06vollmerBad Wurzach (pag) – Evangelische Kirchengemeinde die nächsten Monate ohne Pfarrerin Barbara Vollmer. Seit sechs Jahren ist Barbara Vollmer Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Bad Wurzach, die nun bis Mitte Juli auf sie verzichten muss. Denn Vollmer nutzt die Chance, die ihr die Landeskirche geboten hat und wird ein Semester Theologie an der Waldenser-Fakultät in Rom studieren. Darauf, so Vollmer im Abschiedsgottesdienst vergangenen Sonntag, freue sie sich ungemein und werde sich dort unter anderem ökumenischen und Gender-Studien widmen. Aber auch aktuelle Diskussionen zu Altem und Neuem Testament werden nicht fehlen. Wie beliebt Vollmer ist, zeigte sich an der gut besuchten Kirche, wobei auch ökumenische Gottesdienstbesucher nicht fehlten. Aber, so Vollmer, es werde die nächsten Monate alles seinen gewohnten Gang gehen: das Pfarrbüro sei zu den üblichen Zeiten besetzt, Taufgottesdienste sind an festgesetzten Taufsonntagen gewährleistet, die „kleinen Konfis“ und die Konfirmanden werden von Pfarrerin Verena Engels und Prädikantin Astrid Greshake betreut werden.




Die Gottesdienste werden von verschiedenen Pfarrern, Pfarrerinnen und Prädikantinnen geleitet werden – bis zu ihrer Rückkehr ist für jeden Sonntag gesorgt. „Sie werden gar nicht merken, dass ich nicht da bin“ kokettierte Vollmer. Große Rührung überkam sie, als zum Abschluss des Gottesdienstes Verena Stei an der Orgel „Auf Wiedersehn, auf Wiedersehn, bleib´ nicht so lange fort“ mit auf Vollmers Rom-Aufenthalt gemünzten Strophen vortrug und dessen Refrain lautstark von den Gottesdienstbesuchern mitgesungen wurde. Nach dem Gottesdienst gab es eine Abschiedsfeier, die deutlich länger als die üblichen Ständerlinge ausfiel, denn jeder hatte das Bedürfnis, sich persönlich von Vollmer zu verabschieden.


Und eine schöne Aktion hatte sich Greshake ausgedacht: sie hatte ein Seil mitgebracht mit Bildern von Bad Wurzach und Rom an Anfang und Ende; es zeige, dass die Kirchengemeinde Vollmer an der „langen Leine“ gehen lasse, in diesem Fall sieben Meter entsprechend der rund 700 Kilometer Distanz nach Rom. An diese Leine konnten alle Anwesenden bunte Kärtchen binden, auf denen sie ihre guten Wünsche an Vollmer notiert hatten. Ein farbenprächtiges Seil mit vielen unterschiedlichen Worten und Gedanken entstand.




Bericht und Bild Patricia Gragnato

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