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Bad Wurzach - Premiere für Bürgermeisterin Alexandra Scherer: Es war ihr erster Neujahrsempfang in Bad Wurzach, nachdem sie vor ziemlich genau einem halben Jahr in ihr Amt als Stadtoberhaupt eingeführt worden war. In ihrer Neujahrsansprache vor Vertretern des Deutschen Bundestages, des Landtages, aber auch Mitgliedern der Hilfsdienste der Stadt wie Feuerwehr, DRK und DLRG sowie zahlreichen Vereinsvorständen ließ sie diese erste Zeit noch einmal Revue passieren und gab einen Ausblick auf das vor uns liegende Jahr. Bürgermeisterin Scherer wünschte jedem Gast vor dem Empfang ein gutes neues Jahr.

 

„Und jedem neuen Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben…. „ mit diesem weltberühmten Zitat aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse leitete Alexandra Scherer ihre Rede ein. Tatsächlich empfinde sie noch den Zauber des neuen Anfangs, obwohl seit ihrer Amtseinführung nun schon fast ein halbes Jahr vergangen sei.

„In dieser Zeit habe ich schon oft festgestellt, dass sich Bad Wurzach durch ein überaus großes bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement auszeichnet, dass die Bürgerschaft aufgeschlossen und dennoch bodenständig ist, was allerbeste Voraussetzungen für ein gutes Miteinander in einer lebendigen und vielfältigen Stadt sind.“ Sie habe sich vorgenommen, möglichst schnell die Stadt, ihre Ortsteile, ihre Einrichtungen und Menschen schnell Kennenzulernen. Sie viele gute Begegnungen mit Menschen gehabt und mit dem Gemeinderat erste Bewährungsproben bestanden. „An Aufgaben und Herausforderungen mangelt es uns in unserer Stadt nicht, das habe ich dabei sehr deutlich gemerkt! Aber genau diese Herausforderungen sind es, die das Amt für mich hier so spannend machen, zumal es mir große Freude bereitet, zu gestalten.“

Als größte Baumaßnahme der nächsten Jahre sieht sie den Bau des Hallenbades, über den schon sehr lange und intensiv diskutiert wurde und mit dem endlich begonnen werden könne. Ähnlich intensiv diskutiert worden sei ja auch über Maria Rosengarten, aber wenn man sehe wie etwas Wachse und Gutes entstehe, dann wachse auch die Akzeptanz dafür. Für Maria Rosengarten dankte sie explizit ihrem Vorgänger Roland Bürkle, für den dieses Projekt eine Herzensangelegenheit war.

 

 

Da 2019 im Zeichen der Bäder stehe, habe die Stadt die Vertreter der DLRG und die Helfer im Freibad Hauerz besonders herzlich eingeladen, denn ohne sie könne die Stadt die Bäder gar nicht betreiben. Sie dankte auch den Bundestagsabgeordneten Josef Rief und Martin Gerster für deren Unterstützung zum Erhalt des großen Bundeszuschusses für den Bau. Bis zur Fertigstellung des Bades 2020 hofft die Bürgermeisterin auch, dass das benachbarte Kurhaus wieder gut verpachtet und von den Wurzachern und angenommen wird. „Aktuell führen wir sehr interessante Verhandlungen mit einem möglichen Pächter, der Erfahrung mit einer solchen Gastronomie hat.“ Als Ursache für das Gastronomiesterben sieht sie vor allem den Fachkräftemangel an. „Deshalb ist es für uns derzeit keine Überlegung, das Kurhaus-Restaurant samt Saal als Stadt selber zu betreiben. Denn qualifiziertes Personal, das Erfahrung mit der Führung eines solchen Hauses hat, können auch wir nicht herbeizaubern.“

Nachdem die Sanierung der Moorbadeabteilung zur „modernsten in ganz Deutschland“ gelungen sei, habe man gemerkt, dass die positiven Effekte nur wirkten, wenn das vom Gemeinderat beschlossene Sanierungspaket für den Kurbetrieb schneller umgesetzt werde. Die daraus folgenden Herausforderungen für den Städtischen Haushalt seien aber aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation lösbar. Für das gute Gewerbesteuer- und Einkommenssteueraufkommen dankte sie den Vertretern der ortsansässigen Betriebe, denn deren Steuern helfe der Flächengemeinde Bad Wurzach bei den Aufgaben zum Erhalt der Infrastruktur.

„Wir sprechen so schön vom „Erhalt unserer Dezentralität“, gemeint ist damit der „Erhalt der Vielfalt“ in unserer Stadt und allen Ortschaften. Und diese Vielfalt möchte ich sehr gerne erhalten, das wurde mir vor der Jahreswende nochmals sehr deutlich, als ich mich im Rahmen der Information über den anstehenden Haushalt in allen Ortschaftsräten vorgestellt habe.“ Aber in jeder Ortschaft habe sie gemerkt, dass in allen Gremien bei aller Vielfalt doch die Einheit der Stadt auch als ganz wichtig angesehen werde.

Da der Glasfaserausbau ein wichtiger Standortfaktor geworden sei, habe auch die Stadt die Initiative ergriffen, obwohl der Breitbandausbau keine kommunale Aufgabe sei. „Das aktuelle Maßnahmenpaket schlägt mit 2,7 Mio. € zu Buche, daran sieht man, dass solche Projekte ohne Förderungen und Zuschüsse fast nicht zu stemmen wären.“

Eine weitere wichtige Aufgabe der Stadt sei die Baulandentwicklung, einerseits im Rahmen der Innenentwicklung und Nachverdichtung, aber auch durch neue Baugebiete. „Unser neuer Schwerpunkt für die Innenentwicklung mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum soll dabei zukünftig in Seibranz liegen, wo mit den leerstehenden und sanierungsbedürftigen Räumen in der Schule und Halle sowie dem gleichzeitigen hohen Bedarf für weitere Vereinsunterbringung akuter Handlungsbedarf besteht.“

 

 

Nach einem weiteren Stück der Stadtkapelle, dem „Lexicon of the Gods“ von Rossano Galante – sie hatten den Neujahrsempfang mit dem Stück „Olympiada“ von Samuel R. Hazo eröffnet – hielt Klaus Schütt, erster Bürgermeisterstellvertreter, seinen Jahresrück- und -ausblick aus der Sicht des Gemeinderates.

Das am meisten herausragende Ereignis des vergangenen Jahres sei für Bad Wurzach wohl die Bürgermeisterwahl gewesen, aus der Alexandra Scherer mit 78% der Stimmen im ersten Wahlgang als Siegerin hervorgegangen war, sagte Klaus Schütt zu Beginn seiner Ansprache „Nach knapp einem halben Jahr Amtszeit unserer Bürgermeisterin darf ich heute im Namen des Gemeinderates sagen: Sie haben eine gute Wahl getroffen.“ Die Bürgerinnen und Bürger hätten bei Verabschiedung von Roland Bürkle und Amtseinführung von Alexandra Scherer durch ihre große Teilnahme ihr kommunalpolitisches Interesse bekundet. „Ich darf ihr kommunalpolitisches Interesse erneut wecken: „Am 26. Mai finden neben der Europawahl in Baden-Württemberg auch die Kommunalwahlen statt, bei denen die Ortschaftsräte, Gemeinderäte und Kreisräte gewählt werden.“ Klaus Schütt appellierte an die Bad Wurzacher, mehr Verantwortung für die Stadt zu übernehmen, indem sie sich zur Wahl als Ortschafts- oder Gemeinderat stellten.

„Gleichzeitig möchte ich alle Wählerinnen und Wähler auffordern: Gehen Sie am 26. Mai zu Europawahl und den Kommunalwahlen. Das ist gelebte Demokratie.“

 

Dem Bürgermeisterstellvertreter obliegt es in seiner Neujahrsansprache den Beschäftigten bei der Stadt zu danken. Sein besonderer Dank ging an die Dezernatsleiter Högerle, Kunz und Rude und ihren Mannschaften, die neben ihrem Tagesgeschäft bei der Einarbeitung der neuen Bürgermeisterin stark eingespannt gewesen waren. Stellvertretend für die Mitarbeiter des Kurbetriebes richte Klaus Schütt seinen Dank an den Personalrat, der die für die Zukunft des Kurbetriebes wichtigen Personalentscheidungen mitgetragen hatte.

Er dankte den Mitarbeitern von Bauhof und den externen Räumdiensten, die in den letzten Tagen mit dem Räumen und Streuen des 500 km langen Straßennetzes der Gemeinde an ihre Grenzen gestoßen waren. Ein persönlichen Dank richtete er an das Vorzimmer im Bürgermeisteramt, denn Verena Niedermaier, Nadja Münsch und Ulrike Linge, hätten zusammen mit Martin Tapper mit der Organisation von Verabschiedung und Amtseinführung die größte Arbeit gehabt.

Klaus Schütt bedankte sich im Namen des Gemeinderates bei Bürgermeisterin Alexandra Scherer mit einem Blumenstrauß, für ihren Ehemann gab es flüssiges Trostpflaster für die vielen Abwesenheitszeiten der Bürgermeisterin. Auch ihr Vorgänger Roland Bürkle bekam als kleines Dankeschön für seine im ersten Halbjahr 2018 noch geleistete Arbeit ein flüssiges Präsent.

Schnell waren nach einem Walzer der Stadtkapelle die Stühle beiseite geräumt und der Liederkranz Eintürnen konnte mit dem Servieren von Häppchen und Getränken beginnen. Die entspannte Atmosphäre sorgte danach für viele angeregte Gespräche zwischen Politikern, Vereinsvorständen und Gewerbetreibenden.

 

Neujahrsansprache Bürgermeisterin Alexandra Scherer
Neujahrsansprache stellv. Bürgermeister Klaus Schütt

Text und Bilder von Uli Gresser

 

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