12dachmarkenentwicklung

Bad Wurzach - Der Gemeinderat hat die von Carolin Deberling von der beauftragten Agentur Gruppe Drei vorgestellte Markenarchitektur und die Basisvisualisierung mit Logo für die neue Corporate Identity der Stadt Bad Wurzach gebilligt. Bürgermeisterin Alexandra Scherer machte kein Hehl aus der Begeisterung für den Entwurf, der von der gesamten Lenkungsgruppe „einhellig für sehr gut“ befunden worden sei.

 

Die Bürgermeisterin stellte noch einmal klar: „Wir waren uns in der Lenkungsgruppe einig, dass es sich nicht nur um ein Logo geht, sondern dass dies die Grundlage für einen Stadtentwicklungsprozess bilden wird, den wir anstoßen wollen.“ Dabei gehe es nicht nur um einen Briefkopf. Mit dem bisher vorgelegten Ergebnis seien Stadtverwaltung und Lenkungsgruppe sehr zufrieden.

Der zuständige Dezernent Frank Högerle skizzierte noch einmal den zeitlichen Ablauf mit den einzelnen Projektschritten, seit Gruppe Drei am 14.08.2017 den Zuschlag erhalten hatte. Nach Analyse der vorliegenden Infos, Workshops, Strategieausarbeitung steht mit der Basisvisualisierung nun ein erstes Ergebnis des Prozesses fest, das beim Fit-Fun-Shopping-Tag am 7. April in finaler Version offiziell vorgestellt werden wird. Die Kosten für die Entwicklung des Erscheinungsbildes inkl. Positionierung liegen bisher bei 36.000 €, die Kosten für die Erarbeitung eines Kommunikationskonzeptes bei 10.000 €.

Die Kosten für dessen Umsetzung stehen noch nicht fest, denn zur konkreten Anwendung sei noch die Entwicklung eines Designmanuals (quasi eine Bedienungsanleitung) erforderlich. Daher ist der Fit-Fun-Shopping-Tag als Beginn der Umsetzung vorgesehen.

Deberling erläuterte die Visualisierung, die auch auf die Ortschaften übertragbar ist. Im Zentrum des Logos steht der Umriss des Gemeindegebietes, in welchem eine Reihe von Punkten die Bürger Symbolisieren. Einzelne Punkte werden dann je nach Ortschaft, an deren geografische Lage hervorgehoben. Umgeben wird das stilisierte Gemeindegebiet von drei jeweils auf einer Seite offenen Kreisen, welche die Offenheit der Stadt symbolisieren. Der äußerste öffnet sich dann zum Textteil: Stadt Bad Wurzach. Das „Logo“ wurde in drei Größen vorgestellt, die in sich variabel gestaltet sind und jeweils in drei Farbvariationen. Ein weiterer Faktor der CI stellt der Slogan dar, bestehend aus dem Wort „natürlich.“, das jeweils je nach Anwendung mit einem entweder themen-, zielgruppen- oder produktorientierten Schlagwort kombiniert wird, z.B. natürlich.faszinierend.

Bürgermeisterin Scherer erklärte, die Diskussionen in der Lenkungsgruppe, in der das Konzept erarbeitet worden sei, „waren nicht immer leicht, aber immer konstruktiv“. Das Thema Natur stand im Vordergrund, das Konzept entstand aus den Ideen der Bürger beim Workshop. Natürlich sei ihr klar, dass die CI nicht der Messias sei, der kommt und unsere Probleme löst, aber es sei eine gute Basis.

Dem widersprach Egon Rothenhäusler entschieden. Er halte „das Ding“ gestalterisch für eine Katastrophe, die Typografie mit der Schrift „Daxline pro“ für zu unruhig. Und dafür werde der Krebs aufgegeben?

In dieser Hinsicht konnte Scherer die Wogen glätten: Die Stadt und die Ortschaften hätten dasRecht ihr Wappen zu tragen, aber es sei nicht möglich gewesen diese in die CI zu integrieren. Im offiziellen Schriftverkehr müsse man als Stadt aber einheitlich unterwegs sein.

Karl-Heinz Buschle erklärte, er sei bei der Lenkungsgruppe dabei gewesen. Zielvorgabe sei eine gute Lesbarkeit gewesen. Wir wollten einfach weg von den Moorkolben und dass jeder sein eigenes Süppchen kocht.

Berthold Kibler meinte: „Mit der Vorstellung jetzt ist der Zweck erfüllt: Wir wollen im Gespräch bleiben. Das wird erfüllt, wenn wir bei Diskussionen darauf angesprochen werden und genau erklären können, was wofür steht.“

Petra Greiner wollte wissen, ab wann das Logo eingesetzt wird. Dezernent Frank Högerle erklärte, dass ab dem 08. April der Einsatz für die Mitarbeiter nach der Schaffung klarer Vorgabenmuster verpflichtend sein wird. Wobei er zugab, dass dies nicht auf einmal gehen werde, „weil wir in so vielen Dingen unterwegs sind.“ Es werde im Haus einen zentralen Ansprechpartner geben, der bei Fragen zur Anwendung zur Verfügung stehen werde.
Der Gemeinderat stimmte bei der Gegenstimme von Egon Rothenhäusler der Dachmarkenarchitektur und Basisvisualisierung zu.

 

 

Bericht: Ulrich Gresser

 

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