084

  • bild3086bild3086
  • bild3088bild3088
  • bild3089bild3089

  • bild3090bild3090
  • bild3092bild3092
  • bild3093bild3093

  • bild3094bild3094
  • bild3096bild3096
  • bild3098bild3098

  • bild3099bild3099
  • bild3101bild3101
  • bild3102bild3102

  • bild3104bild3104
  • bild3105bild3105
  • bild3108bild3108

  • bild3110bild3110
  • bild3115bild3115
  • bild3116bild3116

  • bild3119bild3119
  • bild3122bild3122
  • bild3125bild3125

  • bild3126bild3126
  • bild3127bild3127
  • bild3129bild3129

  • bild3131bild3131
  • bild3133bild3133
  • bild3136bild3136

  • bild3138bild3138
  • bild3139bild3139
  • bild3141bild3141

  • bild3142bild3142
  • bild3143bild3143

 

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok